Gute Übergangslösungen Kita-Anbau in Lotte noch nicht fertig

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Lotte. Insgesamt sechs neue Kindergartengruppen, davon eine in Alt-Lotte und fünf im Bereich Wersen-Büren-Halen, decken jetzt den Bedarf an Kita-Plätzen in der Gemeinde. Bis auf die Anfang des Jahres in der Kinderland-Kita Wersen eröffnete vierte Gruppe handelt es bei allen aber noch um Übergangslösungen.

Bis ein Grundstück für den Neubau eines CJD-Kindergartens gefunden ist, sind drei Gruppen in der provisorischen Kita des Christlichen Jugenddorfwerks am Hohen Esch untergebracht. Die Räume in den Fertigbau-Modulen sind bezugsfertig, das Gelände eingezäunt. Was Ende vergangener Woche noch fehlte, waren der Rollrasen. Auch die Fertigstellung des Spielplatzes wird noch eine Weile dauern. Zusammen mit dem vierten Kinderland-Haus an der Mühlenbreede und dem Provisorium einer vierten Gruppe im Mehrzweckraum des frisch sanierten, eigentlich für drei Gruppen konzipierten kommunalen Regenbogenkindergartens in Büren sind so die zusätzlichen fünf Gruppen für den Norden der Gemeinde für die nächsten zwei Jahre sichergestellt.

Anbau im Kinderland Lotte

Aber auch im Süden, in Alt-Lotte, wo seit fünf Jahren eine weitere Kinderland-Kita das Angebot des evangelischen Kindergartens Noah und der Awo-Kita ergänzt,reichten die vorhandenen elf Kindergartengruppen nicht mehr aus. Den Bedarf decken soll eine dritte Gruppe im Kinderland an der Cappelner Straße, die an das vorhandene Gebäude angebaut wird.

Verzögerung durch Hitze

Bodenplatte und Wände für den insgesamt rund 123 Quadratmeter großen Anbau stehen schon; die Deckenplatten wurden am Donnerstag mit dem großen Kran darauf gehoben, berichtet Einrichtungsleiterin Sabrina Ostkamp. Aber fertig wird er bis zum Ferienende definitiv nicht. Wegen der Hitze hätten sich Bauarbeiten um rund vier Wochen verzögert. „Der Beton wäre sonst zu schnell getrocknet“, gibt sie die Information weiter, die sie von den Bauarbeitern bekommen hat.

Übergangslösung in der Turnhalle

Das Kinderland-Familienzentrum war aber von vorne herein darauf vorbereitet, dass die Räume für die dritte Gruppe womöglich nicht wie erhofft schon zum Beginn der Kindergartenjahres fertig sind. Für den Übergang sind die Kinder der neuen dritten Gruppe mit ihren Erzieherinnen in „die Turnhalle“, also den sonst als Bewegungsraum genutzten Merzweckraum neben der Küche gezogen. Ein Blick hinein zeigt: Bis auf die an die Wand gelehnten Matten sieht es im Provisorium genauso freundlich und gemütlich aus wie in den anderen Gruppenräumen, nur dass alles auf die Kleinsten, nämlich die Null- bis Zweijährigen, ausgerichtet ist.

Im großen Flur sogar Platz fürs Schwungtuch

Geturnt wird jetzt im großen Flur, der eher einer Halle gleicht. „Das ging sogar mir dem großen Schwungtuch“, erzählt Sabrina Ostkamp. Mit dem als „Flugzeug“ seien die Kleinen auf Fantasiereise zu den Indianern in Nordamerika und zu den Eisbären gegangen.

Neue Namen für die Gruppen

Da es jetzt drei Gruppen mit 52 statt 39 Kindern gibt, mussten anstelle der bisherigen Gruppenbezeichnungen „Riesengroß“ und „Klitzeklein“ neue Namen gefunden werden. Mit Klebepunkten konnten Eltern und Kinder Anfang des Sommers über verschiedene Vorschlage abstimmen. Im Juli stand dann fest: Die Kleinsten sind jetzt die „Feldmäuse“, die Drei- bis Vierjährigen die „Rennschnecken“ und die Vorschulkinder die „Schlauen Füchse“.

Baustelle gucken spannend für die Kinder

Vom Flur und von den Räumen der „Feldmäuse“ und der „Rennschnecken“ aus können die Kinder auf die Baustelle gucken, was sie superspannend finden, wenn sich gerade etwas tut. Ganz fasziniert hätten sie zum Beispiel verfolgt, wie die Bodenplatte gegossen wurde, schmunzelt die Kita-Leiterin. Seit Mai sind Arbeiten,Geräte und Baufahrzeuge daher immer wieder Thema im Kindergarten.

„Feldmäuse“ ziehen in den Anbau

Wenn der Anbau fertig ist, ziehen die „Feldmäuse“ in ihren knapp 45 Quadratmeter großen endgültigen Gruppenraum. Die Gitterbettchen für den Mittagsschlaf der Jüngsten, die jetzt übergangsweise im Mitarbeiterraum stehen, wandern dann in den 16 Quadratmeter-Raum direkt daneben. Da dieser Raum am weitesten vom Eingang entfernt liege, werde er besonders ruhig sein, sodass die unter Zweijährigen dort auch richtig gut schlafen können, meint Sabrina Ostkamp.

Abstellräume, Forscherraum und Holzwerkstatt

Sie freut sich auch darauf, dass dann der Mehrzeckraum wieder als Turnhalle zur Verfügung steht und dass es im Obergeschoss dann Abstellräume und Mitarbeiterschränke gegen wird. Außer Sanitärräumen bekommt der Anbau im Erdgeschoss noch eine Diele mit Wendeltreppe nach oben und einen „Differenzierungsraum“. Dort würden dann Holzwerkstatt und Forscherraum untergebracht.

Snoezelraum wird Matschraum

Der jetzige Schlafraum für die Kleinsten wird dann wieder Mitarbeiteraum und Lernwerkstatt, der Snoezelraum zieht in den jetzigen Abstellraum und wo jetzt gesnoezelt wird, soll ein Matschraum entstehen. Nach Fertigstellung und Bezug des Anbaus noch geplant sind zusätzliche Außenspielgeräte für die „Feldmäuse“ wie kleine Rutsche und Fass zum Reinkrabbeln und ein Glasdach über der Küchenterrasse: „Dann können wir bei schönen Wetter draußen essen“, sagt die Einrichtungsleiterin und betont: „Bei 52 Kindern brauchen wir mehr Platz!“


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