Sit In ist jetzt volljährig Kickern und feiern auf dem Rathausplatz Wersen

Von Viktoria Savtchouk Torres

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Clown Tonto, alias Thomas Wolf (Mitte), spendete für die Jugendarbeit im Sit In. Das freut auch den Kassenwart des Gemeindejugendrings, Klaus-Peter Jonas (links), sowie Jugendtreffleiter Robert Budde. Foto: Viktoria Savtchouk TorresClown Tonto, alias Thomas Wolf (Mitte), spendete für die Jugendarbeit im Sit In. Das freut auch den Kassenwart des Gemeindejugendrings, Klaus-Peter Jonas (links), sowie Jugendtreffleiter Robert Budde. Foto: Viktoria Savtchouk Torres

vis Lotte. Der Wersener Jugendtreff Sit In hat am Samstag auf dem Rathausplatz in Wersen sein 18-jähriges Bestehen gefeiert.

„Für ein Jugendtreff ist das ein ideales Datum“, sagte Robert Budde, der Jugendtreffleiter, denn so wie seine Tochter erreichte das Sit In dieses Jahr die Volljährigkeit. Die Organisatoren sorgten für alles, was zu einer richtigen Feier dazugehört: Grillwürstchen, XXL-Kicker, eine Hüpfburg und andere Angebote für Kinder.

Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit

Budde ist als Jugendpfleger bei der Gemeinde Lotte angestellt und agiert als Ansprechpartner im Treff, auch in Konfliktsituationen, und sorgt dafür, dass die Regeln eingehalten werden – er sei Schiedsrichter und Kumpel zugleich. Wie er selbst sagt, ist „Jugendarbeit Beziehungsarbeit. Guten Draht zu den Kids muss man haben.“

Treffbesucher heute jünger

Das Publikum wandelte sich innerhalb der letzten Jahre. Wenn die angesprochene Zielgruppe früher bei zwölf Jahren anfing und bis Mitte 20 reichte, sind es heute meist Zehn- bis Sechszehnjährige und nur vereinzelt Volljährige, die den Treff aufsuchen. Nicht nur das Alter, sondern auch das Auftreten der Jugendlichen veränderte sich. Sie sind selbstbewusster geworden, schätzt Budde ein. Auch füllen den Treff heutzutage mehr Einzelpersonen statt Cliquen wie früher.

Programm-Highlights

Billard ist das Angebot, wofür sich die Jugendlichen Sarah und Maurice am Meisten interessieren. „Die Mitarbeiter sind sehr nett“, findet Sarah. Manchmal nehmen sie an Ausflügen teil, zum Beispiel in die Eishalle im Winter. Die zehnjährigen Chiara und Hayley nutzen das Ferienangebot, wenn die Schulbetreuung wegfällt, und besuchten bereits den Heidepark Soltau, das Aaseebad in Ibbenbüren und den Kletterwald. „Am besten gefällt mir Schwimmen“, sagte Chiara. Ihre Freundin Hayley begeisterte der Ausflug in die Textildruckerei, wo sie T-Shirts nach ihrem Geschmack bedrucken ließen.

Motivierte Mitarbeiter

Ungefähr zehn ehrenamtliche Mitarbeiter unterstützen den Jugendtreff. Der Studentin Aileen Gewohn, die seit vier Jahren im Treff mit anpackt, macht es Spaß, das Lächeln der Kinder zu sehen. Lisa-Marie Rehbock bindet eine ähnliche Motivation an das Ehrenamt. Sie freut sich, wenn Unlust in Begeisterung umschlägt. „Ich fühle mich stolz, wenn ich die Kinder zum Basteln gebracht habe. Man ist glücklich“, sagte die Schülerin.

Unterstützung für die Jugendarbeit

Clown Tonto spendete auf der Feier seine letzten Varieté-Einnahmen aus den Ratsstuben in Wersen dem Jugendtreff. Insgesamt gibt es in der Gemeinde Lotte drei Jugendtreffs, berichtet Helga Strübbe, die stellvertretende Bürgermeisterin in Lotte, und zwar neben dem Sit In den Bansen in Alt-Lotte und das Westside-Büren. Strübbe lobte außerdem das altersentsprechende Angebot im Bansen, wo es bereits interessante Aktivitäten für Kinder ab sechs Jahren gibt.


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