Berauscht von Nektar und Pollen Bürener Insektenwiese überlebt Hitzesommer

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Lotte. Nach dem trockenen Hitzesommer sieht die Insektenwiese der Bürener Grundschüler am Spielplatz „Im Lau“ erfreulich grün aus. Zahlreiche reife Samenkörner an vertrockneten Stängeln versprechen eine üppige nächste Generation.

Die aufragenden Sonnenblumen tragen – noch versteckt – Kerne unter den kurzen Röhrenblüten in ihren geneigten Köpfen – Hinweise auf den nunmehr vergangenen sommerlichen Blütensegen.

Der entstand bei einer Aktion der Gruppe „Bürens Mitte“ mit fleißigen Grundschülern, unterstützt von ihren Lehrern. Die Bürgerstiftung Lotte sponserte die Wildblumenmischung für die Aktion, „Blühendes Lotte“. Die Saat vermischten die Kinder mit Sand und verteilten alles auf der vom Servicebetrieb vorbereitete Fläche.

Blühender Erfolg Bürener Grundschüler

Schüler, die anfangs der Sommerferien nachgeschaut haben, was sich auf „ihrer“ Insektenwiese tut, haben sich freuen können. Das Hotel für die Insekten war gut gebucht. Die Wildblumen standen in voller Blüte und lockten Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Marienkäfer und Co an.

Genauere Blicke lohnten sich allemal, um die zahlreichen Besucher zu entdecken, die summend und brummend oder ganz lautlos von Blüte zu Blüte flogen und sich an dem reichhaltigen Nahrungsangebot zu berauschen schienen.

Vielfalt robuster Wildblumen

Schlank und aufrecht wuchs der Sauerampfer mit vielen kleinen hellen Blüten und ebenso vielen späteren Samenkörnern. Eher bescheiden duckte sich der Rote Lein und lockte zwei Etagen tiefer Insekten an. Auf dem höher wüchsigen Gemeinen Lein, auch Flachs genannt, ließen sich Schmetterlinge nieder.

Die strahlend blaue Kornblume und das gelbe Habichtskraut lockten auch Steinhummel, Ackerhummel und Erdhummeln an.  Die blaue Büschelblume war gleichfalls begehrt. Die Insekten fuhren ihre Rüssel aus und sogen Nektar auf. Nach und nach schob auch der Blutklee seine roten Blüten in den bestehenden Flor.

Die zahlreichen Insekten ergänzten auch den Speiseplan der Singvögel. Gleichwohl gab es genug Bestäuber, wie die herbstlichen Samenstände zeigten.

Natürlicher Kreislauf schließt sich

Wenn Regen und Stürme über die Reste der Insektenwiese ziehen, fallen die Samenkörner der robusten Pflanzen auf die Erde. Sie haben gute Chancen zu überwintern, im Frühjahr zu sprießen und als neuer Blütenflor dafür zu sorgen, dass es dort wieder summt und brummt.

Nahrung für Vögel im Winter

Doch auch in der insektenarmen Zeit gibt es in und bei der Blumenwiese Nahrung; beispielsweise für die Vögel, die hier überwintern. Zum einen herabgefallene Blumensamen und Sonnenblumenkerne und die vielen kleinen Nüsschen, die in den Rosenfrüchten, den Hagebutten, an der Wiese zu finden sind.


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