Innen wirkt nichts provisorisch CJD-Kita in Wersen stellt sich Gemeindevertretern vor

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Lotte. Positiv überrascht und von der fröhlichen, so gar nicht provisorisch wirkenden Atmosphäre der Innenräume sehr angetan zeigten sich jetzt die Lotter Gemeindevertreter und Klaus-Peter Brell, Pädagogischer Leiter des Trägervereins Christliches Jugenddorfwerk, beim Rundgang durch CJD-Kita am Hohen Esch in Wersen.

Einrichtungsleiterin Reka Determann und Klaus-Peter Brell hießen Bürgermeister Rainer Lammers, Hauptamtsleiterin Petra Tepe, Vize-Bürgermeisterin Helga Strübbe, FDP-Fraktionschef Friedhelm Pösse und Lottes Gleichstellungsbeauftragte Karin Lenze zu dem Rundgang willkommen, mit dem der bereits am 20. August in Betrieb genommene Drei-Gruppen-Kindergarten jetzt auch offiziell eröffnet wurde.

„Eine richtige Eröffnungsfeier machen wir erst, wenn der dauerhafte Kindergarten fertig ist“, hatte Brell im Vorfeld diese eher formlose Inbetriebnahme begründet. Für die endgültige CJD-Kita, soviel verrieten Bürgermeister und Träger immerhin, habe man schon einen Standort im Auge, der aber noch nicht spruchreif ist. „Die Verhandlungen laufen noch“,so der Bürgermeister.

32 Kinder in drei Gruppen

32 Kinder besuchen die provisorische Einrichtung derzeit, berichtete Reka Determann. Die meisten davon sind in der Grünen und der Roten Gruppe für Unter-Dreijährige. In der Blauen Gruppe tummeln sich die Drei- bis Sechsjährigen. Der mit dicken Matten ausgelegte Bewegungsraum, so erfuhren die Besucher beim Blick in die gerade genutzte „Turnhalle“, ist für alle drei Gruppen gedacht, ebenso die Außenanlagen mit Rutsche, Sandkasten und Schaukeln. Der Rollrasen darunter ist inzwischen angewachsen; nächste Woche dürfen die Kinder laut Determann nach draußen. Dann werden am Schaukelgerüst noch eine Netzschaukel und zwei Einzelschaukeln montiert. Das Spielplatzmobiliar, so informierte Brell, sei übrigens komplett recycelbar.

Schnullerbar und Kuschelzonen

Zu jedem Gruppenraum gehört ein ruhigerer Nebenraum und auch in den Gruppenräumen selbst gibt es unterschiedliche Zonen für unterschiedliche Aktivitäten – vom Spielen und Basteln bis zum Kuscheln auf dem Sofa. „Niedlich“ fanden die Gemeindevertreter die vielen liebevollen Details wie die Schnullerbar an der Wand des Schlafraums, das von Friedhelm Pösse gleich ausprobierte, laut piepsende Kinder-Blutdruckmessgerät oder die extra tiefen Toiletten und die zum Teil variabel als Tisch oder Sitz nutzbaren Mini-Möbel.

Elektro-Heizung einziger Haken

Stoffhimmel, Verkehrsteppiche, Aufblaspferdchen, bunt bemalte Fensterscheiben, als Delfinbecken oder Seerosenteich gestaltete Gruppenporträts mit den Namen aller Kinder und Erzieher – all das lockte den Gemeindevertretern so manches Lächeln auf die Lippen. „Man sieht gar nicht, dass es sich um ein Provisorium handelt,“ stellte nicht nur Helga Strübbe fest. Auch Reka Determann und ihre Mitarbeiter bestätigten, dass Komfort und Innenausstattung der Räume vergessen ließen, dass es sich um Container handelt. „Nur die Heizung ist elektrisch, das ist der einzige Haken“, sagte die Einrichtungsleiterin.

Kindgerechtes Mittagessen

Sie berichtete auf Nachfrage, dass auch die Eltern sehr zufrieden seien und dass es noch weitere Nachfragen geben. Bis zu 40, maximal 43 Kinder, je nach Alter, könne die Einrichtung nach Absprache mit dem Jugendamt insgesamt aufnehmen, sagte Brell.

Inspiziert wurden bei dem Rundgang natürlich neben dem Büro der Kita-Leiterin und dem Mitarbeiterraum auch der Wickelraum und die Küche mit der Mensa. Hier war bereits der Tisch für das Mittagessen der ganz Kleinen gedeckt, das zudem gerade angeliefert wurde. Das Essen werde frisch gekocht geliefert und sei kindgerecht, erzählte Determann: „Gestern hatten wir lustig geformte Fischfilets und Kartoffelpüree, heute Nudeln mit Tomatensoße.“ Die Kleinsten essen schon um elf Uhr, weil sie anschließend Mittagsschlaf halten. Dafür hat jedes Übermittagskind sein Bettchen mit seinem Namen darüber, ein Extra-Schrankfach und einen Platz, an dem es nach dem Nickerchen seinen Schnuller aufbewahren kann. Manche Kinder werden schon vor dem Mittagessen wieder abgeholt, andere kommen erst nachmittags. „Wir haben von 7 Uhr bis 17 Uhr geöffnet“, so Determann.


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