Weg vom Image einer "Container-Kita" Familienausflug der CJD-Kita Wersen ins Grüne

Warm eingepackt machten die Erzieherinnen, Kinder, Eltern und Großeltern der CJD-Kita einen Familienspaziergang, der mit Sonne und ein paar Schneeflocken garniert war. Réka Determann lenkt den  Turtle-Kinderbus. Foto: Erna BergWarm eingepackt machten die Erzieherinnen, Kinder, Eltern und Großeltern der CJD-Kita einen Familienspaziergang, der mit Sonne und ein paar Schneeflocken garniert war. Réka Determann lenkt den Turtle-Kinderbus. Foto: Erna Berg

Lotte. Zum Familienvormittag hatten die Erzieherinnen der CJD-Kindertagesstätte in Wersen eingeladen. Der Ausflug in die Natur passte genau in ein Zeitfenster zwischen zwei Schneeschauern.

Fast wäre aus dem Frühlingsspaziergang ein Winterspaziergang geworden, denn am Morgen hatten dicke Schneeflocken die erblühende und grünende Natur in eine weiße Landschaft verwandelt.

Eingeladen zum Kennenlernen und waren die „alten“ und die „neuen“ Familien, deren Kinder schon oder ab Sommer den Kindergarten des Trägers „Christliches Jugenddorfwerk Deutschland“ besuchen.

Zurzeit betreuen acht Erzieherinnen drei Gruppen. Nach den Sommerferien kümmern sich zehn Erzieherinnen, eine Auszubildende und eine Praktikantin um 50 Kinder, denn durch Änderung des Gruppentyps können mehr Kinder aufgenommen werden als bisher. „Es werden dann zwei Gruppen für Kinder von zwei bis sechs Jahren und eine Gruppe für die Kleinen von null bis drei Jahren gebildet“, berichtete Einrichtungsleiterin Réka Determann.

Weg vom Container-Image

Mittlerweile hätten sich die Kinder gut eingelebt, Routine konnte in den Alltag einkehren, die Kinder kämen gerne und die Rückmeldungen von Eltern seien positiv. „Unsere Aktionen werden gut angenommen, wie zum Beispiel der Laternenumzug oder Bastelangebote mit Familie“, sagte Determann. Ab Mai wird ein Elterncafe am ersten Montag im Monat ab 15 Uhr angeboten. „Da können sich die Eltern dann zum Austausch im Kindergarten bei Kaffee und Gebäck treffen.“ Außerdem hätten die Eltern schon einen Stammtisch organisiert.

Ein Wunsch der Einrichtungsleiterin ist, dass man von dem negativ behafteten Namen „Container-Kita“ endlich wegkomme und die Bürger „mal das Positive sehen. Dass wir vieles machen, um mit den Familien zusammen zu arbeiten. Hand in Hand.“ Sorgen und Gedanken würden sich die Eltern darüber machen, wo der endgültige Standort des Kindergartens sein wird.


Bevor der Familienspaziergang startete, nutzten die Kleinen noch gerne die Spielgeräte im Kinder-Garten. Foto: Erna Berg



Das wurde auch in Gesprächen mit Eltern auf dem Spaziergang entlang der Düte, des Golfplatzes und am Rande des Attersees deutlich. Neben Sonnenschein, dunklen Wolken, ein paar zarten Schneeflocken und liebevoll versteckten Osterüberraschungen am Wegesrand in Form von Schokolade und Heftchen über die Natur war dies ein wichtiges Thema, das die Eltern beschäftigte.


Greta hat eine Osterüberraschung im Gras entdeckt. Foto: Erna Berg



Der gut einstündige Familienspaziergang der CJD-Kita führte an der Düte, am Golfplatz und am Attersee vorbei. Foto: Erna Berg



Die dreijährige Sara geht seit August in den Kindergarten in Wersen „Hoher Esch“. Ihr Papa Sabahudin Skenderovic ist sehr froh über diesen noch provisorischen Standort, wohnt die Familie doch ganz in der Nähe der Kita. „Warum soll der endgültige Standort nicht hier sein nach so viel Vorbereitungen? Und Platz ist auch genug vorhanden. Ein richtiger Bau ist wichtig, denn im Sommer war es zeitweise sehr warm in diesem Provisorium!“

Eine andere Familie hofft, dass in Büren gebaut wird. Die Eltern haben ihre zweite Tochter extra in diesem Kindergarten angemeldet, weil sie in Büren wohnen und in Osnabrück arbeiten.

Grundstücke sind rar

Margarete Lersch von der Lotter Bauverwaltung äußerte sich dazu: „Die Verfügbarkeit von geeigneten Grundstücken in die Gemeinde Lotte gestaltet sich sehr schwierig. Wir sind aber guten Mutes, dass sich eine von den drei ins Auge gefassten Optionen verwirklichen lässt. Mehr kann ich Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht sagen.“

Zu weiteren Gesprächen hatten die Ausflügler im Anschluss an den Spaziergang noch reichlich Gelegenheit, denn die kleinen entdeckten Osterüberraschungen aus Schokolade und Plätzchen plus heißem Kakao, Kaffee und frisch gebackenen Waffeln, deren Teig die Kinder selbst hergestellt hatten, konnten nun genossen werden.


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