Wichtige Weichenstellungen Bau- und Planungsausschuss tagt am Dienstag

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Luftaufnahme des Sportparks am Lotter Kreuz vom Mai 2016. Vorn das Stadion der Sportfreunde Lotte, dahinter links das Hambrink-Stadion mit der alten Turnhalle daneben, rechts neben den Tennisplätzen die sanierungsbedürftige Tennishalle. Archivfoto: David EbenerLuftaufnahme des Sportparks am Lotter Kreuz vom Mai 2016. Vorn das Stadion der Sportfreunde Lotte, dahinter links das Hambrink-Stadion mit der alten Turnhalle daneben, rechts neben den Tennisplätzen die sanierungsbedürftige Tennishalle. Archivfoto: David Ebener

Lotte. Ein dickes Beratungspaket haben die Lotter Kommunalpolitiker in der nächsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Dienstag, 3. Juli, vor der Brust. Darunter ist auch der Masterplan Sportzentrum. Der öffentliche Teil beginnt um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses; eine nichtöffentliche Sitzung schließt sich an.

Neben Beschlussempfehlungen zum Wasserversorgungskonzept der Gemeinde, zur Ausführungsplanung der Sanierung und Erweiterung der Feuerwache Wersen und zur Entwurfsplanung für die Erneuerung der Sanitäranlagen im Rathaus geht es um wichtige Weichenstellungen, aber noch keine endgültigen Beschlüsse für bauliche Entwicklungen in Alt-Lotte und in Wersen.

Grundlage für weitergehende Planungen

So wird das Gremium über den Entwurf des Masterplans Sportzentrum Lotte 2030 beraten und abstimmen, wobei die endgültige Entscheidung wie bei allen Ausschussbeschlüssen dann vom gesamten Gemeinderat zu fällen ist. Auch ist der Entwurf nur eine Grundlage für weitergehende Planungen und Entscheidungen, die noch im Einzelnen entwickelt, diskutiert und beschlossen werden müssen.

Im vergangenen Jahr war die Verwaltung im Zuge der Beratungen zum Bebauungsplan „Sportzentrum“ gebeten worden, eine Gesamtkonzeption für den Bereich zu erarbeiten. Auch die Bezirksregierung hatte empfohlen, die gesamte Fläche zu überprüfen und zu überplanen. Wegen der vielen verschiedenen Nutzungen und unterschiedlichen Akteure – Grundschule Lotte, Sportfreunde Lotte, TuS Lotte, Schützenverein mit Schützenhaus und Schießanlage, Tennisplatz und Tennishalle, Bogenschießanlage – sollte der Bereich über eine Masterplanung ganzheitlich betrachtet und auf die künftigen Entwicklungsmöglichkeiten bis 2030 abgeklopft werden.

Ergebnisse zweier Workshops

Im November 2017 wurde das auch beim Ikek (Integriertes Kommunales Handlungskonzept) federführende Büro planinvent aus Münster mit der Erarbeitung des Masterplans Sportzentrum beauftragt. In diesem Jahr fanden dazu zwei Workshops statt, in denen mit allen Beteiligten Schwächen, Probleme, Mängel und Risiken benannt und Ideen, Wünsche und Vorschläge gesammelt und diskutiert wurden. Die Ergebnisse hat planinvent in einem Gesamtkonzept niedergelegt. Dieser Masterplan-Entwurf, der unter anderem Hinweise zur kurz-, mittel- und langfristig umzusetzenden Teilprojekten enthält, steht am Dienstag auf der Tagesordnung.

Dreifachhalle kurzfristig umsetzbar

Als kurzfristig zu realisieren gelten in diesem Umsetzungsplan der Neubau einer wettkampffähigen Dreifachsporthalle als Multifunktionshalle, die auch von der Grundschule genutzt wird, die Erneuerung des Hambrink-Stadions, die Umgestaltung der Jahnstraße mit Buswende und des Vorplatzes/Eingangs zum Frimo-Stadion samt Beschilderung und Besucherlenkung sowie der Verbesserung und Aufwertung der Begrünung.

Verdichtung von Wohngebieten

Um der Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum, insbesondere auch nach barrierefreien seniorengerechten Wohnungen, bei gleichzeitiger Einhaltung des Grundsatzes Innenverdichtung bestehender Siedlungen vor Ausweisung neuer Baugebiete Rechnung zu tragen, stehen mehrere Grundsatzbeschlüsse an. So zu einer entsprechenden Änderung der Bebauungspläne Boyersweg, Ortskern Mitte und Mersch und zum Beitritt der Gemeinde Lotte zur landeseigenen Gesellschaft für Kommunale Enwicklung (NRW.URBAN).

Edeka-Erweiterung

Um die Erweiterung des Edeka-Marktes geht es bei den Abwägungsbeschlüssen zu den Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanänderungen Ortskern Süd. Damit wird deren öffentliche Auslegung abgeschlossen.

Rund um den Bahnhof Wersen

Die CDU-Fraktion stellt in der Sitzung am Dienstag zwei Entwürfe zu möglichen Nutzungen/Entwicklungen des Bereichs ehemaliger Bahnhof/Mühlengrund/Bergstraße in Wersen zur Diskussion. Beide sehen einen Ausbau des vorderen teils der Straße Mühlengrund sowie des Knotens Mühlengrund/Bergstraße/Atterstraße vor. Sie unterschieden sich durch die Lage des Haltepunkts und der Park&Ride-Flächen für den Fall der Tecklenburger-Nordbahn-Reaktivierung. Westlich der Feuerwehr hält der erste Entwurf Wohnbebauung für denkbar, gegenüber Gewerbe. Im zweiten Entwurf könnte nördlich der Feuerwehr an der Bergstraße Einzelhandel entstehen. Westlich der Feuerwehr wäre nach diesem Denkmodell ein Kindergarten möglich.


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