Line Dance trifft Pipes and Drums Country-und-Western-Fans feiern Simonsday in Büren

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Lotte. Den Hut tief in der Stirn gezogen, pilgerten rund 100 Country-Fans mit Cowboy-Stiefeln und breiten Gürteln ausgerüstet am Samstagabend zum Rudel-Tanzen im Western-Stil in die Bürener Elly-Heuss-Begegnungsstätte.

Organisator Claus Arendröwer hatte zum 9. Simonsday der Line Dancer geladen, Höhepunkt des Abends: ein Auftritt der britischen Trommler und Dudelsackspieler Pipes and Drums Osnabrück.

Tänzer von Ledde bis Münster

Mit raffinierten Tänzen und bekannten Country-Songs lockte Claus Arendröwer nicht nur die Lotter Line-Dance-Freunde aufs Parkett. Auch seine Ledder Truppe „‚Let’s go Line Dance“ sowie Gäste aus Gütersloh, Haselünne und Münster mischten sich umgehend in die Reihen und folgten der Formation, als hätten sie das bereits seit Wochen miteinander geprobt.

Westfälische Cowboys und -girls

„Jedes Lied hat seinen spezifischen eigenen Tanz“, erläutert Line-Dance-Lehrer Ingo Borgmeier aus Lotte. Dabei sind die Choreografien international einheitlich, sodass jeder Line Dancer jederzeit mittanzen kann. Die Tänze findet er im Internet. Der klassische Cowboy-Look wurde von einigen Herren noch durch Fuchsschwanz am Hut und Pistolen-Gürtel samt Colt gesteigert. Unter die westfälischen Cowboys mischten sich auch Western-Ladys, mal auffällig in Tüll und Taft gehüllt, mal mit Fransen-Stola oder Indianerhemd, in weißen Western-Stiefeln oder braunem Leinenrock. „Erlaubt ist, was gefällt, Hauptsache Western-Style“, sagte Arendröwer, „Das gehört einfach dazu!“

Tradition des Wilden Westens

Selbstverständlich darf bei so einem Country-Abend auch die amerikanische Flagge nicht fehlen. Mit der aktuellen Politik haben die Line Dancer dabei nichts am Hut: „In der Country-Szene wird der Good Old Style gepflegt“, so Arendröwer, „wir leben einfach die Tradition des Wilden Westens.“

Auffallend in der Truppe: eine große Blondine im schwarzen Tüllkleid samt hellblauem Taftunterrock und schwarzem Mieder. „Das was Sie sehen, war mal mein Brautkleid“, erzählt Ulrike Hahn strahlend. Sie lernte ihren zweiten Mann beim Line-Dance kennen. Für diese Heirat färbte sie das ehemals weiße Brautkleid eigenhändig um.

Live.-Musik von Dudelsäcken und Trommeln

Höhepunkt des Abends war ein Auftritt der Royal Pipes and Drums Legion Osnabrück, dem alle Line Dancer entgegenfieberten – nicht zuletzt, weil sie dafür eigens eine neue Choreografie einstudiert hatten. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl, zu der Live-Musik der Dudelsäcke und Trommeln zu tanzen, da bekomme ich eine Gänsehaut“, erzählt Borgmeier.

Die Line Dancer lieferten schließlich eine einwandfrei Choreografie, sie tanzten in kleinen Gruppen um die Dudelsackpfeifer in ihrer Mitte.

Einnahmen werden gespendet

Der Simonsday der Line Dancer ist eine Benefiz-Veranstaltung, die von Organisator Claus Arendröwer ins Leben gerufen wurde. „Es ist ein Gedenktag anlässlich meines verstorbenen ersten Line-Dance-Tanzlehrers, dessen Vorname Simon war“, erläutert Arendröwer. Die Einnahmen des Charity-Abends werden gespendet, in diesem Jahr profitiert der Regenbogen-Kindergarten in Büren davon. Wer jetzt neugierig geworden ist: Neuzugänge sind in Lotte wie in Ledde willkommen. Die Line Dancer Lottetanzen donnerstags, 18.30 Uhr, in der Elly-Heuss-Begegnungsstätte; die Line Dancer Ledde sonntags, 17 Uhr, im Alten Gasthaus gegenüber der Kirche in Ledde.


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