SF Lotte tritt in München an Aygün Yikdirim: Müssen Chancen eiskalt nutzen

Von Carsten Richter

Lottes neuer Angreifer Aygün Yildirim (vorne, in weißem Trikot) setzt auf schnelles Umschalten. Foto:Helmut KemmeLottes neuer Angreifer Aygün Yildirim (vorne, in weißem Trikot) setzt auf schnelles Umschalten. Foto:Helmut Kemme

Lotte Das erste Auswärtsspiel der Sportfreunde Lotte wird gleich zum Highlight. Am Samstagnachmittag muss die Mannschaft von Trainer Matthias Maucksch beim Aufsteiger TSV 1860 München antreten. Gespielt wird vor vollem Haus im traditionsreichen Stadion an der Grünwald Straße (Anpfiff 14 Uhr).

Doch bevor in München vor rund 15000 Zuschauern so richtig die Post abgehen dürfte, wurde das 0:0 gegen den SV Meppen in den vergangenen Tagen noch intensiv aufgearbeitet. War es ein gewonnener oder doch zwei verlorene Punkte? Da waren sich nicht alle so richtig einig. Fakt ist jedoch, dass sich auf der Leistung aufbauen lässt.

Lottes neuer Angreifer

Das sieht auch Lottes neuer Angreifer Aygün Yildirim so. Der 23-Jährige kam

vom Regionalligisten SC Wiedenbrück und wurde gegen Meppen in der 51. Minute für Tim Wendel ins Spiel gebracht. „Natürlich hatte ich mir gewünscht, in der Startelf zu stehen. Aber so war es auch okay. Ich habe mich gefreut, vor so einer großen Kulisse auflaufen zu können. Das war schon etwas ganz Besonderes, denn früher habe ich vor viel weniger Zuschauern gespielt“, sagt Yildirim zu seinem Karrieresprung.

Mit dem Spiel war er dann auch nicht unzufrieden. „Das Ergebnis geht schon in Ordnung. Meppen hat das gut gemacht und wir haben uns auch in Szene setzen können. Wenn man die Chancen sieht, war es ein korrektes Resultat. Natürlich hofft man immer, dass mal einer für die eigene Mannschaft durchrutscht, aber das ist leider nicht passiert“, so der beidfüßig starke Mittelstürmer.

Noch Luft nach oben

Doch es war nicht alles Gold, was glänzte. Yildirim ist selbstkritisch genug, um auch zu erkennen, was besser werden muss. „Was nicht so gut war, wie wir vor dem Tor die Chancen zu Ende gespielt haben. Da ist noch Luft nach oben. Man muss aber auch sagen, dass es einfach dauert, bis man sich als Mannschaft eingespielt hat und die Spieler aufeinander abgestimmt sind. Daher bleibe ich dabei: Für den Anfang war es eine gute Leistung und darauf kann man aufbauen.“

Ruhiger agieren

Auffällig ist noch, dass die Mannschaft etwas nervös wirkte. Eine Eigenschaft, die man schnell ablegen muss. Vor allem im Hinblick auf den Hexenkessel am Samstag in München. „Vielleicht müssen wir in unseren Aktionen viel ruhiger agieren. Es gab einige unnötige Ballverluste und Abspielfehler, die wohl darauf zurückzuführen sind. Daraus sind einige Ballverluste entstanden, die dem Gegner Chancen eröffneten. Ich zähle mich dazu, denn auch ich habe schon ab und an überhastet reagiert, als ich den Ball am Fuß hatte.“

Kühlen Kopf bewahren

Beim Aufsteiger TSV 1860 München, der im Februar 2017 in Lotte aus dem DFB-Pokal geflogen war und daher besonders heiß sein dürften, müssen die Sportfreunde versuchen, mit kühlem Kopf zu agieren, um nicht ins offene Messer zu laufen. Yildirim hofft, dass das gelingt. „Wir haben gegen Meppen in der Abwehr nicht so viel zugelassen und das muss auch in München der Maßstab sein. Wenn wir nach den Balleroberungen schnell umschalten, sind wir sicher unberechenbar. Die uns bietenden Chancen müssen wir dann aber auch eiskalt nutzen. Wir wissen, dass wir die Qualität dazu haben. Aber erst einmal ist es wichtig, genauso konsequent nach hinten zu arbeiten wie am Montag. Und im Abschluss brauchen wir dann auch das nötige Quäntchen Glück, dass wie uns erarbeiten wollen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN