Lotter Ausschuss für Variante 2 Außenbereichsplanung für Feuerwache beschlossen

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Die Vorarbeiten für Umbau, Erweiterung und Sanierung der Feuerwache Wersen haben begonnen. Foto: Angelika HitzkeDie Vorarbeiten für Umbau, Erweiterung und Sanierung der Feuerwache Wersen haben begonnen. Foto: Angelika Hitzke

Lotte. Die Vorarbeiten für die Sanierung der Feuerwache in Wersen schreiten sichtbar voran. Am Dienstag hat der Bau- und Planungsausschuss grünes Licht für die Ausschreibung der Außenanlagen mit Umfahrt und 48 Pkw-Stellplätzen gegeben.

Begonnen hatte die öffentliche Sitzung mit einer Gedenkminute für das auf tragische Weise tödlich verunglückte Ausschussmitglied Stefan Franke, der für die Grünen im Gemeinderat saß.

Industriewaschmaschine zurückgestellt

Einvernehmlich und in Absprache mit Feuerwehrchef Marcus Prinz von der Tagesordnung abgesetzt wurde die Beratung über die Anschaffung einer Industriewaschmaschine mit Trockner für die Feuerwehr, da in der Vorlage nach den Worten des Ausschussvorsitzenden Georg Holtgrewe noch einige Details fehlen, die nachgereicht werden. Das Thema wird in einer der nächsten Sitzungen behandelt.

Rahmenbedingungen für Planung

Frank Diederich, vor allem aber Carolin Baune vom Westerkappelner Ingenieurbüro D.S.L., stellten drei Varianten für die Ausführungsplanung des Außenbereichs der Feuerwache mit neuer Zufahrt und Pkw-Stellplätzen sowie der Entwässerung vor. Dabei skizzierte Baune zunächst die Ziele und die Rahmenbedingungen der Planung: Sicherheit, technische Funktionalität, Voraussetzungen für schnelle Einsätze, Arbeitssicherheit, Topografie – ein Geländesprung macht Bodenauffüllung erforderlich –, Ideen und Wünsche der Feuerwehr seien ebenso eingeflossen wie Vorgaben und Richtlinien. So müssen Änderungen der verkehrstechnischen Anbindung (Verlegung und Verbreiterung der Ausfahrt), die wegen der Nordbahn-Gleise im Süden nur im Norden über die Kreisstraße Bergstraße sinnvoll sei, mir dem Kreis abgestimmt werden. Ein 40 Meter breiter Streifen zur Autobahn A 1 hin muss versiegelungsfrei bleiben: Die Grundstückgrenze ist 17 Meter von der Autobahn entfernt, die Gebäudeaußenkante 40 Meter.

Bauerschaftsweg wird mit genutzt

Um die nötige Breite für die gewünschte Umfahrung des Gebäudes zu bekommen, wird der südwestlich angrenzende Wirtschaftsweg wie mit der Bauerschaft abgestimmt zum Teil mit genutzt und im vorderen Bereich mit befestigt. Im hinteren Bereich und nach Süden zu den Gleisen hin ist eine Hecke zu pflanzen. „Wir mussten die Vorplanung verändern und den Voraussetzungen anpassen“, erläuterte Baune.

Direkte Ausfahrt sinnvoll

Da die Ausfahrt der in allen drei Varianten eingeplanten Umfahrung derzeit vor einem – ohnehin erneuerungsbedürftigen –Pflanzbeet endet und die Feuerwehrfahrzeuge beim Ausrücken deshalb einen so großen Borgen auf die Bergstraße machen müssen, dass sie die Gegenfahrbahn benötigen, schlägt das Büro vor, mit dem Kreis die Anlage einer direkten Ausfahrt abzustimmen.

Die für den Autobahnbereich zuständige niedersächsische Landesbehörde habe signalisiert, dass für die befestigte Umfahrung eine Sondergenehmigung möglich sei, nicht aber für gepflasterte Parkplätze.

Rasengittersteine für Gros der Stellplätze

Deshalb und um die Versiegelung so gering wie möglich zu halten ist für das Gros der Stellplätze eine Befestigung mit Rasengittersteinen vorgesehen. Variante 1 enthielte nur die Mindestanzahl von 33 Stellplätzen, wobei die mittleren, gepflasterten zugleich als Übungsfläche (320 Quadratmeter) dienten. Die in der Beschlussvorlage favorisierte Variante 2 beinhaltete 40 Parkplätze mit einer maximal möglichen Übungsfläche von 560 Quadratmetern und die von der Feuerwehr selbst bevorzugte Variante 3 48 Parkplätze, davon acht im Norden neben der Ausfahrt als Besucherparkplätze. Hinzukäme eine zusätzliche Übungs- und Lagerfläche mit Übungsteich im Süden.

Entwässerung zur Bergstraße

Bei allen drei Varianten, so erklärte die Planerin auf Nachfrage, sei trotz des Geländegefälles eine Entwässerung nach Norden zur Bergstraße ohne Pumpwerk möglich und auf jeden Fall kostengünstiger und unkomplizierter als unter den Gleisen hindurch. Auch sehen alle drei Varianten drei Stufen zur Gebäuderückseite hin vor. Die Gesamtkosten für die Außenanlagen bewegen sich laut Schätzung zwischen 175000 Euro für Variante 1 und 262000 Euro für Variante 3.

Mit acht Besucherparkplätzen

Als „überzeugend“ und „schlüssig“ lobten SPD-Fraktionschef Thomas Giebel und Lothar Albers (FDP) Planung und Präsentation, die gut nachvollziehbar sei. Beide sprachen sich für Variante 2 aus. Hartmut Meyer (CDU) sagte, dass die Feuerwehr gerne Variante 3 hätte, bezeichnete das aber als „Zukunftsmusik“, und sprach sich ebenfalls für Variante 2 aus. „Aber was gefällt an Variante 3 sind die Besucherparkplätze“, so Meyer. Dem konnten sich auch SPD und FDP anschließen, sodass mit neun gegen zwei Stimmen die um die Besucherparkplätze ergänzte Variante 2 beschlossen wurde. „Wir werden aus den bekannten Gründen dagegen stimmen“, hatte zuvor Thomas Schmitt für die Grünen erklärt.

Einstimmung für Planung Rathaus-WCs

Ohne Diskussion einstimmig beschlossen wurde die von Indre Avermann (Büro Kornhage & Schubert) erläuterte Ausführungsplanung für die Erneuerung der Rathaus-Sanitäranlagen.


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