Mehr als 1 Million Euro für Kinder erlaufen Bürener Verein „S4acw“ kämpft seit zehn Jahren für Kinder in Not

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Lotte . Die 13 ist für den Verein „Sportler 4 a childrens world“ eine echte Glückszahl: Am 13. Juli gründeten im Jahr 2008 in Bürens Schulstraße 13 engagierte 13 Personen den Verein. Am 13. Juli 2018 feierten Gründer und langjährig Aktive das Zehnjährige – wie damals bei Familie Hörnschemeyer an der Schulstraße 13. Von Beginn an ist der Bürener John McGurk der Vorsitzende.

Leider hatte ein Teil der Gründer, die John McGurk bereits bei dessen Spendenläufen, um Leid von Kindern zu mildern, vor Vereinsgründung unterstützten, keine Zeit; sehr wohl indes der Vorsitzende McGurk, der sich als Benefizläufer im Schottenrock für notleidende Kinder einsetzt und längst international bekannt ist, dessen Frau Katja, der damalige Vereinsgeschäftsführer Helmut Hörnschemeyer, dessen Frau Zemira, Vorstandsmitglied Patrick Beitz, Christopher Davies und Sven Kösters, der bislang keinen Lauf ausgelassen hat. Sie genossen mit anderen langjährigen Unterstützern von „S4acw“ das sommerliche Ambiente.

Zehn Jahre laufend unterwegs für Kinder in Not

Fürs Foto zum kleinen Jubiläum war der Globus von vor zehn Jahren nicht mehr vorhanden. Da half ein Ball aus, passend zur Fußball-WM.

Gleichwohl hatte John McGurk, der Läufer mit dem großen Herzen für Kinder, der in Schottland traumatisierende Heimerfahrungen als Kind machen musste, eine Vielfalt an Erinnerungen parat. Bereits vor der Vereinsgründung schnürte er für die Jüngsten auch im Ausland die Laufschuhe und sammelte Geld, um deren Schicksale zu mildern. Überaus stolz können alle Förderer auf die mehr als eine Millionen Euro sein, die bislang erlaufen wurde – immer getreu dem Motto: „Kinder verleihen Flügel“.

Seit zehn Jahren nun organisiert der gemeinnützige Verein „S4acw“ Läufe, auch zugunsten gemeinnütziger Institutionen. Das bewegendste Erlebnis schlechthin gibt es für den Lotter Schotten nicht. „Alle Projekte waren besonders, Begegnungen mit den Menschen und viele bewegende Ereignisse“, betonte er. (Weiterlesen: Sie wollen den „Kindern Flügel verleihen“ – erstes Jahrestreffen des Vereins „Sportler 4 a childrens world“)

Vereinsmotto: „Kinder verleihen Flügel.“

Dann fallen ihm die Läufe im Rahmen der Fußball-WM nach Südafrika (2010) und Brasilien (2014) ein. Die Läufe für die „Archen“, in denen Kinder in sozial schwierigem Umfeld Mittagessen und Betreuung erfahren, in Deutschland und Berlin. Die 900 Kilometer mit dem Ziel von McGurks Geburtsstadt Glasgow. In dieser Region ist er als Neunjähriger in ein Kinderheim im Ort Dumfries gekommen. Misshandlungen dort arbeiten die Behörden auf und befragten auch McGurk dazu. Dessen erniedrigende Erlebnisse und schmerzhafte Erinnerungen wurden wieder an die Oberfläche gespült.

Händedruck von Papst Franziskus

Nie vergessen wird der gläubige John McGurk den Händedruck von Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom im letzten Jahr. „Das war sehr bewegend und hat mir neue Kraft gegeben“, erinnerte er sich lächelnd.

„Ohne die Unterstützung meiner Frau Katja und wir als Team ohne die Hilfe unserer Frauen beziehungsweise Partner hätten nie das erreicht, was wir geschafft haben“, anerkennt McGurk aus vollem Herzen das Engagement seiner Mitstreiter. „Klar, trugen und tragen einen keinesfalls zu unterschätzenden Teil auch unsere Sponsoren bei“, betonte der Spendenläufer, für den bei einer Million Euro überreichter Gelder längst nicht Schluss ist.

Aktuelles Projekt 2018/19 für SOS-Kinderdorf weltweit

Das aktuelle Projekt geht über zwei Jahre: 2018 und 2019. „Wir unterstützen die SOS-Kinderdorf weltweit. Die Institution wurde im Jahr 1949 in Osterreich gegründet und feiert im nächsten Jahr das 70-jährige Bestehen“, berichtete der Bürener. Die ersten 37119 Euro hat der Verein in London an Sheriff Neil Redcliffe, Vorgesetzter des abwesenden Bürgermeisters, überreicht.

Kranzniederlegung in London

„Der Sheriff hat uns gesagt, er möchte Osnabrücks Bürgermeister Wolfgang Griesert nach London einladen, um die Beziehung der Städte zu intensivieren“, sagte McGurk nicht ohne Stolz. „Damit haben wir als Vereins für Kinder in Notlagen eine Brücke gebaut von Osnabrück nach London.“

Ein weiteres Zeichen der Solidarität zu der Metropole war die Kranzniederlegung an der London Bridge. „Wir standen genau an dem Ort, an dem es bei einem Terroranschlag im Juni 2017 Opfergegeben hat“, erinnerte sich McGurk.

Teil zwei zum 70-Jährigen der Kinderdörfer

Den zweiten Teil der Benefizaktion für die SOS-Kinderdörfer weltweit nehmen die Aktiven im Juni 2019 unter die Sohlen. „Wir laufen dann rund 1000 Kilometer zur SOS-Kinderdorf-Zentrale nach Innsbruck und hoffen, dort den Rest zu mindestens 70000 Euro zu können“, gab sich der Läufer mit dem großen Herz für Kinder zuversichtlich, dass das gelinge. „Es für mich eine Botschaft der Solidarität als Heimkind John McGurk an alle Kinder in den SOS-Kinderdörfern in 135 Ländern“, betonte er.

Buch über Lebensgeschichte McGurks in Arbeit

Ein weiteres Highlight in der Karriere John McGurks als Benefizläufer, der einen Großteil seiner Freizeit für benachteiligte Kinder investiert, wird im Jahr 2019 die Veröffentlichung seiner Lebensgeschichte sein. „Wir werden es voraussichtlich bei der Frankfurter Buchmesse vorstellen“, verriet er schon mal.


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