Erweiterung im Rohbau fertig Stein auf Stein wächst Wersens neue Feuerwache

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Lotte. Vor einem Jahr beriet der Fachausschuss des Lotter Gemeinderates noch über den Vorentwurf. Im Sommer war Baubeginn. Jetzt steht bereits der Rohbau für den Erweiterungsanbau der neuen Feuerwache in Wersen.

„Es tut sich eine ganze Menge, Alles ist im Zeitplan“, betonen Jörg Stork vom Bauamt der Gemeinde, Baubetreuerin Annette Meiknecht und Malte Flatau vom Osnabrücker Büro Flatauarchitekten. Auch Feuerwehrchef Marcus Prinz ist beim Ortstermin auf der Baustelle dabei und zuversichtlich, dass der zurzeit im Provisorium an der Benzstraße untergebrachte Löschzug Wersen im kommenden Sommer wieder in das dann für insgesamt rund zwei Millionen Euro sanierte, umgebaute und erweiterte neue Gebäude an der Bergstraße umziehen kann.

Brandschaden Anlass

Anlass für die Sanierung und Erweiterung war ein Brandschaden im Juni vergangenen Jahres. Da das alte Feuerwehrgerätehaus in Wersen ohnehin nicht mehr den aktuellen Anforderungen genügte und am Standort Alt-Lotte kein Platz für eine Erweiterung ist, beschloss der Rat, Nägel mit Köpfen zu machen.

Lager und Waschmaschine für gesamte Wehr

Zum Erweiterungsprogramm gehören deshalb nicht nur die längst überfällige Trennung von Alarmausfahrt und Eingang, Schwarz- und Weißbereich, nach Geschlechtern getrennte Sanitärräume und mehr Büro- und Schulungsräume, sondern auch ein großes Zentrallager für die gesamte Lotter Feuerwehr sowie einen Raum mit Industriewaschmaschine und -trockner zum Reinigen der Einsatzkleidung sowohl für den Löschzug Wersen, als auch für den Löschzug Alt-Lotte.

Einbruchhemmnisse

In der Fahrzeughalle werden die Tore und das Dach so erneuert, dass die Durchfahrtshöhen für die fünf Feuerwehrfahrzeuge von vier auf 4,51 Meter vergrößert werden. Der Erweiterungsbau wird teils in Stahlbeton-, teils in Massivbauweise errichtet, alle Fenstern und Türen erneuert und mit einbruchhemmendem Glas und Bolzenverriegelungen gesichert.

Filigrandecken eingebaut

Seit Ende vorvergangener Woche sind die tragenden Wände des Anbaus so weit hochgezogen, dass die Filigrandecken eingebaut werden konnten, berichtet Annette Meiknecht und erklärt, was darunter zu verstehen ist: Das seien fünf Zentimeter dicke, bewehrte Stahlbetonplatten als untere Schalung, auf die dann der Ortbeton, also der später auf der Baustelle angemischte frische Beton, gegossen werde. Auch die nicht tragenden Innenwände, etwa für den Bereich der künftigen neuen Herrenumkleide und -durschen, sind bereits angelegt. Sie werden aber erst später komplett bis zum Dach hochgezogen. „Wir haben einen sehr guten Rohbauer, der voll im Zeitplan liegt“, unterstrich Malte Flatau.

Stahlbau nächstes Gewerk

Die nächsten Schritte sind nach seinen Worten die Vorarbeiten für das Gewerk Stahlbau. Dazu gehört die vollständige Demontage des Dachs am alten Gebäudebestand einschließlich des Satteldachs über der Fahrzeughalle, dessen Asbestplatten von einer Spezialfirma entsorgt werden müssen. Anschließend werden die Stahlbaugerüste für das neue Flachdach einschließlich neuem Lager und neuer Multifunktionshalle mit Werkstatt aufgestellt, auf die schließlich die neuen Trapezdachflächen montiert werden. Zum Schluss werden die Iso-Wandpaneele an den Außenwänden installiert, bevor dann der Innenausbau starten kann.

Rohbauphase Anfang des Jahres abgeschlossen

Die gesamte Rohbauphase, so kündigt der Architekt an, werde „im neuen Jahr“ abgeschlossen sein. Seine Kollegin Annette Meiknecht ergänzt auf Nachfrage, dass Januar/Februar angestrebt sei.

Warum man sich zeitlich nicht genauer festlegen kann, erklärt Flatau mit der angespannten Situation auf dem Bausektor: „Die Firmen, die Gewerke, die Fachplaner, die Gemeinden – alle sind völlig ausgelastet.“ Da brauche nur ein Mitarbeiter krank werden, schon verschiebe sich die Terminplanung.


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