Ferienspaß Lotte Lotter Kinder gestalten Taschen mit Nadel und Faden

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Luca (l.) und Theodor schneiden ihren Filzlöwen in den Sommerferien im Jugendtreff Bansen in Lotte aus. Foto: Katja SteinkampLuca (l.) und Theodor schneiden ihren Filzlöwen in den Sommerferien im Jugendtreff Bansen in Lotte aus. Foto: Katja Steinkamp

Lotte. Schüler gestalten in den Ferien im Jugendtreff Bansen in Lotte Taschen aus Filz. Frösche, Löwen oder Bären konnten die Kinder mit Nadel und Faden herstellen.

Grüne Frösche, gelbe Löwen oder blaue Bären, so sehen die Vorlagen der Ferienkinder für ihre Filztaschen aus. Schon vor der Tür des Jugendtreffs Bansen in Lotte hört man freudiges Gewusel. Mindestens zehn Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren arbeiten konzentriert an ihrem Tier. Judith und Sophie stachen geschickt mit einer Plastiknadel durch den gelben Filz hindurch, schoben den orangenen Faden bis zum Ende und stachen wieder von der anderen Seite in den Filz hinein. "Das soll der Mund des Löwen werden", sagen die Siebenjährigen. "Eine ganz schöne Fummelarbeit." Die beiden machen zum ersten Mal in ihrem Leben eine Filztasche. "Es macht Spaß und ist auch gar nicht schwer", sagt Judith und zeigte stolz bereits die zweite fertige Seite ihres Löwen. Damit die Filztaschen auch stabil sind, wird eine Unterlage aus anderem Filz hinter dem Motiv gebügelt. Mit einer Nähmaschine werden dann schon kleine Fäden in den Filz genäht, um für eine weitere Stabilisation zu sorgen.

"Nähen wird nicht mehr gefördert"

Langsam gleitet die Schere an dem Filzlöwen vorbei. Zacke für Zacke wird der graue Filz zur Stabilisation weggeschnitten. "Ich habe den Löwen gewählt, weil es mein Lieblingstier ist", erklärt Luca (7). "Er ist einfach cool", bestätigt Theodor (8). Auch die Jungs haben noch nie mit Nadel und Faden gearbeitet und auch das Ausschneiden des Löwenkopfes finden sie schwer. "Wenn die Tasche fertig ist, kann ich damit einkaufen gehen", sagt Theodor. Ulla Tschauder, Leiterin des Jugendtreffs, findet ein Angebot mit Nadel und Faden sehr wichtig. "In Schulen wird die Fähigkeit des Nähens nicht mehr so gefördert, wie früher." Da das Angebot sehr gefragt war, gibt es am nächsten Montag, 23. Juli, von 14 bis 16 Uhr einen weitere Möglichkeit für die Ferienkinder Filztaschen zu gestalten.


Betreuerin des Tages


Gertrud Tschauder habe schon immer gerne genäht. "Vor allem, wenn ich mal Stress hatte." Mit 16 Jahren fing sie an gefallen an dem Nähen zu finden. Mit 18 begann sie dann eine Ausbildung zur Schneiderin. 15 Jahre verbrachte sie intensiv in diesem Beruf in einem Betrieb. Danach war sie Verkäuferin und nebenbei Änderungsschneiderin. Sie arbeitet ehrenamtlich in der Diakonie im Altenheim in Westerkappeln und verübt dort Flickarbeiten. "Es macht mir einfach Spaß ehrenamtlich zu arbeiten und mit Kindern ist die Stimmung noch aufgelockerter", sagte Tschauder.


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