„Halen hat Potenzial“ Vortrag in der Zukunftswerkstatt Dorfgemeinschaft

Von Ottmar Winter

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Lotte. . „Halen hat Potenzial.“ Das war die erste Kernaussage des Referates von Dr. Reinhard Jansson im Klubhaus des SC Halen. Hierher waren Vereine und interessierte Bürger im Rahmen der Zukunftswerkstatt Dorfgemeinschaft Halen am Mittwoch eingeladen.

Rund 30 Teilnehmer folgten zunächst dem Vortrag und beteiligten sich anschließend an einer lebhaften Diskussion zur Weiterentwicklung des Ortes. „Das Angebot in Halen war schon einmal besser“, stellte Jansson fest, um dann aber eine eindrucksvolle Vision vor den Augen der Zuhörer entstehen zu lassen, in der wertvolle Potenziale für den Ort genutzt werden.

Vier Säulen des Konzeptes

Vier Säulen sah der wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften dabei als maßgeblich für die Entwicklung Halens an. Diese sind nach seinen Worten Natur, Bewegung, Sport und Kommunikation. Unter diesen vier Hauptpunkten präsentierte Jansson ein Konzept, mit dem der Ort „schöner, attraktiver, geselliger und sportlicher“ gemacht werden könne.

Die Natur sah der Referent als wertvollen Schatz des Ortsteils. In Kooperation mit dem Naturschutzbund ließen sich hier Waldlehrpfad oder ein „Trimm-dich-Pfad“ anlegen, um damit die Natur erlebbar zu machen. Bewegung hieß bei Jansson nicht zwingend Sport: Unter dem Aspekt Bewegung sah er primär ein Angebot, um Kinder zu bewegungsorientiertem Handeln zu bewegen. Also weg von der Playstation hin zu spielerischer Bewegung – am besten sogar in der Natur.

Anker für den Ort

Bei der Säule „Sport“ war Jansson wichtig, dass zumindest bis zum 10. Lebensjahr die Sportarten nicht in Konkurrenz treten sollten. Vielmehr sah er ein ganzheitliches Sportangebot, mit dem viele Talente geweckt werden, als wesentlich an. Erst später sollte dann eine Differenzierung erfolgen. Um dieses umzusetzen, bedürfe es einer „Bewegungslandschaft für Kinder“, vielleicht auch mit einem „Kicker-Käfig“ oder einer Boule-Bahn. Und schließlich brauche der Ort ein Kommunikationszentrum als „Anker für die Gemeinde“ – vielleicht sogar mit einem Cafe.

Gerd Sies vom SC Halen dankte dem Referenten und erläuterte, dass sich dieses Strategiepapier für Halen aus der Weiterarbeit am Ikek-Konzept der Gemeinde ergeben habe. Ikek nannte Sies die Initialzündung für diese Visionen. „Alle sagen nur: Wir müssten, wir müssten“, so Sies, „und keiner macht etwas“. Mit dieser Veranstaltung wollten die Initiatoren dazu beitragen, dass sich in Halen etwas bewegt.

Verschiedene Fördertöpfe

Dass sich etwas bewegen kann, deutete in der Diskussion Bürgermeister Rainer Lammers an, indem er klar herausstellte, dass eine Renovierung der Sporthalle in Halen „rausgeschmissenes Geld“ wäre. Er ließ durchblicken, dass eine Konzentration von Aktivitäten am besten rund um die Sportplätze und das Vereinsheim realisierbar wären. Dafür gibt es nach seinen Worten auch einige Fördertöpfe. Damit widersprach er Diskussionsteilnehmern, die eher eine Entwicklung des Ortes in der Nähe der alten Sporthalle und am Dorfplatz sahen. Lammers wies darauf hin, dass man für weitere Planungen die Zustimmung der Bezirksregierung benötige. „Das wird aber kein einfacher und schneller Weg“, gab der Bürgermeister zu bedenken.

Folgetermin im neuen Jahr

Lottes Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer hatte sich Vortrag und Diskussion ebenfalls angehört. Bevor sich die Teilnehmer für einen Folgetermin ins neue Jahr vertagten, gab sie grünes Licht, dass alle weiter an den Visionen arbeiten. Sie sprach davon, dass man durchaus „groß denken“ müsse, wenn man Gutes für Halen erreichen wolle.


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