Elf Monate Bauzeit Edeka-Markt in Alt-Lotte wird erweitert und erneuert

Meine Nachrichten

Um das Thema Lotte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lotte. Unübersehbar steht seit Mittwoch das Bauschild vorm Alt-Lotter Edeka-Markt an der Bahnhofstraße 6. „Gesamtbauzeit Januar 2019 bis März 2020“, steht drauf. Eröffnung soll im Dezember 2019 sein.

„Endlich“, mag so manch ein Kunde denken – und auch Martina Cord, Chefin im Edeka-Markt. „Edeka Cord Kutsche“ wird auf dem Schild an der gläsernen Ostfassade stehen. Kutsche? Nun, sie wird den neuen Edeka-Markt nicht allein leiten.

Geschäftspartner vorgestellt

„Ich möchte Ihnen meinen Geschäftspartner Tom Kutsche vorstellen. Wir machen gemeinsame Sache“, sagte Martina Cord zufrieden beim Pressetermin. „Wir kennen uns schon lange und haben uns immer gut verstanden. Mit der Edeka Minden-Hannover einen Mietvertrag über fünfzehn Jahre abzuschließen war mir zu lange. Ich meine, wir haben eine gute Lösung gefunden“, betonte sie.

Tom Kutsche leitet in Osnabrück-Stadt und Land sechs Filialen: in Belm, in Voxtrup, in Eversburg, zwei in der Innenstadt und einen an der Lotter Straße. Nummer sieben als Co-Leiter soll – abhängig vom Wetter – ab Januar 2019 entstehen. Cord und Kutsche sind selbstständige Unternehmer und stammen beide aus einzelhandelserfahrenen Familienunternehmen. Sie investieren einen höheren einstelligen Millionenbetrag.

Seit 50 Jahren im Lebensmittelhandel

Für Martina Cord und ihre Familie ist es ein besonderer Schritt in einem besonderen Jahr: „Vor 50 Jahren begannen meine Eltern Traute und Willi mit dem Lebensmitteleinzelhandel, damals in Velpe mit einem Milchwagen.“ Im Jahr 1978 eröffneten sie einen Vege-Markt an der Bahnhofstraße (heute „ iSport-Studio“). 21 Jahre später übernahm Martina Cord den Edeka-Markt in der ehemaligen Preisgut-Filiale als selbstständige Kauffrau. „Die Filiale hat damals der Vater von Tom Kutsche eröffnet“, beschrieb sie die gleichfalls besondere Verbindung zum neuen Partner.

Aufbruchstimmung

Lottes Bürgermeister Rainer Lammers blickte einige Jahre zurück und voraus: „Es war ein schwieriges Unterfangen. Wir haben nach Standorten in Alt-Lotte gesucht und etliche Hürden beiseite geräumt. Nun kommt Aufbruchstimmung auf. Wir wollen uns auch in Alt-Lotte weiterentwickeln. Das kann nur funktionieren, wenn wir einen entsprechenden Nahversorger als Anlaufpunkt vor Ort haben.“ Lammers‘ Fazit: „Es ist ein guter Tag für Lotte.“

„Das hätten wir nicht erreicht, wenn wir nicht an einem Strang gezogen hätten“, stimmte Martina Cord zu. „Dank geht auch an Hanna und Wilhelm Huneke, die uns das Grundstück zur Verfügung gestellt haben. Sie haben immer gesagt, sie möchten etwas für die Gemeinde tun“, ergänzte Simon Zehler vom Edeka-Geschäftsbereich Expansion.

Einzelhandel im Ort, nicht am Rand

Des Weiteren werde durch den Neubau das Konzept deutlich: „Wir arbeiten gegen den Trend, dass der Einzelhandel sich vielerorts aus den Ortszentren zurückzieht. Wir wissen, dass ein Vollsortimenter in die Orte gehört und sind daher froh, dass sich diese Lösung hier aufgetan hat.“ Das war für den CDU-Ratsherrn Christian Thies Anlass zu betonen: „Deshalb möchten wir im Rat begleitet wissen, wohin entwickeln sich die Bahnhofstraße und der Ortsteil Lotte.“ Das müsse alsbald geschehen, denn die bestehenden Pläne seien 35 bis 40 Jahre alt.

Verkauf geht in der Bauphase weiter

Das Bauschild steht nun auf dem Areal direkt an der Bahnhofstraße. Ein Wohnhaus ist für künftige Parkplätze gewichen. Während der Bauphase geht der Verkauf weiter. „Mit Einschränkungen ist zu rechnen. Einige Parkplätze werden wegfallen, aber unter dem Bauschild neue erst einmal provisorisch entstehen“,sagte Hermann Hübner, Edeka-Projektleiter Bau.

1800 Quadratmeter Neubau

Zahlen und Fakten zum „Edeka Cord Kutsche“: Auf rund 4000 Quadratmetern Grundfläche entsteht, nachdem die Edeka Minden-Hannover für die Umsiedlung von Steinkauz „Kasimir“ eine Ausgleichsfläche bezahlt hat, ein 1800 Quadratmeter großer Neubau; rund 1000 Quadratmeter mehr als aktuell zur Verfügung stehen. „Zum Vollsortiment gehören dann auch Fisch und ein gemütliches Marktcafé“, erklärte Tom Kutsche.

Nachhaltiges Bauen

Nachhaltige Bauweise mit Wohlfühlambiente, umfangreichem Service, barrierefreiem Einkaufen und größeren Preisschildern sind den Unternehmern wichtig. Anfallende Abwärme wird auch zum Heizen des Marktes genutzt, LED-Beleuchtung spart Energie und reduziert den CO2-Ausstoß.

In einem Teil der Immobilie möchte die Eigentümerin Edeka kleinere Geschäfte vermieten, im zweiten Bauabschnitt einen Teil des Altbestandes in Kundenparkplätze umwandeln.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN