4000-Euro-Investition Alt-Lotter Schützen trainieren nun wie die Profis

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Lotte. Trainingsbedingungen wie bei den Profis bietet der elektronische Fortschritt jetzt auf dem Schießstand des Schützenvereins Lotte von 1659. Zwei Meyton-Schießanlagen wurden dort installiert, sodass die Treffer von Luftgewehrkugeln auf Tablet, Smartphone und Co. exakt abgelesen werden können.

Beim gut besuchten Adventsfrühstück freute sich Schützenpräsident Horst Kröner, die beiden Anlagen offiziell in Betrieb nehmen zu können. „Wir haben bei der Anschaffung der Anlagen auf ein Messeangebot der Meller Firma Meyton bei den Deutschen Meisterschaften 2017 in Dortmund zugegriffen“, erklärte Kröner, weshalb die Investition von insgesamt 4000 Euro lukrativ sei. Des Weiteren habe es zweckgebundene Spenden des Hauptsponsors Kreissparkasse Steinfurt und des Co-Sponsors VR-Bank Kreis Steinfurt gegeben.

Optimale Trainingsbedingungen

„Nun haben wir wie die anderen Lotter Vereine optimale Trainingsbedingungen für unsere Schießsportler“, freute sich der Vorsitzende über die Neuerungen im Schießstand und idealen Bedingungen vor Ort für die aktiven Schützen. Zur Demonstration fuhr er die Anlage hoch und aktivierte ein Tablet, das sich per W-LAN mit der Messanlage verband. „So eine Anlage ist ein klares Muss. Wer zur Deutschen Meisterschaft fährt, schießt dort nur auf elektronische Trefferaufnahmegeräte. Wenn man zuhause nicht darauf trainieren konnte, kann man nicht an die Leistungen des übrigen Teilnehmerfeldes herankommen, das bereits auf elektronischen Anlagen trainiert“, betonte der Vereinschef. Bislang sei es der Schießsportgruppe möglich gewesen, derartige Anlagen beim Nachbarverein in Osnabrück-Atter zu benutzen.

Ergebnisse rasch vergleichbar

Mittlerweile war das Tablet hochgefahren. Das linke Trefferaufnahmegerät leuchtete hell. Kröner legte das Luftgewehr an und drückte ab. Sofort zeigte der Bildschirm: Der Treffer liegt im Bereich der Acht.

„Man kann die Trainingsergebnisse auch auf seinem Smartphone archivieren und zu Hause Dateien anlegen, anhand derer Trainingserfolge oder -misserfolge sofort abgelesen werden können. Auch Leistungshochs und -tiefs in gewissen Zeiträumen können nachvollzogen werden“, sagte Kröner und unterstrich: „Ich sehe einen großen Vorteil auch darin, dass man den Papierwust nicht mehr hat, den man abheftet, um für Vergleiche nachschauen zu können.“

Fast wie eine Ritterrüstung

Wenn Sportschützen trainieren, tragen sie eine besondere Sportkleidung: Die Schuhe haben eine sehr flache Sohle. Bei einigen Modellen ragt die Sohle über den Schuh hinaus, die Knöchel stecken in einem hohen, das Bein fest umschließenden Schaft. „Dadurch haben die Schützen einen ruhigen Stand“, erläuterte Kröner. Hose und Jacke sind aus festem Material und helfen, unnötige Bewegungen zu vermeiden. „Die Kleidung sitzt manchmal fast so fest wie eine Ritterrüstung, sodass der Schütze kaum die Kugel ins Luftgewehr stecken kann und auf Hilfe angewiesen ist. Der nahezu unerschütterliche Stand verhilft zur Konzentration fürs Präzisionsschießen bei einem Wettkampf“, erklärte der Alt-Lotter Schützenpräsident.

Offizielle Inbetriebnahme

Offiziell in Betrieb nahmen die Alt-Lotter Schützen die Anlage nach dem Frühstück, das Brigitte Gausmann, Barbara Kröner und Martina Sünnewie zubereitet hatten. Den Königspokal der Vereinskönige sicherte sich Helmut Willms. Beim Jahresabschlussschießen war Sportschützin Ilse Lange erfolgreich. Bei den nichtaktiven Schützen freute sich Dorothea Leben über den Erfolg.


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