Schönheitskur für ein Bauwerk Bürgerbrücke in Wersen wieder in Top-Zustand

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Ein großes Team des Bürgervereins hat am Wochenende die hölzerne Bürgerbrücke gereinigt und gestrichen. Foto: Erna BergEin großes Team des Bürgervereins hat am Wochenende die hölzerne Bürgerbrücke gereinigt und gestrichen. Foto: Erna Berg

Lotte. Egal, wie das Wetter ist, die ehrenamtlichen Mitglieder des Bürgervereins Wersen haben immer gute Laune, wenn sie alle zwei Jahre die Bürgerbrücke über der Hase instand setzen.

„Brückenchef“ Bernd Pieper freute sich, dass diesmal neun sportliche Männer am Freitagnachmittag zum schwindelfreien Dienst erschienen. Er machte erst einmal eine Bestandsaufnahme, bevor er seine Männer einteilte.

„Sie sieht gar nicht so schlecht aus“, meinte Pieper zu Klaus Schürkamp. Hubert Brandebusemeyer schnitt zunächst hochgewachsene Kräuter zurück: „Damit wir auch überall dran kommen“, erklärte er. Acht Leute zogen nun Arbeitshandschuhe an, griffen zu Drahtbürsten mit kurzen und langen Stielen oder zu Schleifgeräten und begannen von den Außenseiten her das Holz von Schmutz und grüner Farbe zu befreien.

Als „Steiger“ hatten sich die Schleifer Hans-Georg Draftke ausgesucht. „Das ist der einzige, der schwindelfrei ist und schwimmen kann“, meinte Norbert Sollmann. Auf beweglichen Brettern außen entlang der Brücke reinigte und strich Drafke mit jahrelanger Erfahrung dort, wo sonst niemand hinkam.

Der „Chef“ hatte mittlerweile das Stromaggregat angeworfen, Knieschutz angelegt und Schutzbrille aufgesetzt und begann die schmalen Fugen mit Pressluft zu reinigen. Ab und zu machten sie Radfahrern Platz, die das Treiben auf der Brücke humorvoll kommentierten: „Na, ist das ein Belastungstest?“

Regen erschwert das Arbeiten

Unterbrochen wurden die Arbeiten durch einen 20 Minuten langen Regenschauer. Zwei Vorstandsherren, Helmut Börst und Andreas Pache, suchten unter ihren großen Regenschirmen Schutz während die anderen unter der Brücke warteten. „Regen war gar nicht angesagt heute Nachmittag“, wunderte sich Schriftführer Pache.

Die dunklen Wolken verzogen sich zunächst, die teilweise nasse Kleidung trocknete, und die Arbeiten konnten fortgesetzt werden. Die Wetter-App zeigte nur noch Wolken und Sonne. Was wollte man mehr? Aber die Schleifgeräte hatten nun ihre Schwierigkeiten auf dem nassen Holz. „Da müssen wir nun stärker mit den Händen arbeiten“, meinte Wilfried Freier trotzdem gut gelaunt. In der Mitte der knapp 22 mal 1,40 Meter Brücke trafen sie sich, und die Vorarbeiten waren beendet.

Anonyme Wohltäter

Bis zu 70 Prozent der Arbeiten hatten sie nach Schätzung des Vorsitzendem Olaf Wienhaus am Freitagabend geschafft, denn ein weiterer Regenschauer verzögerte das Vorankommen.

Am Samstagmorgen um 8.30 Uhr waren sie wieder auf der Brücke und vollendeten ihr Werk mit Unterstützung eines anonymen Spenders, der die fleißigen Männer mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen verwöhnte. In zwei Jahren sieht man sich wieder bei der Brückenreinigung oder lieber mal eher als Radfahrer, um die schöne saubere Brücke zu genießen.


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