Lotte noch nicht in der SpurI Im Heimspiel gegen Großaspach Mittwoch unter Druck

Von Carsten Richter

Matthias Rahn (Nr. 5) hatte wie etliche seiner Mannschaftskameraden von den Sportfreunden Lotte keinen guten Tag gegen 1860 München. Foto: Christina Pahnke/SampicsMatthias Rahn (Nr. 5) hatte wie etliche seiner Mannschaftskameraden von den Sportfreunden Lotte keinen guten Tag gegen 1860 München. Foto: Christina Pahnke/Sampics

Lotte. Die Sportfreunde Lotte stehen am Mittwochabend unter Druck. Im Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach muss unbedingt der erste Saisonsieg her (19 Uhr, Frimo-Stadion).

Die Mannschaft von Trainer Matthias Maucksch muss nun liefern. Die 1:5-Pleite bei Aufsteiger TSV 1860 München hat die Sportfreunde unter Zugzwang gesetzt.

Im Stadion an der Grünwalder Straße war überhaupt nichts zu holen, die hohe Niederlage war sogar auch in der Höhe völlig verdient. Vor allem die Viererabwehrreihe war funktionierte überhaupt nicht. Die beiden Innenverteidiger Adam Straith und Matthias Rahn, die sonst den Laden zusammenhalten, waren nicht wieder zu erkennen. Zu viele Unsicherheiten, Abspielfehler und Abstimmungsprobleme waren in München unverkennbar.

Für SFL-Innenverteidiger Matthias Rahn war das auch eine Spur weit unerklärlich: „Das Verständnis zwischen Adam und mir war dieses Mal nicht so gut. Die Sechziger haben enormen Druck gemacht und bei der Hitze haben wir das Spiel nicht in den Griff bekommen“, meint Rahn.

Nicht nur Abwehr neben der Spur

Doch es war nicht nur die Abwehr, die mächtig neben der Spur war. Auch sonst lief kaum etwas zusammen. Vielleicht war man auch nur beeindruckt von der stimmungsvollen Kulisse, die ihre Mannschaft lautstark nach vorne getrieben hat.

„Ich war davon nicht beeindruckt, denn ich habe schon vor größeren Kulisse gespielt. Ob das andere bei uns beeindruckt hat, kann ich nicht sagen. Aber es war ja vorher bekannt, dass da 15000 Zuschauer mächtig Rabatz machen würden. Daher waren ja eigentlich alle darauf vorbereitet; das ist kein Grund für die Niederlage,“ sagt Rahn.

Die 1:5-Pleite wurde mit einer Videoanalyse noch ausgiebig aufgearbeitet. Der Blick geht jetzt aber nur noch nach vorn auf das Heimspiel am Mittwoch. Dann muss die Mannschaft zeigen, was sie daraus gelernt hat. Im Grunde ist also eine Widergutmachung und somit ein Sieg Pflicht.

Anspruch zu gewinnen

Das zumindest sollte man meinen, doch Matthias Rahn will keinen weiteren Druck zulassen: „Wenn man sagt, dass wir jetzt zum Siegen verdammt sind, kann ich das nicht so stehen lassen. Schließlich wollen wir immer gewinnen. Egal, wie der Gegner heißt. Das war gegen Meppen so, das war gegen München so. Auch gegen Großaspach ist es unser Anspruch, zu gewinnen. Wie dann so ein Spiel wirklich läuft, kann aber keiner vorhersagen“, meint Rahn und weiß, dass es im darauffolgenden Auswärtsspiel in Münster auch nicht gerade leichter wird.

Angst, einen Fehlstart hinzulegen, hat Rahn weniger. „Klar ist es blöde, wenn du der Musik hinterherläufst. Letzte Saison war es ja ähnlich mäßig. Diese 3. Liga lässt einfach keine Schwächen zu, denn das wird sofort bestraft. Daher müssen wir in die Spur kommen und bleiben.“ Am besten also gleich am Mittwoch um 19 Uhr.


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