Gemeinde rüstet sich für die Zukunft Lottes erste E-Ladesäule für Pkw steht in Wersen

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Die erste Lotter Stromzapfsäule nimmt Wolfgang Rawe (von links) gut gelaunt in Betrieb. Rainer Lammers und Marc-Philipp Nikolay freuen sich mit. Foto: Ursula HoltgreweDie erste Lotter Stromzapfsäule nimmt Wolfgang Rawe (von links) gut gelaunt in Betrieb. Rainer Lammers und Marc-Philipp Nikolay freuen sich mit. Foto: Ursula Holtgrewe

Lotte. Das Wissen um endliche fossile Energien, steigendes Umweltbewusstsein und unter anderem auch die Zuschüsse bei der Anschaffung sind Gründe für höhere Zulassungszahlen von Elektroautos. Tankstellen benötigen diese Fahrzeuge nicht. Aber Stromzapfsäulen. Die erste in Lotte steht seit einigen Tagen auf dem Rathausplatz.

Zu den ersten Kunden zählt Wolfgang Rawe. Er fährt seinen Renault Zoe seit zwei Jahren. Nun steht er mit Bürgermeister Rainer Lammers und Lottes Klimaschutzmanager Marc-Philipp Nikolay an der neuen grünen Säule mit zwei Anschlüssen. (Weiterlesen: Schub für Lotter Elektromobilität)

„Die erste Säule sponsern die Stadtwerke Tecklenburger Land komplett. Das gilt für alle sieben angeschlossenen Kommunen“, betont Lammers. Nikolay ergänzt: „Erstellungskosten für weitere Ladesäulen hier wird die Gemeinde Lotte tragen. Die Stadtwerke Tecklenburger Land übernehmen die Abrechnung für gezapften Strom.“

Die Ladesäule auf dem Wersener Rathausplatz gehört zur Ladesäulen-Infrastruktur im Kreis Steinfurt. Für den Auf- und Ausbau arbeiten einige Institutionen zusammen. Dazu gehören die Stadtwerke Tecklenburger Land, Greven, Steinfurt, Emsdetten, Rheine, der Kreis Steinfurt, der Verein Energieland2050 und der Verbund „ladenetz.de“. Gemeinsam wollen sie alsbald ein möglichst engmaschiges Ladenetz im Kreis Steinfurt anbieten.

Weiterlesen: Stadtwerke wollen Ausbau vorantreiben – E-Ladenetz in Westerkappeln und Umgebung noch dünn

Überzeugter E-Autofahrer

Begeistert berichtet Makler Rawe, dass er mit dem Akku – es gibt für den Wagen auch leistungsfähigere – bis zu 150 Kilometer fahren kann. „Je nach Witterung. Im Winter weniger. Aber für meine Fahrten in der Region reicht das völlig aus“, sagt Rawe. „In der Stadt brauche ich so gut wie nichts, denn der Wagen fährt mit Energierückgewinnung, die beispielsweise Bremsenergie in den Akku zurücklädt“, erklärt er die aufwendige Technik. (Weiterlesen: Eine echte Alternative – Positives Fazit nach Testwoche mit E-Autos in Melle)

Wer sein E-Auto mit Strom auftanken möchte, benötigt eine Ladekarte. Die Stadtwerke Tecklenburger Land bieten solche Karten für ihre Kunden im Flatrate-Tarif für monatlich derzeit 5 Euro an. Nutzer können ihr Elektroauto so oft an die bundesweit 2000 Stromzapfsäulen anschließen, wie sie möchten. Hinzu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 49 Euro.

Lotte rüstet sich für die Zukunft

Rainer Lammers ist sicher, dass die E-Mobilität zunehmen wird: „Der Rathausplatz ist ein idealer Standort für die Ladestation. Ich denke, dass die Zulassungszahlen für Elektroautos steigen werden.“ Zwei Stellplätze sind auf dem Rathausplatz für Stromtankkunden reserviert.

Zwar ist die Zapfstelle keine Schnellladesäule, doch Nikolay beruhigt: „In zirka einer Stunde ist der Akku des Fahrzeugs wieder voll. Zwischendurch kann man während der Öffnungszeiten in der Pizzeria, in den Ratsstuben oder in der Bäckerei einkehren oder Erledigungen im Ort machen.“

Engmaschigeres Stromtankstellennetz für E-Biker

Während nun für Pkw die erste Stromtankstelle in Lotte zur Verfügung steht, gibt es Stromzapfsäulen für E-Biker schon länger: vor der Alt-Lotter Eisdiele „Christallo“ und am „Landcafé am Goldbach“. Wer in Wersen einen Fahrradakku aufladen möchte, ist während der Öffnungszeiten bei Ratsstubenwirt Thomas Engel willkommen. Er gibt eine normale Steckdose frei. Für E-Bikes sollen weitere Ladestationen hinzukommen.

E-Fahrzeuge im Lotter Servicebetrieb

Aktuell gibt es in der Verwaltung zudem Überlegungen, einen Teil der Fahrzeuge des Servicebetriebs auf Elektromobilität umzustellen.


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