Stadwerke auf Wachstumskurs SWTE-Geschäftsführer berichtet im Lotter Rat

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Vor vier Jahren haben die damaligen Verwaltungsspitzen von sieben Kommunen des Tecklenburger Landes den Schalter umgelegt für die gemeinsame Gesellschaft Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTE) umzulegen. Das Bild zeigt von links: Heinz Steingröver (Ibbenbüren), Rainer Lammers (Lotte), Winfried Pohlmann (Hopsten), Heinz Hüppe (Hörstel), Ulrich Hockenbrink (Westerkappeln), Werner Boberg (Mettingen) und Eckhard Kellermeier (Recke).Über den aktuellen Aufbaustand berichtete jetzt Geschäftsführer Martin Burlage im Lotter Gemeinderat. Archivfoto: Stephan BeermannVor vier Jahren haben die damaligen Verwaltungsspitzen von sieben Kommunen des Tecklenburger Landes den Schalter umgelegt für die gemeinsame Gesellschaft Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTE) umzulegen. Das Bild zeigt von links: Heinz Steingröver (Ibbenbüren), Rainer Lammers (Lotte), Winfried Pohlmann (Hopsten), Heinz Hüppe (Hörstel), Ulrich Hockenbrink (Westerkappeln), Werner Boberg (Mettingen) und Eckhard Kellermeier (Recke).Über den aktuellen Aufbaustand berichtete jetzt Geschäftsführer Martin Burlage im Lotter Gemeinderat. Archivfoto: Stephan Beermann

Lotte. Als Auftakt zukünftig häufigerer Information bezeichnete Martin Burlage, Geschäftsführer der Stadtwerke Tecklenburger Land (SWTE) seinen Bericht im Lotter Rat, in dem er die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft skizzierte. Sie wird ab 1. Januar 2021 als Netzbetreiber

Bis voraussichtlich Ende 2020 laufe die Pachtphase, in der Westnetz beziehungsweise SWO Netz GmbH noch die Netzbetreiber seien. Als „Infrastrukturdienstleister in der Region mit Partnern auf Augenhöhe“ versorge die SWTE die sieben Mitgliedskommunen Lotte, Westerkappeln, Hopsten, Hörstel, Ibbenbüren, Mettingen und Recke mit Strom und Gas. Das seien insgesamt rund 130000 Einwohner.

Anhand der Kennzahlen aus dem SWTE-Jahresabschluss 2017 verdeutlichte Burlage, dass es ein deutliches Wachstum sowohl bei den Umsatzerlösen, als auch bei den Investitionen gegeben habe. Als regionaler Versorger sei man der zweitstärkste Anbieter beim Strom und der drittstärkste beim Gas, unterstrich der SWTE-Geschäftsführer, im „Nebenberuf“ Kämmerer in Ibbenbüren.

Die Wertschöpfung wirke sich auch auf den Haushalt der Gemeinde Lotte aus. So habe es 2017 bei einem Einlagekapital von 37500 Euro und 5,2 Millionen Euro Darlehensgabe einen Rückfluss von 132000 Euro gegeben.

28 Ladesäulen für E-Mobilität

Neben dem Aufbau eines eigenständigen Netzbetriebs und einer IT-Landschaft wolle man sich auch an Windkraft und am Aufbau eine Ladestruktur für E-Mobiltät sowie an der Entwicklung moderner Heiztechnik an der Schnittstelle der Kohlekonversionin Ibbenbüren beteiligen. „28 Ladesäulen haben wir vom Land mit Co-Förderung der Kommunen gefördert bekommen“, berichtete Burlage und verwies auf den Beitritt zum Netzwerk im Kreis Steingurt, sodass dort überall mit einer Karten gezahlt werden könne.

Marktraumumstellung

Eine besondere Herausforderung sei die Marktraumumstellung von L-Gas auf H-Gas samt Geräteanpassung durch die Bundesnetzagentur. Hierbei stehe die SWTE GmbH ebenso mit Rat und Tat zur Seite wie bei Projekten wie Bau eines Blockheizkraftwerks fürs Schulzentrum in Hörstel, Photovoltaik- oder Niederstrom-Anlagen. Eigene Projekte zu Nutzung erneuerbarer Energien, so Burlage auf Nachfrage von Grünen-Fraktionschef Dieter Hörnschemeyer, plane SWTE nicht: „Nur,wenn Sie als Gemeinde sagen, wir wollen etwas entwickeln.“ Ein echtes Ökostrom-Tarifangebot für die Kunden, nachdem Stefan Franke fragte, gebe es noch nicht,man beabsichtige aber, sich dorthin zu entwickeln. „Wir sind derzeit im Aufbau“, erklärte er auch zur Frage nach dem Personal: Spätestens ab 1.Januar 2021 werde man den alleinigen Netzbetrieb mit einer „zweistelligen Personenzahl“ übernehmen.


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