Unterstützer gesucht DRK Wersen-Büren freut sich über 97 Blutspender

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Erstspenderin Kerstin Seidensticker lässt sich von Blutspendedienst West Mitarbeiter Pascal Klassen Blut entnehmen. Foto: Erna BergErstspenderin Kerstin Seidensticker lässt sich von Blutspendedienst West Mitarbeiter Pascal Klassen Blut entnehmen. Foto: Erna Berg

Lotte. 97 Spender kamen vergangenen Freitag zur Blutspende in die Gemeinschaftshauptschule Wersen. Sechs von ihnen waren wichtige Erstspender.

Zum ersten Mal dabei war Kerstin Seidensticker aus Büren. „Meine Kinder sind jetzt so groß, dass ich Zeit für andere Dinge habe. Auf einfache Weise kann ich Menschen helfen, indem ich mein Blut spende. Das sollte jeder machen, der gesund ist und Zeit hat.“ 

Ein bisschen aufgeregt sei sie schon,  gab sie zu, aber Angst davor habe sie keine. Der Fragebogen für Erstspender war schnell ausgefüllt, die Fragen einfach zu beantworten, betonte sie. Das Arztgespräch dauerte etwas länger als bei den routinierten Spendern. Die Ärztin hatte ihr geraten keinen Sport an diesem Freitag mehr zu treiben und in Zukunft möglichst zweieinhalb Liter Flüssigkeit tagsüber vor der Blutspende zu trinken und eine Stunde zuvor noch etwas zu essen.

Pascal Klassen vom Blutspendedienst West legte der Erstspenderin einen Stauriemen an und stach treffsicher mit einer Kanüle in die Vene. Alles lief bestens. Am Ende triumphierte die Bürenerin mit Daumen hoch, denn sie war um einige Sekunden schneller fertig als ihr Ehemann.

Zum ersten Mal half Nazir Hussein Sultani aus Afghanistan im Spenderraum aus. Der 28-jährige gelernte Krankenpfleger ist seit zweieinhalb Jahren in Deutschland. „Er kontrollierte sehr gewissenhaft die Ruhepausen, prüfte sorgfältig die Verbände nach und klebte bei Bedarf noch einen Pflasterstreifen drauf“, lobte der Vorsitzende des Ortvereins, Peter Jablonowski, der den jungen Mann im Spenderraum einarbeitete.

„Hier hätten wir gerne weitere Unterstützung“, wünscht sich Olaf Wienbrack, Geschäftsführer des DRK-Ortsvereins Wersen-Büren. Doch sollte diese Person auch bereit sein, bei weiteren Sanitätsdiensten mitzuwirken, zum Beispiel bei Schützenfesten, Oktoberfesten oder besonderen Fußballturnieren.

Für die Fahrten mit Lautsprecherdurchsagen war Philip Middelberg zuständig. In der Zeit von 16.30 bis etwa 18.30 Uhr werden die Bürger in Wersen, Büren und Halen zum Blutspenden eingeladen. „Es wäre gut, wenn uns noch ein ortskundiger Fahrer in dieser Funktion unterstützt, ein modernes Fahrzeug wird gestellt, die Durchsagen kommen von einer CD“, sagte Wienbrack.

Zudem wünscht sich der Ortsverein noch Unterstützung bei der Spender-Registrierung. Zwei Personen werden gleichzeitig benötigt, besonders, wenn der Andrang groß ist. 

„Die Aufgabe an der Registrierung ist sehr angenehm, denn es entwickeln sich oft nette Gespräche. Wenn man etwas länger dabei ist, macht sie richtig Spaß“, versprach Wienbrack.

Und dann sind da natürlich noch die fleißigen Küchenfeen, die die Blutspender mit Essen und Getränken versorgen. Derzeit übernehmen diese Aufgabe Marianne Menzel, Lilo Pösse, Bärbel Janning, Olga Olfert und Walburga Litzba. Sie würden sich freuen, wenn jüngere Frauen mal bei den vier Blutspendeterminen im Jahr vorbei schauen und vielleicht Interesse zeigen würden, „denn wir werden älter und brauchen Nachwuchs", sagt Bärbel Janning. 

Das gut eingespielte Team begann am Freitag um 15 Uhr mit den Vorbereitungen. Das Essen wird im Wersener Markant-Markt und bei der Fleischerei Loske bestellt und geliefert. Tische decken, Kaffee kochen und das Büffet bestücken – Die letzten Spender kommen manchmal noch kurz vor halb neun in die Mensa, um halb zehn hätten sie aber ihre ehrenamtlichen Aufgaben erfüllt, berichtete Janning. "Für Frauen ab 40, deren Kinder schon größer sind, und wenn sie ein bisschen Zeit übrig haben, wäre das eine schöne ehrenamtliche Aufgabe. Unser Team würde sie herzlich willkommen heißen.“



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