Die Offensive ist gefragt Hallescher FC zu Gast bei den Sportfreunden Lotte

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Marcus Piossek (in Weiß) war bisher nur gegen Münster in der Startelf.Foto Helmut KemmeMarcus Piossek (in Weiß) war bisher nur gegen Münster in der Startelf.Foto Helmut Kemme

Lotte. Die Sportfreunde Lotte stehen weiterhin mit dem Rücken zur Wand. Nach der 2:3-Pokalblamage in Rödinghausen muss nun in der 3. Liga endlich der erste Saisonsieg her. Zu Gast ist am Sonntag im Heimspiel der Hallesche FC (13 Uhr, Frimo-Stadion).

Im fünften Punktspiel gibt es nun die nächste Chance auf den ersten Erfolg. Allerdings steht mit dem Tabellenachten Hallescher FC eine schwere Aufgabe ins Haus. Die Sportfreunde Lotte stehen unter Druck wie selten zuvor –zumal der Haussegen nach der peinlichen Pokalniederlage gehörig schief hängt.

In die Offensive gehen

Gegen den HFC wird vor allem auch die Offensive gefragt sein, sich am Spiel zu beteiligen. Denn bislang war diese an Harmlosigkeit kaum zu überbieten. Und da muss dann auch ein erfahrener Profi wie Marcus Piossek zeigen, dass er eine Mannschaft führen und auch mitreißen kann. Doch angesichts der großen Verunsicherung innerhalb der Mannschaft dürfte das erneut eine große Herausforderung darstellen.

Große Enttäuschung

Zu groß ist die allgemeine Enttäuschung über den bisherigen Saisonverlauf. Für den Ex-Profi vom VfL Osnabrück und des SC Preußen Münster war neben dem Pokal-Aus auch die 0:1-Punktspielniederlage an der Hammer Straße ein weiterer Rückschlag. „Das war schon eine große Enttäuschung. Spielerisch waren wir nicht so schlecht, kamen auch zu Chancen. Doch dann steht man am Ende wieder mit leeren Händen da“, sagt Piossek, der im Pokalspiel in Rödinghausen komplett unter seinen Möglichkeiten blieb und in Münster seinen bisher einzigen Startelf-Einsatz in der 3. Liga feiern konnte.

Wo ist die Spielfreude?

Die spielerischen Möglichkeiten der Sportfreunde blitzten in den letzten Spielen immer mal wieder kurz auf. Doch auch etwas bessere Halbzeiten wie gegen Großaspach und Münster konnten die Hoffnung nicht nähren, dass der Knoten zum Besseren endlich mal platzen könnte. Jüngster Beweis war das Spiel in Rödinghausen, wobei Lotte vorher doch fast eineinhalb Wochen spielfrei hatte und frisch und ausgeruht den Viertligisten hätte beherrschen müssen. Stattdessen wirkte die Mannschaft platt, lustlos und versprüht in dieser Saison wenig bis gar keine Spielfreude.

Chancen effektiver nutzen

Eher ist eine allgemeine Niedergeschlagenheit derzeit ein stetiger Wegbegleiter. „Wenn wir effektiver mit unseren Chancen umgegangen wären, hätten wir in Münster gewonnen. Oder wenigstens einen Punkt geholt, worüber sich Münster nicht hätte beschweren können. Aber hätte, wenn und aber zählt nichts. Dann muss es gegen Halle besser klappen“, sprudelt es eher trotzig aus „Pio“ heraus.

Mit Blick auf den kommenden Sonntag will er das Glück heraufbeschwören. Nur dann könne die Wende gelingen, meint er. „Man hat doch gesehen, dass wir mit jedem Gegner in dieser Liga mithalten können“, so seine ziemlich überraschende Selbsteinschätzung. „Wenn wir jetzt noch unsere Chancen besser in Tore ummünzen, sollte es besser werden“.

Glauben an sich selbst wiederfinden

Gegen den Halleschen FC müssen die Sportfreunde Lotte jedenfalls die völlige Verunsicherung ablegen und den Glauben an die eigene Stärke wiederfinden. Spielerisch kann die Mannschaft sicherlich viel mehr, bislang konnte es aber nicht auf den Platz gebracht werden. Da ist dann vor allem auch mal der Trainer gefragt. Das man auch im Falle eines Sieges gegen Halle wohl weiterhin Tabellenletzter bleiben wird, interessiert den 29-jährigen verständlicherweise nicht. „Es sind jetzt die kleinen Schritte gefragt, um voran zu kommen. Alles andere interessiert jetzt nicht“, gibt sich der gebürtige Lippstädter trotzig und setzt lieber auf die Wende im Heimspiel gegen den Halleschen FC.


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