Festival „Düte rockt!“ Chilliges Wacken-Flair in Westerkappeln

Von Astrid Springer


Westekappeln. „Das rockt!“ Darüber waren sich Gäste und Veranstalter einig. Im 15. Jahr leisteten sich die Organisatoren von „Düte rockt!“, Andreas Cord, Volker Tschöltsch, Dirk Görtemöller und Stefan Niekamp, gleich zwei Headliner. Mit den Tribute-Bands von AC/DC und Metallica haben sie am Freitagabend rund 450 Gäste nach Westerkappeln gelockt.

Es herrschte entspannte Festival-Atmosphäre, ausgeglichene Rockfans verbreiteten chilliges Wacken-Flair, fast alle hatten ihr Lieblings-Rocker-T-Shirt aus dem Schrank geholt: Von „Düte rockt!“ über Wacken, Lemmy, Tote Hosen, Iron Maiden, Nutellica zierte nahezu alles die Rücken der Fans, was in der Rock-Szene Rang und Namen hat. Selbstverständlich durften auch Shirts von Metallica und AC/DC nicht fehlen.

Die Auftaktband „Hobo at the Railroadstation“ startete mit einem kleinen Paukenschlag: Nicht nur, dass sie mit ihrem blues-gefärbten Handmade-Rock bereits am frühen Abend bestens ankamen, gleich in der ersten Reihe rockte Annette Große-Heitmeyer mit. Kein Zufall: „Sänger Uli und Schlagzeuger Etten sind doch Nachbarn in Seeste“, erklärte die Bürgermeisterin strahlend.

Name war Programm

Deutlich härter und trashiger wurde es, als „Forsaken Tomb“ mit Speed-Metal die Bühne enterten. Bei ihnen war der Name Programm, entsprechend martialisch klang, was Sänger und Musiker der „verlassenen Gräber“ präsentierten – und gerade deshalb hatten auch sie jede Menge Fans.

Mit dem Auftritt von „Metal Militia“ schoben sich immer mehr Besucher an den Bühnenrand, alle wollten die Rocklegende Metallica hautnah nachempfinden. Gänsehautfeeling kam bei „Noth-ing else matters“ auf, und spätestens mit „Whiskey in the Jar“ war das Zelt rappelvoll.

Für die nachfolgende AC/DC-Tribute Band „Dirty Deeds“ kein Problem, die Osnabrücker holten die Rockfans souverän ab und feierten AC/DC überzeugend samt stilechter Requisiten. Die kratzige Stimme von Sänger Markus Lütkehoff schien dabei die Reinkarnation des 1980 verstorbenen AC/DC-Sängers Bon Scott zu sein.

Fans in Ekstase

Bei „Hells Bells“ und „Thunder Struck“ gab es schließlich kein Halten mehr: Die Hard-Rock-Fans gerieten sichtlich in Ekstase, und Gitarrist Mark Angsmann drehte im legendären Schuljungenanzug noch mal richtig auf und enterte kurzerhand die Stehtische mitten im Publikum. Die Masse tobte.

Tschöltsch und Cord hatten offenbar alles richtig gemacht, als sie sich für die beiden Tribute-Bands bekannter Rocklegenden entschieden und auf ein aufwendiges Außenprogramm verzichteten.

Im fünfzehnten Jahr rockte längst nicht mehr nur Düte, viele neue Gäste aus Cappeln und von weiter her pilgerten zum kleinen Festival auf dem Düter Schützenplatz. Der Jubiläumsabend war in jeder Hinsicht gelungen und ging erst weit nach Mitternacht zu Ende.


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