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Ferienspaß Lotte 2018 Mit den Jägern ins Wersener Revier

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Jäger Werner Nienhüser erklärt den Ferienkindern, wie die Bäume im Wersener Wald heißen und woran sie diese erkennen. Foto: Katja SteinkampJäger Werner Nienhüser erklärt den Ferienkindern, wie die Bäume im Wersener Wald heißen und woran sie diese erkennen. Foto: Katja Steinkamp

Lotte. Acht Ferienkinder begleiten Jäger in ihr Revier in Wersen und lernen etwas über die Wälder und ihre Lebewesen.

Acht Kinder zwischen fünf und zehn Jahren tapsen mit einem selbst gesuchten Wanderstock und einem Fernglas um den Hals durch den Wald bei den Großen Sloopsteinen in Wersen. Sie laufen mit den Jägern Werner Nienhüser, Rolf Westermeyer und Jan Schwegmann vom Hegering Lotte-Wersen an der Grenze zu Westerkappeln entlang. Bäume und Sträucher ziehen an den Kindern vorbei. 

Plötzlich bleibt Werner Nienhüser stehen. Alle sollen den vor ihnen stehenden Baum anfassen. "Was ist das für ein Baum?", fragen die Ferienkinder. "Eine Buche", erklärte Nienhüser und zeigte ihnen die Früchte des Baumes. "Die Bucheckern kann man essen." Begeistert wiederholen die Kinder die Worte, die Nienhüser erklärte. 

Lukas (10) und seine beiden Schwestern Leah und Ronya (8) machen zum ersten Mal bei der Revier-Wanderung mit. "Ich finde die verschiedenen Baumarten interessant", sagt Lukas und setzt sich für eine kleine Pause auf den Boden. Mit seinem Fernglas um den Hals beobachtet er seine Umgebung, doch Tiere sind in diesen Moment nicht zu entdecken. 

Hochsitz für die Jagd

Nach einem Fußweg von mehr als einer Stunde erreicht die Gruppe einen Hochsitz der Jäger. Begeistert laufen Lukas und die anderen Ferienkinder darauf zu. "Jeder darf einmal hinauf klettern", sagt Nienhüser. Das musste er den Kindern nicht zweimal sagen: Max-Jenke (6) klettert den Hochsitz hinauf. Oben angekommen, positioniert er seinen Stock, kneift ein Auge zu und schaut dabei in die Ferne. "Da ist ein Fuchs", ruft Max-Jenke. Mit einem "Peng"-Geräusch feuert er ab. "Getroffen", ruft er. Natürlich alles nur in seiner Fantasie.


Leah (8) sitzt auf dem Hochsitz in dem Revier "Hunterort" in Wersen. Foto: Katja Steinkamp


Für die Gruppe geht es nach dem "Jagen" nun wieder weiter durch den Wald und an mehreren Wiesen vorbei. Aufgeregt erzählen die Schüler, was sie alles schon gesehen haben. Jäger Nienhüser beantwortet geduldig alle Fragen der Kinder über Pflanzen, Bäume oder Tiere. 

Max-Jenke sammelt ein Blatt nach dem anderen und stopft sich diese in seine kleinen Hosentaschen. "Ich packe sie später in meinen Mickey-Maus-Kasten", sagt er. Später wolle er sich die Blätter noch einmal anschauen und raten, um welche Bäume es sich dabei handle.

Revier aus 530 Hektar

Seit über 25 Jahren bieten Jäger Nienhüser und seine Jägerkollegen diese Wanderung für Kinder an. "Der Umgang mit den Kindern macht einfach Spaß", sagt Rolf Westermeyer. Insgesamt pachten Nienhüser, Westermeyer und Schwegmann mit fünf weiteren Jägern ein 530 Hektar großes Revier in Wersen, wo sie zu den vorgeschriebenen Zeiten jagen gehen. "Davon sind 350 Hektar Wald", sagt Nienhüser. 

"Es ist schön hier und wir haben Spaß", erklären die Zwillingsschwestern Leah und Ronya und laufen der Gruppe wieder hinterher, um keine neuen Erklärungen der Jäger zu verpassen.


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