Gerüstet für die Wahlkämpfe Grüne für schnelleren Sozialwohnungsbau in Lotte

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„Grün ist im Aufwind“: Mit diesem Motto starten Ursula Schmidt-Neubauer (von links), Dieter Hörnschemeyer, Christiane Franke, Michael Kösters-Kraft und Friedel Glüder gut aufgelegt ins neue Geschäftsjahr. Foto: Ursula Holtgrewe„Grün ist im Aufwind“: Mit diesem Motto starten Ursula Schmidt-Neubauer (von links), Dieter Hörnschemeyer, Christiane Franke, Michael Kösters-Kraft und Friedel Glüder gut aufgelegt ins neue Geschäftsjahr. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Mit dem Aufwind der Bundesgrünen begibt sich auch der Lotter Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen in den Europawahlkampf für den 26. Mai. Erfreulich: Drei neue Lotter Parteimitglieder gibt es in diesem Jahr bereits.

Eingangs der mehr als dreistündigen Jahresversammlung erinnerte die Noch-Sprecherin der Grünen, Friedel Glüder, bewegt und bewegend an Stefan Franke, dessen Tod privat und politisch eine Lücke hinterlassen habe. „Wir freuen uns besonders, dass seine Frau Christiane und sein Sohn Mattis zu uns gekommen sind“, betonte sie.

Vorstandswahlen

Der 13-Jährige ist der Grünen Jugend beigetreten. Die Mitglieder wählten später Christiane Franke – sie trat jüngst den Grünen bei – als Sprecherin, Dieter Hörnschemeyer als Sprecher. Schriftführerin wurde Ursula Schmidt-Neubauer. Friedel Glüder wechselte ins Kassenamt. Kassenprüfer sind Christine Harms und Anja Echelmeyer, die erst seit kurzem Grünenmitglied ist.

Drei „junge“ Grünen-Parteimitglieder

Weiteres „junges“ Parteimitglied ist Björn Schonhorst-Otte. Im Gespräch wurde klar, dass fürs „Grünwerden“ gilt: grundsätzliche Sympathie für Parteiinhalte veranlassen dazu grün zu wählen, gefolgt vom Parteieintritt. Somit gehören drei der im Kreis Steinfurt seit Januar registrierten zwölf Beitritte zum Lotter Grünen-Ortsverband. Darüber informierte unter anderem Kreis-Grünensprecher Michael Kösters-Kraft: „Mancher hat schon immer Grün gewählt und will nun aktiv werden.“

Kritischer Fraktionsbericht

Bei seinem umfangreichen Bericht aus der Fraktion verdeutlichte Dieter Hörnschemeyer kritisch die in NOZ-Berichten bekannten Positionen, unter anderem zu den Themen „Sportpark 2030“, Tecklenburger Nordbahn, Sporthallenbau, Erweiterung der Grundschulen. Mit Thomas Schmitt war er sich einig, sämtliche Finanzen im Blick zu behalten: „Wir müssen mit Steuern steuern.“

Sozialen Wohnungsbau mit „Steurn steuern“

Dabei würden die Lotter Grünen eine Beschleunigung des sozialen Wohnungsbaus in der Gemeinde gern forcieren. „Das geht mir erheblich zu langsam. Die Bauanträge bestehen, aber wir sehen nicht, dass sich da etwas bewegt,“ ärgerte sich Hörnschemeyer. Gegebenenfalls müsse ein anderer Unternehmer beauftragt werden. „Die Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft könnte da etwas steuern“, ergänzte Friedel Glüder.

Auch bei der Mitgliederwerbung werden die Grünen in Lotte das Ruder fester in die Hände nehmen. Friedel Glüder sparte nicht mit Selbstkritik, dass sie wegen der zeitaufwendigen Ehrenämter in der Seniorenhilfe „Hand in Hand“ und in ihrer Flüchtlingsarbeit das Kümmern um Neumitglieder nicht so ausgeübt habe, wie geplant.

Mitgliederwerbung bei Jugend und Familien

Das soll sich ändern. „Wir haben als Grüne auch wegen unseres Bundesvorsitzenden Robert Habeck einen guten Lauf. Wir sollten auch in Lotte Menschen finden, die beispielsweise unsere ökologische Arbeit unterstützen“, sagte Hörnschemeyer. Christiane Franke schlug vor, in Jugendzentren zu fragen, was die Jugendlichen bewegt. Zudem soll es Aktionen für Familien geben.

Flatterulme zum EU-Wahlkampfstart

Weil die Grünen am 9. März den EU-Wahlkampf starten, werden sie eine robuste Flatterulme (Baum des Jahres 2019) pflanzen. Auf die Frage Kösters-Krafts ob sich die Lotter Grünen um einen Bürgermeisterkandidaten für die Wahl 2020 Gedanken gemacht haben, antwortete Friedel Glüder: „Ja, das haben wir, aber bislang ohne konkretes Ergebnis.“


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