Tiefbauarbeiten schon gestartet Spatenstich für Edeka-Erweiterung in Lotte geplant


Lotte. Seit Montag tut sich was auf dem Gelände neben Edeka Cord Kutsche an der Bahnhofstraße in Alt-Lotte: Die Bagger sind angerückt, um die Vorarbeiten für den Umbau und die Erweiterung des Marktes vorzunehmen. Was genau zurzeit dort passiert, erklärte Chefin Martina Cord auf Nachfrage.

„Im Moment werden die vorbereitenden Arbeiten für die Baustraße, die Bodenplatte und den Ersatzparkplatz vorne an der Straße durchgeführt“, sagte sie. Ausgeführt werden sie von der Osnabrücker Tiefbaufirma Clausing. Vor dem eigentlichen Marktneubau soll es auch noch ein offizieller erstes Spatenstich stattfinden, für den es aber noch keinen Termin gebe, so Martina Cord weiter.

Zusammen mit ihrem Geschäftspartner Tom Kutsche, den sie bei einem Pressetermin Anfang Dezember als neuen Mitinhaber und Co-Leiter vorgestellt hatte, investiert die Lotter Kauffrau einen höheren einstelligen Millionenbetrag in die Filiale an der Lotter Bahnhofstraße. Wie berichtet, soll hier bis März 2020 auf einer Grundfläche von 4000 Quadratmetern ein 1800 Quadratmeter großer barrierefreier Neubau in nachhaltiger Bauweise mit gläserner Ostfassade, Marktcafé und Fischabteilung entstehen. Im jetzigen Baubestand verfügt der Markt nur über eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern.

Nachdem in den vergangenen Jahren etliche Hindernisse aus dem Weg geräumt wurden, die Anliegerfamilie Huneke das Grundstück für die nötige Erweiterung zur Verfügung gestellt hatte, ein Wohnhaus für künftige Parkplätze gewichen und eine Ausgleichsfläche für den Steinkauz gefunden war, waren die Weichen endlich gestellt für die Umsetzung des lange geplanten Bauprojektes. Wegen der Abhängigkeit vom Wetter und der übervollen Auftragsbücher der Baufirmen war für den Start nur relativ vage der Januar 2019 genannt worden.

Steinkauzröhre umgehängt

Entsprechend überrascht zeigte sich Margarete Lersch vom Lotter Bauamt darüber, dass jetzt schon Anfang des Monats Bauarbeiten an der Bahnhofstraße im Gange sind. Sie freut sich jedoch darüber, dass Wilhelm Huneke eine neue Steinkauzröhre zusätzlich zu der von „Kasimir“ benutzten Brutröhre im Garten von Friedhelm Lange als Ausweichquartier im Gehölz zwischen seinem Grundstück und dem seines Nachbarn Lamping „aufgehängt hat“. Bis zum Oktober, so Lersch, habe man in einem städtebaulichen Vertrag festgelegt, bleibe die derzeit extensiv genutzte Wiese davor erhalten. Im Frühjahr werden den kleinen Eulenvögeln auf der von Edeka Minden-Hannover bezahlten Ausgleichsfläche in Tecklenburg-Ledde Brutröhren angeboten.

Der Verkauf im Edeka-Markt geht übrigens während der gesamten Bauphase weiter. Allerdings, so hatte der Edeka-Projektleiter Bau, Hermann Hübner, bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt, müssten die Kunden mit Einschränkungen rechnen. So würden unter anderem einige Parkplätze wegfallen, für die dann der Ersatzparkplatz unterm Bauschild gedacht ist.

Schon im Dezember dieses Jahres soll der neue Markt eröffnet werden – sofern alles nach Plan läuft. Anschließend möchte die Edeka einen Teil ihrer alten Immobilie an kleinere Geschäfte vermieten. Der restliche Teil des Altbestandes soll in Kundenparkplätze umgewandelt werden.


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