Vorfreude aufs Lichterfest bereitet „Engel“ bei der Diakonie-Weihnachtsfeier in Büren

Meine Nachrichten

Um das Thema Lotte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lotte. Rappelvoll war der Saal der evangelischen Bürener Friedenskirche am Freitag. Mehr als 150 Patienten, Betreuer und Mitarbeiter genossen bei der Weihnachtsfeier zwei Stunden mit fröhlichen und besinnlichen Momenten.

„Wir fühlen uns in Büren immer wohl. Wir werden gut umsorgt von fleißigen Helfern“, lobte Melanie Iborg, Leiterin der Diakoniestation. Für Pastor Jörg Oberbeckmann war es die fünfte Feier im vierjährigen Rhythmus mit Besucherschar um 15 Uhr an drei langen Kaffeetafeln.

Viele Unterstützer

Seit ein Uhr mittags waren viele Unterstützer an Bord, kochten 35 Liter Kaffee und stellten Kuchen auf die Tische, unter ihnen auch die Diakoniepresbyterinnen Margarete Loose und Helga Henn. Sie und auch Bärbel Bublies erhielten später herzlichen Applaus für besinnliche und fröhliche Adventstexte. Ein großer Chor sang mit Klavierbegleitung von Christiane Harig und auch vierhändig mit Angelika Oberbeckmann bekannte Weihnachtslieder.

Julian: „Ich helfe gern in der Kirche.“

Besonders gut kamen die vier Konfirmanden an, die halfen, Tassen wieder aufzufüllen, auch die von Geburtstagskind Gerda Mertins, die 90 Jahre alt wurde. Jonas, Julian, Fynn-Lucas und Jason leerten so manche Kanne. „Ich habe mich gemeldet, weil ich gern in der Kirche mithelfe“, berichtete Julian. Als er wenig später Besucherdank für seine Arbeit erhielt, wiegelte er ab: „Das ist doch keine Arbeit.

Engel, die helfen

Lottes Bürgermeister Rainer Lammers, der Grußworte auch im Namen seiner Westerkappelner Amtskollegen Annette Große-Heitmeyer dabeihatte: „Manchen Menschen fällt es schwer, sich helfen zu lassen. Sie wollen sich nicht klein, schwach und hilflos wie Kinder fühlen“, fand er eine Erklärung und appellierte: „Wer Hilfe braucht, sollte Hilfe rechtzeitig annehmen.“

Lammers erinnerte an die Weihnachtszeit als Zeit für Familie, Freunde und des Mitgefühls. Die mehr als 2000 Jahre alte Botschaft des Erzengels Gabriel, der die Geburt des Jesuskindes verkündet hatte, bleibe gültig: „Auch heute brauchen wir Engel, die täglich wirken. Wer und was ein Engel für uns ist, muss jeder selbst entscheiden.“ Jedenfalls seien alle Mitarbeiter der Diakoniestation wie „Engel, die helfen“.

Freude an Begegnungen

Melanie Iborgs Mutter Gerda Iborg genoss mit ihrer 93-jährigen Mutter Hilde Restemeyer, mit länger nicht gesehenen Bekannten mal wieder ein Schwätzchen zu halten. Pastor Jürgen Nass, theologischer Leiter des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Tecklenburg, berichtete, dass es vier parallele Diakonie-Feiern gab, in Rheine, Ibbenbüren, Lengerich und Lienen. Nass animierte zum Nachdenken mit seinem „Perspektivwechsel“, ein Text, der auch von unten nach oben gelesen sinn- und inhaltsreich bleibt: Advent, mittlerweile laut und schrill, ist jedes Jahr die Zeit des Wartens – auf einen anderen eigenen Blickwinkel und auf die Ankunft Jesu.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN