Sonniges Boulesturnier Heyko-Hollander-Turnier mit „French Grils“ aus Lys

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Über eine gute Beteiligung freute sich der Deutsch-Französische Förderverein Lotte am Samstag: 26 Teams mit rund 70 Personen wetteiferten um den Wanderpokal beim 15. Boulesturnier im Alt-Lotter Sportpark. Von nun an wird es Heyko-Hollander-Turnier heißen. Das erste hat die Siedlergemeinschaft Büren gewonnen.

Dem verstorbenen rund 27 Jahre lang engagierten Alt-Lotter Unterstützer der Partnerschaft zum französischen Lys-lez-Lannoy zu Ehren waren eigens drei Damen, gleichfalls langjährige Unterstützerinnen der Partnerschaft, aus Lys angereist: die ehemaligen Bürgermeisterin Josiane Willoqueaux, Micheline Vergaert und Mélanie Vanhove – und das am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, wo im ganzen Land ausgelassen gefeiert wird.

„French Girls“ waren Hollander zu Ehren angereist

Für die „French Girls“, wie Willoqueaux die Gruppe fürs Turnier angemeldet hatte, war es eine Herzensangelegenheit, beim ersten Heyko-Hollander-Turnier mitzuboulen.

 „Von der ersten Stunde im Jahr 1991 an hat er sich sehr für die Partnerschaft engagiert und alles dafür getan, sie zu vertiefen. Vom ersten Moment an war Heyko bei jeder Begegnung dabei. Das Boulesspielen war ihm ein besonderes Anliegen. Daher ist es für uns eine besondere Ehre, hier heute dabei zu sein“, betonte Willoqueaux. Die Vorsitzende des Förderereins, Pierrette Tisserand-Ennen übersetzte; und eröffnete kurz darauf gut gelaunt das Boulesturnier: „Lasset die Spiele beginnen.“

Schweinchen fliegen vor Gerangel um Punkte

Der Parkplatz vor der Sportfreunde-Geschäftsstelle und TuS-Heim war abgesteckt mit Rechtecken in Spielfeldgröße. Holz-Schweinchen als Kugel-Ziele flogen, stählerne Boulekugeln hinterher. Bei knappen Entfernungen kam immer wieder ein Zentimetermaß zu Einsätzen. Wer elf Punkt erreicht hatte, war eine Runde weiter. Zwischen der leichten Bewölkung sorgte die Sommersonne für heiße Partien.

Nicht nur Hollanders Frau Annegret Hollander war bei dem munteren Treiben dabei, auch die Töchter Astrid und Silke mit Familien hatten es sich nicht nehmen lassen, ihrem Papa zu Ehren mitzumachen.

Ehrenpunkte bei erster Teilnahme

Drei Damen vom SC Halen waren erstmals dabei: Rita Rabenhorst, Christa Weihmann und Ulla Pelz. „Man sehen, wie es endet“, gab sich Rita Rabenhorst zuversichtlich. Mit 11:2 mussten sie sich geschlagen geben. „Aber wir haben zwei Ehrenpunkte bekommen“, sagten sie sommerlich gutaufgelegt .

Neben dem Wanderpokal stand eine Skulptur : ein Boulespieler kurz vorm Abwurf. Die hatte die Verwaltung in Lys einst Heyko Hollander überreicht. „Die Skulptur gebe ich demnächst im Lotter Rathaus ab. Dort soll sie in einer Vitrine zur Geltung kommen“, berichtete Annegret Hollander.

Bürens Siedler gewannen , Verwaltungsteam wurde Vize

Das Spielfeld wurde immer leerer. Die Organisatoren Klaus Kluge, Rudi Rikowski und Leo Buschenhenke, das Serviceteam, das Getränke und Stärkungen bereithielt, sowie weitere Unterstützer waren sicher: Die Finale nahten.

In guter Turniermanier gab es ein kleines Finale zwischen einem Duo, das für den TuS Lotte antrat: Monika und Rudi Rikowski und einem SPD-Team mit Maria Brockhaus, Erwin Frank und Reinhard Jannaber. Das Trio wurde dritter.

Engagiert gaben sich die Teams die Kugeln im Finale. Das gewannen Rita Beimdiek und Diedrich Hesse für die Siedlergemeinschaft gegen das verbliebene Team Verwaltung mit Wirtschaftsförderin Joana Watermeyer, ihrem Partner Kai Birkmann und etliche Partien lang auch mit Rouven Lammers.

Drei Gewinner-Eisen „French Girls“

Pierrette Tisserand-Ennen war sicher: „Heyko hätte heute auch wegen der guten Beteiligung seine Freude gehabt.“ Sie dankte bei der Siegerehrung allen Unterstützern herzlich und überreicht lachend und mit fröhlichen „félicitations“ (Glückwünschen) einen kleinen Trost-Pokal für die weit gereisten Damen aus Lys. Leider hat es für sie für einen Turnierpokal in Alt-Lotte nicht gereicht. Aber am Sonntag gab es zwei weitere Chancen für französischen sportlichen Stolz: Eine Tour-de-France-Etappe endete in Roubaix nahe Lys. „Ein Franzose wird das sicher gewinnen“, war Willoqueaux zuversichtlich. Und viel wichtiger: das WM-Finale Frankreich gegen Kroatien, das die Franzosen für sich entschieden.


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