Schützenfest in Wersen Heinrich Winkelmann regiert den Dütestrand


Lotte. Mit dem vergangenen ersten Juliwochenende hat der Schützenverein „Dütestrand“ Wersen eine über 350-jährige Tradition fortgeführt. Der Verein feierte drei Tage lang das Schützenfest und ermittelte am Sonntag im Königsschießen den neuen König.

Bereits am Freitag startete das Schützenfest. Die 3. Wersener Meisterschaft, wurde in dem Festzelt an der Wersener Schule ausgetragen. Insgesamt traten dabei vier Mannschaften à vier Teammitglieder in drei Spielen gegeneinander an. Spielleiterin Maren Brinkmann erklärte: „Wir haben die ‚Wäscheklammerstaffel‘, das ‚Luftballonsitzen‘ und den ‚Gabellufttransporter‘.“ Die Gruppen waren in Feierlaune, und so starteten sie motiviert in das erste Spiel: Mit einer Wäscheklammer einen Gegenstand aufheben, ihn einmal um den Stuhl tragen und an ein anderes Teammitglied weitergeben, bis es am Ende der Kette in dem Eimer landete. Die „Pussykracher“ gewannen dabei gegen die „Schützenjugend“ und „Dynamo Dinkelbrot“ gewann gegen „Die Gummibierbande“. So ging es in das nächste Spiel: das „Luftballonsitzen“. „Ein Zweierteam läuft zu dem Stuhl, auf dem ein Luftballon liegt und bläst diesen auf“, erklärte Brinkmann den Gruppen. „Dann wird der Ballon auf den Schoß des einen Spielers gelegt. Der andere Spieler setzt sich darauf und versucht den Ballon mit seinem Gewicht zum Platzen zu bringen.“ Erst dann durfte das andere Zweierteam ablösen. Insgesamt sollten vier Luftballons zum Platzen gebracht werden. Beim dritten Spiel ging es wieder mehr um Geschicklichkeit. Jeder Spieler bekam zwei Schaschlikspieße in die Hand. Die Mannschaftsmitglieder saßen hintereinander auf den Stühlen und reichten mit den Spießen einen Luftballon über die Köpfe nach hinten weiter. Danach konnten die Mannschaften und Besucher den Abend bei der „1-Euro-Party“ und Musik von DJ „Mr. P. A.“ ausklingen lassen.

Kinder an die Macht

Am zweiten Tag des Schützenfestes drehte sich alles um die Jugend des Schützenvereins. Die kleinen Besucher konnten sich auf einer Hüpfburg austoben, fürs Kinderkönigsschießen stand der Adler schon bereit. Der Rumpf fiel schließlich bei Sarah Bucken, die somit zur neuen Königin gekrönt wurde. Nach dem Schießen fand mit der Band „Odyssee“ der Königsball statt.

Musik und Hufgeklapper hörten die Bewohner am Sonntag in den Straßen Wersens. Das Königspaar Doris und Wilhelm Schwegmann und deren Gefolge fuhren mit zwei Kutschen durch den Ort, dicht hinter ihnen der Spielmannszug Lotte und der Musikverein Recke, sowie die Schützenvereinsmitglieder. Unter ihnen Bürgermeister Rainer Lammers. Präsident Marco Janning begrüßte die Gäste und stellte den Hofstaat vor. „Das Königspaar hat heute seinen 36. Hochzeitstag“, sagte Janning. Er bedankte sich beim Hofstaat für das ganze Jahr im Amt und erklärte, dass er nun abgelöst werde. Auch Bürgermeister Lammers bedankte sich bei dem Königspaar: „Wir haben ein tolles Paar gehabt, und alle waren mit euch zufrieden.“ In seinen Augen sei es wichtig, dass die Tradition des Schützenfestes gepflegt werde. „Ich weiß, dass wir das in Zukunft weiter feiern werden, und auch dass die Jugend dabei ist, ist hervorragend, denn ohne sie kommen wir nicht weiter.“

Der König wird zum Adjutanten

Dann ging es zum Adlerschießen. Wilhelm Schwegmann setzte als König den ersten Schuss und ergatterte den Ring. Nach einem munteren Schießen fiel der Rumpf schließlich bei Heinrich Winkelmann. Mit viel Applaus wurde Winkelmann zum neuen König gekrönt und löst somit Schwegmann ab. Katja Winkelmann bekam die Krone und steht ihrem König als Königin zur Seite. Doch Schwegmann dürfte in Zukunft nicht allzu langweilig werden, denn Winkelmann wählte ihn zu seinem Adjutanten und somit auch Ehefrau Doris Schwegmann zur Adjutantin. Kerstin Bucken, Tanja Gewohn und Larissa Lienemann wurden die Ehrendamen. Heinrich und Katja Winkelmann eröffneten nach der Krönung den königlichen Tanz. Bis in den späten Abend hinein feierten die Wersener Schützen im Festzelt im Ortskern ihre neuen Regenten.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN