Die Geschäfte laufen wieder Berliner Platz kommt trotz kleiner Mängel gut an

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Lotte. Gut ein Jahr ist sie her, die feierliche Eröffnung des neu gestalteten Berliner Platzes in Büren. Was sagen die Geschäftsleute vor Ort und ihre Kunden: Ist die neue gute Stube ein Gewinn für sie und den Ortsteil?

„So langsam wird es wieder“, sagt Martin Haverkamp vom Blumenladen, der während der Bauphase wie die anderen Geschäftsleute am Berliner Platz wegen der schlechteren Erreichbarkeit zum Teil erhebliche Umsatzeinbußen verkraften musste. Kunden lobten zwar die Optik des neu gestalteten Platzes und das schöne,helle Pflaster: „Es sind aber weniger Parkplätze als vorher“, bemängelt er.

Kritischer äußert sich Friseurin Gaby Moritz, die täglich in „Patricias Haaratelier“, vormals Salon Sandkühler, die Reaktionen der Kunden mitbekommt: „Alle sind am Schimpfen, weil der Platz oft zugeparkt ist“, berichtet sie. Mindestens fünfmal pro Woche rammten Autofahrer die beiden Pfeiler vor dem Salon und beschädigten sich dabei ihre Fahrzeuge: „Das Geld hätte man sich sparen können“, urteilt sie recht harsch über die Neugestaltung.

Noch schlimmer sei, dass anfangs viele, vor allem ältere Leute, über die Schwellen gestolpert seien, mit denen die Parkplätze nach vorne begrenzt werden: „Die sind zum Teil schwer gestürzt und haben sich die Stirn aufgeschlagen.“ Es habe „unheimlich lange“ gedauert, bis die Parkplatzbegrenzungen endlich mit rot-weißer Farbe so markiert wurden, dass sie sofort ins Auge fallen.

Ihre sehr negative Sicht ist allerdings die Ausnahme. „Der Platz ist schön geworden und kommt auch gut an“, erzählt Sandra Büchner, Mitinhaberin von „Schreiben und Schenken“. Sicherlich gebe es auch „noch ein paar Sachen“ zu bemängeln. Die Ecke mit den Fahrradständern zwischen ihrem Geschäft und der Stufen- und Rampenanlage zum Beispiel werde kaum genutzt und sei eine „Laubsammelecke“. Überhaupt werden das Laub nicht entfernt und die Mülleimer seien immer voll: „Die müssten zweimal in der Woche geleert werden“, meint sie.

Sandra Büchner bestätigt auch, dass die signalfarbige Markierung der Parkplatzbegrenzungen ein Dreivierteljahr gedauert habe. Sie sei erst erfolgt, als der Schulhof der benachbarten Regenbogenschule umgestaltet war und ein neuer Mitarbeiter der Gemeinde sich vor Ort die Stolperfallen angesehen habe: „Da ging das dann plötzlich innerhalb eines Tages.“

Die Pfeiler, die an zwei Stellen des Berliner Platzes die Fußgängerfurt zwischen den Einstellplätzen markieren, würden in der Tag „regelmäßig“ unabsichtlich angefahren, berichtet auch sie, äußert sich aber ansonsten ganz zufrieden mit der Parksituation: „Wir haben unsere Parkplätze und die Parkscheibenregelung. Das wird auch kontrolliert, und das ist auch gut so“,findet sie.

Anke Marx von der benachbarten Westfalen-Apotheke ist heilfroh, dass sie die Umsatzeinbußen durch die Bauphase jetzt allmählich verkraftet hat. Das Geschäft habe sich inzwischen wieder belebt und erholt. Aber: „Wenn die Bauphase noch länger gedauert hätte, wäre das nicht mehr zu kompensieren gewesen“, sagt sie.Sie freut sich über das Ergebnis des Umbaus: „Der Platz ist wirklich schön geworden. Im Sommer die aufgehängten Blütenkörbe, das war richtig liebevoll gemacht. Vielleicht kriegen wir ja auch mal einen wirklich schönen Weihnachtsbaum“, winkt sie im Hinblick auf die nicht mehr allzuferne Adventszeit schon mit dem Zaunpfahl.

Was die Fahrradständer betrifft, widerspricht sie Sandra Büchner: „Jetzt ist Herbst. Im Sommer sind die gut genutzt worden. Auch meine Mitarbeiterinnen haben da ihre Räder abgestellt“, so Anke Marx.


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