Die Wünsche der Feuerwehrleute 6000 Euro für die Sicherheit bei Lotter Feuerwehreinsätzen

Mit Dome-Zelt und dem Sicherungssatz erhöht sich die Sicherheit der Lotter Feuerwehrleute bei Einsätzen, wissen Christian Wentzel (von links), Sven Lomberg, Marcus Prinz und Andreas Wehrmeier. Foto: Ursula HoltgreweMit Dome-Zelt und dem Sicherungssatz erhöht sich die Sicherheit der Lotter Feuerwehrleute bei Einsätzen, wissen Christian Wentzel (von links), Sven Lomberg, Marcus Prinz und Andreas Wehrmeier. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Sicherheit geht vor. Besonders bei Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr Lotte. Daher investierte der Feuerwehrförderverein rund 6000 Euro für die Retter in ein aufblasbares Dome-Zelt mit Seitenwänden und einen längenverstellbaren Sicherungssatz.

Bei den Anschaffungen berücksichtigen die Vereinsmitglieder in der Regel die Wünsche der Feuerwehrleute. Sie geben dann aus der Praxis gewonnene Erkenntnisse für Optimierungsbedarf in Sachen Sicherheit bei Einsätzen weiter.

Aufblasbares Zelt für Schnelleinsätze

Blaues und weißes Material lag – noch ein wenig zerknüllt – vorm Alt-Lotter Gerätehaus aus. Es wurde geordnet vom Vereinsvorsitzenden Sven Lomberg, dessen Vertreter Andreas Wehrmeier und Vereinsgründer Christian Wentzel. Dieser schloss eine Druckluftflasche an ein Ventil. Nach und nach erhoben sich vier Träger zum stabilen Zeltgerüst mit rund 25 Quadratmetern Grundfläche. „Das Zelt ist für Schnelleinsätze gedacht. Es passt auch ein kleiner Wagen drunter“, erklärte Lomberg.

Vier textile Seitenteile, die mit Reißverschlüssen befestigt werden, gibt es gleichfalls; eines hat einen Eingang. Auf die Flächen hat der Verein Begriffe drucken lassen, die mit der Arbeit der Lotter Feuerwehr zu tun haben und zudem die Lotter Ortsteile benennen. Die Seitenteile werden als Schutz für Patienten und Einsatzkräfte vor Gaffern mit wenigen Handgriffen eingesetzt.

Gafferschutz bindet keine Helferhände

„Ein weiterer Vorteil ist, dass wir dafür keine Kameraden zum Halten binden müssen. Sie sind freigestellt für ihre eigentlichen Aufgaben. Wir haben immer mal wieder Einsätze, bei denen auch die eigenen Kräfte geschützt werden müssen vor Regen, Kälte und Sonne“, beschrieb Lomberg einen zusätzlichen Vorteil der Investition von rund 3500 Euro. Zur Ausstattung gehöre zudem ein Sonnensegel.

Neben einigen anderen Erfahrungen haben die beim Brand des Bahndamms in Alt-Lotte im vergangenen Sommer gesammelten den Verein letztlich bewogen, das Zelt anzuschaffen. Bei den Löscharbeiten mussten die Retter einige eigene Einsatzkräfte mit Kreislaufproblemen versorgen. Schatten war bei der brennenden Sonne kaum zu finden. Da wird zukünftig das Dome-Zelt helfen.

Stützen bieten Sicherheit für Patienten und Einsatzkräfte

Sicherheit bei Unfällen bieten ab sofort zwei längenverstellbare Stabilisierungsstützen. Wenn nach einem Verkehrsunfall ein Patient aus dem Wagen herausgeschnitten werden muss, kann das Fahrzeug mit den Stützen stabilisiert werden. „Das Fahrzeug bewegt sich dann nicht mehr. Der Patient bleibt ruhig positioniert und verletzt sich nicht zusätzlich. Die Kameraden geraten nicht in Gefahr, falls das Fahrzeug kippt“, beschrieb Sven Lomberg den Sicherheitsaspekt der Anschaffung im Wert von rund 2500 Euro. Durch den multifunktionalen Kopf könne jede Stütze auch eingehakt oder anders befestigt werden, ergänzte er.

Lottes Gemeindebrandinspektor Marcus Prinz nahm die Sicherheitsgerätschaften erfreut in Empfang und erklärte: „Der Satz Stützen ist für den Löschzug Wersen vorgesehen. In Alt-Lotte gibt es bereits einen. Das Zelt liegt dann im Lager bereit und wird bei Bedarf mitgenommen oder kann nachgeholt werden.“


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