Gemeinde auch 2019 dabei Gruselparty beschließt in Lotte den Kulturrucksack

Von Daniela Lepper

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Lotte. Draußen liegen schaurige Grabsteine in den Beeten. Sobald die Tür geöffnet wird, hängen dem Besucher Spinnenweben ins Gesicht. Alles ist in düsteres, schummriges Licht getaucht, Totenkopfgirlanden wechseln sich mit Kürbisgirlanden ab. Am Freitagabend sah einmal alles etwas anders aus im Jugendtreff Bansen in Lotte.

Auch seine Besucher, die den Treff mit Leben erfüllten: Anstatt Jungen und Mädchen wuselten hier Zombies, Hexen, Werwölfe, Gespenster, Skelette und Vampire durch die Räume. Denn schließlich hatte der Jugendtreff zum Abschluss des Kulturrucksack-Programms zur Gruselparty eingeladen. Da durfte selbstverständlich auch das passende Buffet mit abgetrennten Fingern (Würstchen im Schlafrock), Glibberschleim (Wackelpudding) und Erdhaufen (Pudding mit gehackten Oreo-Keksen) nicht fehlen.

Lotte sorgt für Ersatz

„Da die zentrale Abschlussveranstaltung für alle teilnehmenden Gemeinden in diesem Jahr ausgefallen ist, haben wir gesagt, wir machen hier unsere eigene“, erklärte Jugendpflegerin Bianca Feist. Und die kam bei den knapp 60 Kindern zwischen 10 und 14 Jahren super an. Denn neben den leckeren gruseligen Köstlichkeiten, der gruseligen Dekoration und der Partymusik auf der Tanzfläche gab es auch wieder einige Aktionen.

So konnten sich die Jugendlichen in der Fotobox in Gruppen in ihren Kostümen fotografieren lassen. Zudem lag ein Fragebogen über die Wünsche zur Jugendarbeit aus, den die Teilnehmer fleißig ausfüllten. Besonders beliebt war die Aktion, bei der Stofftaschen mit dem Kulturrucksack-Logo individuell bemalt werden konnten.

Auch eine finanzielle Chance

„Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf der fünf Kulturrucksack-Veranstaltungen, die wir in diesem Jahr anbieten konnten“, resümierte Jugendpflegerin Ulla Tschauder. „Generell bietet sich uns damit die Chance, Sachen zu machen, die sonst unseren finanziellen Rahmen sprengen würden.“

Schließlich waren die Aktionen oft dadurch geprägt, dass mehr Material und vor allem mehr Aufsichtspersonen benötigt wurden, weil zum Beispiel bei der Glückswächter-Aktion oder auch beim Upcycling mit Bohrmaschinen und Akkuschraubern gewerkelt wurde. Auch als Stromkästen mit Graffiti besprüht wurden, war eine intensivere Betreuung der Jugendlichen vonnöten.

Alles war immer ausgebucht

„Alle Veranstaltungen waren immer ausgebucht“, freut sich Tschauder und verrät gleichzeitig, dass die Gemeinde Lotte auch im Jahr 2019 wieder beim Kulturrucksack mitmachen wird. „Die Zusage ist da.“


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