Maximal 5000 Euro für Material Lotter Ausschuss berät Zuschussanträge von Vereinen

Sanierungsbedarf besteht am Westgiebel des Alt-Lotter Schützenhauses. Foto: Archiv/Ursula HoltgreweSanierungsbedarf besteht am Westgiebel des Alt-Lotter Schützenhauses. Foto: Archiv/Ursula Holtgrewe

Lotte. Die Frage nach den Betreuungskosten für Flüchtlinge und ihre Unterbringung bleibt weiterhin unbeantwortet. Der Aussschuss für Schulen, Sport, Soziales und Kultur (ASSSK) nahm das Thema einvernehmlich von der Tagesordnung. Empfehlungen wurden abgegeben für Zuschussanträge von Vereinen.

Hauptamtsleiterin Petra Tepe hatte erklärt, dass die Verwaltung das Thema Flüchtlinge gern vertagen würde, da noch „Abstimmungsbedarf“ bestehe. Die Vorlage enthielt nur die Aufwendungen für die Unterbringung aus dem Jahr 2017 und eine Mietkalkulation auf der Basis der „Hochphase“ der Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015. Aufgrund der angespannten Personalsituation in der Verwaltung habe man bislang von einer Neukalkulation abgesehen, hieß er darin zur Begründung. „Zur nächsten Sitzung werden wir das anders aufbereiten“, kündigte Tepe an. „Ich hoffe, dass das nicht Schule macht, aber ich akzeptiere das“, konnte sich Friedhelm Pösse (FDP) einen süffisanten Kommentar nicht verkneifen. Der Beschluss fiel dann einstimmig.

Zuschuss für Schützenverein

Petra Tepe berichtete, dass die Verwaltung dabei sei, ein Konzept für die Jugendarbeit zu erarbeiten, und kündigte ein Dialogforum für Jugendliche und Kommunalpolitiker an, das am 5. April ab 17 Uhr im Haus Hehwerth stattfinden soll.

Für die einschlägigen Haushaltsberatungen hatte der Schützenverein Lotte einen Zuschuss zur Renovierung seines Schützenhauses beantragt. Die Verwaltung empfahl in ihrer Beschlussvorlage, die 50 Prozent der Materialkosten, höchstens aber 5000 Euro, sowie einen einmaligen Zuschuss von 1000 Euro für Mobiliar zu gewähren.

Kein Geld für Mobiliar

Thomas Giebel (SPD) betonte, dass die Renovierung nicht zuletzt aufgrund eines Wasserschadens ebenso wie die Erweiterung und Renovierung der Schießanlage, für die ein Zuschussantrag seinerzeit abgelehnt wurde, bereits erfolgt sei. Da der Verein die Höhe des Zuschusses zu den auf 60000 Euro geschätzten Gesamtrenovierungskosten nicht beziffert hat, habe der Antrag „wenig Substanz“. Die Verwaltung verwies in ihrer Beschlussvorlage auf die laufenden Bemühungen um eine kostengünstigere Lösung und die VR-Bank als Crowdfunding-Partner für die Sanierung des Schützenhaus-Westgiebels. Der Ausschuss einigte sich schließlich darauf, lediglich den Materialkostenzuschuss, nicht aber die 1000 Euro für Mobiliar in den Haushalt aufzunehmen. Lediglich Friedhelm Pösse enthielt sich der Stimme.

Hohe Verletzungsgefahr

Bei den übrigen Zuschussanträgen folgte der Ausschuss einstimmig ohne Enthaltung den Beschlussvorlagen. Danach bekommt der SC Halen ausnahmsweise nachträglich 50 Prozent der Materialkosten, maximal 5000 Euro, für die Asbestplatten-Entsorgung und Dacherneuerung am Vereinsheim zurückerstattet, weil es sich hier um einen dringlichen, sicherheitsrelevanten Eingriff gehandelt habe. Wegen der hohen Verletzungsgefahr bekommt auch der TuS Lotte 5000 Euro für die Erneuerung eines Teils der Außenanlage, da die Gemeinde Grundstückseigentümerin ist.

Imbissstand keine Gemeindeaufgabe

Für die vom Schützenverein Lotte beantragte Bezuschussung des Karnevalsumzuges verweist die Gemeinde auf das Antragsformular zur Förderung öffentlicher Veranstaltungen nach den neuen Richtlinien für Vereinsförderung. Abgelehnt wurd der Antrag des SV Büren auf finanzielle Beteiligung an einem Imbiss-Anbau ans Vereinshaus, der rund 16000 Euro kosten würde. „Die Einrichtung eines Imbissstandes wird nicht als Aufgabe der Gemeinde Lotte angesehen“, heißt es dazu in der Beschlussvorlage.


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