Optisches Entree für die Ortschaft Konzept für Bahnhofsvorplatz in Halen wird ausgeschrieben

Eine einfache Bushaltestelle ohne Wendemöglichkeit, ein Wäldchen, zwei Reihen Parkplätze und direkt am Bahnsteig zwei überdachte,aber offene Fahrradständer – so stellt sich die aktuelle Situation am Bahnhof Halen dar. Für die Umgestaltung des Entrees der Ortschaft Halen soll ein Gesamtkonzept erstellt werden. Foto:Angelika HitzkeEine einfache Bushaltestelle ohne Wendemöglichkeit, ein Wäldchen, zwei Reihen Parkplätze und direkt am Bahnsteig zwei überdachte,aber offene Fahrradständer – so stellt sich die aktuelle Situation am Bahnhof Halen dar. Für die Umgestaltung des Entrees der Ortschaft Halen soll ein Gesamtkonzept erstellt werden. Foto:Angelika Hitzke
Angelika Hitzke

Lotte. Als zuständiger Fachausschuss des Lotter Rates gab der Bau- und Planungsausschusses jetzt einstimmig grünes Licht für eine beschränkte Ausschreibung des Gesamtkonzeptes zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Halen. In der Sitzung am Dienstag wurde ebenso einstimmig empfohlen, mit dem Satzungsbeschluss zur Bebauungsplanänderung "Teichweg-Süd" den Weg für die Erweiterung eines dort ansässigen Betriebs frei zu machen.

Für die Gemeindeverwaltung erinnerte Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer daran, dass der Vorplatz des einzigen noch aktiven Bahnhofs in der Gemeinde Lotte schon lange Thema auch im Masterplan und im Ikek (Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept) ist, beispielsweise mit der Forderung nach sicheren und wettergeschützten Fahrradstellplätzen, E-Mobilität und einem Unterstand für Wanderer. Jetzt gehe es darum,ein Gesamtkonzept auszuschreiben, dass dann mit den Halener Bürgern diskutiert und umgesetzt werden müsse.

Aushängeschild des Dorfes

Der Bahnhof und sein Umfeld seien nicht nur aus verkehrlicher Sicht, sondern als "Aushängeschild des Dorfes" auch städtebaulich von besonderer Bedeutung. Freiflächen und Grünanlagen, so das Ergebnis bisheriger Diskussionen, sollen daher "perspektivisch aufgewertet" werden, eine Wendeschleife für den neuen Bürgerbus Wallenhorst-Wersen den direkten Umstieg ins regionale Schienennetz ermöglichen, Fahrradboxen Pendlern sichere Unterstellmöglichkeiten bieten sowie Wanderer und Radtouristen einen Unterstand vorfinden. 

Elektro-Mobilität

Die Stadtwerke Tecklenburger Land planen am Halener Bahnhof eine Ladesäule für Elektro-Autos; überlegt wird auch die Einrichtung von Ladestationen für E-Bikes. Weitere angedachte Maßnahmen sind die Anlage von Blühstreifen und die Gestaltung des Entrees zur Ortschaft Halen mit ortsypischen Elementen. Mit der beschränkten Ausschreibung eines Gesamtkonzeptes für  all diese Maßnahmen sollen Landschaftsplaner aufgefordert werden, ihre Angebote anzugeben.

"Ich bin nahezu begeistert", bekundete Grünen-Fraktionschef Dieter Hörnschemeyer seine Zustimmung. Für die SPD befand Thomas Giebel: "Das macht Sinn." Er vermisste allerdings eine Kostenschätzung für die Konzepterstellung, woraufhin Margarete Lersch vom Bauamt erklärte, dass die Verwaltung zunächst nur die grundsätzliche Zustimmung einholen wolle. Selbstverständlich werde eine Schätzung der Kosten nachgereicht. Auch Lothar Alberts (FDP) unterstrich, dass ein Konzept für diesen Bereich "interessant und lohnenswert"  und eine Buswendeschleife vor dem Bahnhof "unbedingt erforderlich" sei.

Intensive Bürgerbeteiligung

Christian Thies betonte, dass auch die CDU es begrüße, dass die Verwaltung das Thema in Angriff nimmt. Die geplante Bürgerbeteiligung – vorgesehen sind nach einem Workshop für Verwaltung und Politik ein Workshop für Bürger und Bürgerinitiative, die öffentliche Diskussion eines Entwurfs auf der Grundlage des zu erstellenden Konzeptes, die Einarbeitung der Anregungen sowie die abschließende Beschlussfassung im Fachausschuss, bevor es dann an die Umsetzung geht – sei "hervorragend".

Im Hinblick auf den  geplanten Radweg Halen-Hollage und die künftig noch stärkere interkommunale Verknüpfung dieses "Mobiltätspunktes" regte er an, die Busschleife so zu planen, dass künftig  auch ein Linienbus dort wenden könnte. Für ein ansprechendes Entree und verbindendes Element im Blick haben sollte man auch die Flächen südlich des Bahnübergangs bis zur Bauerschaft Halen, sagte er: "Diese Flächen sind im Eigentum der Gemeinde."  Ganz im Gegensatz zum großenteils leerstehen ehemaligen Landhaus Halen, dessen Einbeziehung aus städtebaulicher Sicht ebenfalls wünschenswert wäre.

"Ich denke, wie sind auf dem richtigen Wege. Ich hoffe, dass der Bürgerbus ein Erfolgsmodell wird", sagte Bürgermeister Rainer Lammers. Die Gebäude im Umfeld einzubeziehen sei nicht einfach, da sie in Privateigentum sind: "Aber wir sind im Gespräch, auch mit dem Landhaus-Besitzer."


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