Hängende Gärten Blumenampeln statt Narzissenpflanzaktion in Lotte

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Lotte. In diesem Jahr blüht Bürgern und Besuchern der Gemeinde Lotte erstmals etwas in luftiger Höhe: Statt Narzissen.Tulpen und Krokusse zu pflanzen, hat die Gemeindeverwaltung probeweise insgesamt 30 große Blumenampeln aufgehängt, bepflanzt mit der leuchtend bunten Sommerblumenmischung „Vermeer“.

Oder vielmehr aufhängen lassen, wie Lottes Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer auf Nachfrage berichtet. „Es ist ein Test“ ,erklärt sie. Statt wie im vergangenen Jahr 58000 Blumenzwiebeln für Frühblüher zu bestellen und zu bezahlen, die dann von ehrenamtlichen Helfern in die Erde gebracht wurden, habe die Verwaltung zur Verschönerung und Aufwertung der zentralen Bereiche in den drei Ortsteilen eine holländische Gärtnerei damit beauftragt, zunächst 30 Blumenampeln zu bepflanzen, aufzuhängen und zu gießen.

Vorteil: Der Servicebetrieb brauchte sich ums Wässern und die Pflege nicht zu kümmern. Obendrein hängen die großen, üppig mit Petunien und Geranien in allen Farben bepflanzten Körbe, in denen jeweils zwei Halbschalen und insgesamt 24 Liter Wasservorrat untergebracht sind, über den Köpfen der Passanten und sind so besser vor Vandalismus geschützt.

Sogar etwas kostengünstiger

Die Blumenampeln seien sogar – wenn auch nur unwesentlich – kostengünstiger als die 2010 vom damaligen Ortsmarketing ins Leben gerufene Narzissenaktion. „Die hatte ich von Cathrin Fürstenberg übernommen“, erinnert Joana Watermeyer, die ja eigentlich Wirtschaftsförderin der Gemeinde ist, aber als „Blumenfee“ auch keine schlechte Figur macht.

In diesem heißen Sommer hätten die Mitarbeiter der beauftragten holländischen Firma allerdings statt wie kalkuliert nur einmal zweimal in der Woche die Wasserreservoire in jeder Ampel auffüllen müssen. „Das Wasser haben sie natürlich von uns bekommen“, so Watermeyer.

Die ersten Reaktionen auf den leuchtenden Blumenschmuck seien sehr positiv gewesen, berichtet die Verwaltungsmitarbeiterin. Einige Ehrenamtliche seien allerdings über das Aussetzen der Narzissenaktion in diesem Jahr etwas traurig. „Aber von Narzissen und Tulpen hat man vielleicht drei Wochen etwas, von den Ampeln ein halbes Jahr“, wirbt Joana Watermeyer für die Neuerung. Im Oktober sollen die seit Mai hängenden Blumenampeln abgenommen werden.

„Im nächsten Jahr soll dann die Politik entscheiden, ob das weitergeführt und eventuell noch ausgeweitet wird oder ob die Narzissenaktion – vielleicht auch zusätzlich – wieder aufgenommen wird“, kündigt sie an.


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