Zurück zu Klasse statt Masse Landcafé am Goldbach in Lotte ändert Sonntagsöffungszeiten

Im gemütlichen Wohnzimmer hinter der urigen großen Diele finden kleinere Gesellschaften Platz. Inhaberin Carola Eckhoff möchte überhaupt wieder zu mehr Gemütlichkeit zurück, statt jeden Sonntag einen wahren Gästeansturm abfertigen zu müssen. Foto: Angelika HitzkeIm gemütlichen Wohnzimmer hinter der urigen großen Diele finden kleinere Gesellschaften Platz. Inhaberin Carola Eckhoff möchte überhaupt wieder zu mehr Gemütlichkeit zurück, statt jeden Sonntag einen wahren Gästeansturm abfertigen zu müssen. Foto: Angelika Hitzke

Lotte. Mit leicht verändertem Konzept und neuen Öffnungszeiten startet das Lotter Landcafé am Goldbach ab dem 8. Januar ins neue Jahr. Inhaberin Carola Eckhoff erläutert, warum.

„Wir hatten sonntags nachmittags nur noch Massenabfertigung und wollten wieder zurück zum gemütlichen Kaffeetrinken“, begründet Carola Eckhoff, warum sie und ihre Konditorin Esther Conradi beschlossen haben, künftig an Sonntagnachmittagen nur noch für geschlossene Gesellschaften ab 20 Personen nach entsprechender Reservierung zu öffnen.

Frühstücksbuffet bleibt

Das Genießerfrühstücksbuffet samstags und sonntags jeweils von 9 bis 13 Uhr mit allen Heißgetränken, regionalen Käse- und Wurstspezialitäten, frisch zubereiteten Eierspeisen, süßen wie herzhaften Brotaufstrichen, zu dem jeder nach Voranmeldung wollkommen ist, wird es auch weiterhin geben. Ebenso die normalen Öffnungszeiten in der Woche von mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags durchgehend von 9 bis 18 Uhr.

Buchbar für geschlossene Gesellschaften

Neu ist, dass nach dem Urlaub des Landcafé-Teams ab dem 8. Januar die Möglichkeit besteht, für Geburtstags- und Familienfeiern und Gesellschaften von 20 bis 60 Personen am Sonntagnachmittag je nach Größe der Gesellschaft die Diele oder das Wohnzimmer in dem gemütlichen ehemaligen Bauernhaus zu mieten. Vom verlängerten Sonntagsfrühstück, dem Brunch oder das Grillbuffet zu Mittag über die Kaffeetafel mit den bewährten selbst gebackenen Kuchen und Torten bis zum Abendbrot reicht da die Angebotspalette. „So können wir flexibel auf die Wünsche der Gäste reagieren. Man kann gut planen und muss nicht mehr so viel wegschmeißen“, erläutert die Chefin, warum dafür die Reservierung und die Mindestpersonenzahl notwendig sind.

Um 16 Uhr alle Torten weg

Sie erzählt, dass sie und ihre vor fast drei Jahren wieder nach Hamburg gezogene ehemalige Mitinhaberin Sonja Ehrig sich anfangs zwar über den Andrang an den Sonntagen gefreut, dann aber doch zunehmend frustriert gefühlt hätten: „Klar ist es schön, wenn der Laden brummt. Aber wenn dann schon um 16 Uhr alle 20 Torten weg sind, die Leute, die zum Teil extra mit dem Fahrrad aus Osnabrück kommen, keinen Platz mehr finden oder ewig lange warten müssen und dann unzufrieden sind, kann es das nicht sein.“ Zum Schluss habe sie acht Aushilfen „zu 95 Prozent sonntags nachmittags“ beschäftigt, die trotzdem mit dem Bedienen nicht hinterhergekommen seien.

Selbstbedienung war keine Lösung

„Vor zwei Jahren habe ich dann im Sommer sonntags draußen einen Stand für Selbstbedienung eingerichtet. Ich hatte mir Entlastung davon versprochen, aber das ist nach hinten losgegangen,“ berichtet Carola Eckhoff, „es sind noch mehr Massen gekommen.“ Da alle Torten von ihr und Esther Conradi selbst gebacken werden, sei ihr wichtig, dass diese auch „bewusst gegessen werden“ und nicht nebenbei im Stehen, weil es keine Sitzplätze mehr gibt. Bis zu 250 Gäste innerhalb von zwei Stunden – das sei für das kleine Landcafé einfach zu viel.

Gemütlichkeit statt Massenabfertigung

Zurück zu Überschaubarkeit, Gemütlichkeit und Nachhaltigkeit lautet daher jetzt die Devise. Und während sich am übrigen Angebot nichts ändert, ist für geschlossene Gesellschaften jetzt erheblich mehr möglich als Kuchen, Suppe und kleine Speisen. Ob Grillen, Salate, Vorspeisenbuffet oder warme Speisen, nach entsprechender Reservierung und Absprache kann sich Carola Eckhoff mit ihrem Team, zu dem unter anderem auch Mutter und Schwester gehören, ganz nach den individuellen Wünschen der Gäste und dem jeweiligen Festanlass richten. „Wir machen viel mit Cord‘s Cartering“, verrät sie und betont: „Wir möchten, dass der Gast wieder im Vordergrund steht!“


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