Bald kein Markt mehr in Büren Edeka-Markt Krasniqi schließt am 18. August

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Ladenbetreiber Mentor Krasniqi und seine Angestellten Margot Berling und Beate Große-Kohlbrecher vor dem Edeka-Markt in Büren. Foto: Erna BergLadenbetreiber Mentor Krasniqi und seine Angestellten Margot Berling und Beate Große-Kohlbrecher vor dem Edeka-Markt in Büren. Foto: Erna Berg

Lotte. Alle Gerüchte haben nun ein Ende. Was Kunden schon vermutet, befürchtet oder gewusst haben, der Edeka-Markt Krasniqi an der Landwehrstraße in Büren schließt im August 2018.

Im Januar informierte der Betreiber des Marktes, Mentor Krasniqi, seine Mitarbeiter, dass der Mietvertrag mit dem Eigentümer ausgelaufen sei und nicht verlängert wurde. „Obwohl ein Rewe im Landwehrviertel einen Markt bauen wird, haben wir ein Angebot gemacht, das aber abgelehnt wurde. Es muss eben beiden Seiten passen,“ äußerte er sich am Freitag dazu. Der vierfache Familienvater weiß noch nicht, wie seine berufliche Zukunft aussehen wird, würde aber gerne als Marktbetreiber weitermachen. Seit März 2013 leitet er den Laden in Büren.

„Das Angebot und die Bedingungen von Edeka waren nicht akzeptabel, sodass wir uns nicht einigen konnten und der Vertrag nicht verlängert wurde“,  sagte Joachim Schmitte, Eigentümer des Gebäudes. Die Bäckerei Wieking bleibe, werde umgestaltet und bekomme einen eigenen Eingang. Der Markt selber werde für ein halbes Jahr geschlossen, wie es dann weitergehe, stände noch nicht fest.

Zwanzig Mitarbeiter in Voll- oder Teilzeit sind betroffen. Einige haben eine neue Stelle gefunden, andere suchen laut Krasniqi noch. Seit fast 45 Jahren ist Margot Berling an diesem Standort beschäftigt. „Sie gehört eigentlich schon zum Inventar“, meint ihre Kollegin Beate Große-Kohlbrecher voller Respekt, selber seit 17 Jahren im Bürener Markt tätig.

Berling kennt die meisten Kunden schon von klein auf: „Mir sind viele Leute aus Büren und Umgebung ans Herz gewachsen“, sagte die beliebte Kassiererin, stets ein freundliches und fröhliches Wort für ihre Kunden auf den Lippen. Beide Frauen können trotz ihrer Traurigkeit in die Zukunft blicken, denn sie haben eine neue Arbeitsstelle gefunden.

Angelika Fischer, ehemalige Mitarbeiterin und treue Kundin, hatte sich schon gewundert, dass die Regale immer leerer wurden. Sie bedauert es sehr, wenn der Markt schließt: „Meine 78-Jährige Mutter wohnt ganz in der Nähe und konnte bisher hier ihre Einkäufe selbst erledigen. Viele alte Leute leben entlang der Landwehrstraße oder Umgebung. Wer schlecht zu Fuß ist oder auch kein Auto hat, für den wird es wirklich schwierig sich zu versorgen. Wir haben hier ja sonst nix zum Einkaufen in der Nähe, müssten nach Eversburg oder Wersen fahren!“

Noch wird der Laden mit Grundnahrungsmitteln und anderen wichtigen Artikeln beliefert. Am 18. August ist um 18 Uhr Schluss.


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