Die Tür nicht zuschlagen Ehrenamtlicher Naturschützer reagiert beleidigt

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Saftverkostung auf  Lotter Streuobstwiese unterm Steinkauznistbaum. Das Bild aus dem August 2014 zeigt von links: Friedhelm Scheel, Peter Herschlein, Anna, Paul und Jan Lobenberg von der AG Naturschutz. Archivfoto: Angelika HitzkeSaftverkostung auf Lotter Streuobstwiese unterm Steinkauznistbaum. Das Bild aus dem August 2014 zeigt von links: Friedhelm Scheel, Peter Herschlein, Anna, Paul und Jan Lobenberg von der AG Naturschutz. Archivfoto: Angelika Hitzke

Lotte. Der Westerkappelner Friedhelm Scheel, verdienter ehrenamtlicher Naturschützer, ist beleidigt, weil er nicht in alle Schritte des Entscheidungsprozesses für die Schaffung eines Ersatzbiotops für ein bedrohtes Steinkauzrevier in Alt-Lotte einbezogen wurde.

Friedhelm Scheel hat in den fast vier Jahrzehnten seines Engagements viele Erfolge für den Natur-und Artenschutz erzielt: Nicht nur in Lotte und Westerkappeln,auch im angrenzenden Osnabrück und Umgebung hat sich dank ihm und seiner Mitstreiter eine stabile Steinkauz-Population entwickelt, Streuobstwiesen wurden erhalten oder neu angelegt, Kopfweiden gepflegt und vor allem: viele junge Menschen für den Natur- und Landschaftschutz begeistert.

Ein Großteil von ihnen bleibt sogar aktiv, auch wenn die Schulzeit vorbei ist. Der Westerkappelner ist aber auch für sein Temperament bekannt, das manchmal mit ihm durchgeht und ihn zu polemischen Äußerungen treibt.

Ja, es stimmt wohl, wie der ehrenamtliche Naturschützer selber beklagt, dass ihn so mancher Kommunalpolitiker und auch Behördenvertreter als lästig empfindet. Aber ihnen deshalb zu unterstellen, dass kritisch-engagierte Bürger aus Prinzip nicht angehört würden, weil sie unbequem seien, ist falsch und unfair.

Es ist ja löblich, sich mit Herzblut einer Sache zu verschreiben. Aber wenn überbordende Emotionen und persönliche Befindlichkeiten zu verbalen Attacken und beleidigtem Schmollen führen, steht man sich selbst und dem eigenen Anliegen im Weg. Besser ist: runterkommen, ruhig Blut und den gewünschten Gesprächspartnern die Hand reichen. Denn wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es bekanntlich heraus.


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