Interkommunale Verbindungen Märchenhaft verwöhnt bei der Bürgerstiftung Lotte

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Lotte. Märchenhaftes traf beim vergangenen Benefizessen der Bürgerstiftung Lotte in den Wersener Ratsstuben auf interkommunale und sportliche Verbindungen.

Mit Bedauern hatten Stiftungsratsvorsitzender Wolfgang Israel, sein Vertreter Ulrich Harhues und Stiftungsratsgeschäftsführer Dieter-Joachim Srock, einige kurzfristige Absagen registriert. Gleichwohl hießen sie die Ehrengäste – Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp, Sponsor Andre Tocke und Claus Weidner als Kulturbeauftragten – herzlich willkommen.

Ganz nach dem Motto „Tischlein deck dich“, hatte Lottes Märchenerzählerin Thekla Hasselkuß ab dem Nachmittag in der Ratsstubenküche mit dem Team von Wirt Thomas Engel geschwitzt, um den 25 – zumindest eingeladenen – Gästen ein märchenhaftes Mehrgängemenü nach eigenen Rezepten aufzutischen. Dafür zahlen die Gäste 25 Euro, was den Namen des Dinners „25 mal 25“ erklärt. Engel, der vor fünf Jahren die Idee zu dem Benefizessen hatte, zieht lediglich den Wert der verkochten Waren ab und gibt den Überschuss an die Stiftung weiter. „Durch Thomas Engel erhält die Stiftung regelmäßige Einnahmen. Das ist für uns die Möglichkeit, Gutes zu tun und ist die Voraussetzung, in Lotte wirksam werden zu können“, meint dazu Wolfgang Israel.

Wallenhorsts Bürgergmeister zu Gast

Diese Idee fand auch Wallenhorsts Bürgermeister Otto Steinkamp prima. Er freute sich über den herzlichen Empfang und war hörbar im Feierabendmodus: „Ich soll hier Grußworte halten. Das tue ich jetzt: Ich grüße Sie.“ Srock beschrieb ihn als den ehemaligen Chef von Lottes Hauptamtsleiterin Petra Tepe. Aber nicht nur personelle Verbindungen gibt es zwischen den beiden Kommunen dies- und jenseits der Landesgrenze. Auch in Wallenhorst gibt es seit vielen Jahren eine Bürgerstiftung. Die Idee des Benefizessens wolle er an die Wallenhorster Stiftungsvorsitzende Annegret Rethmann weitergeben, sagte Steinkamp. Und noch ein verbindendes Thema sprach Steinkamp an: „Ich hoffe, dass wir in den nächsten zwei bis fünf Jahren einen Radweg von Wallenhorst nach Lotte haben werden“. Auch der angedachte Bürgerbus von Wallenhorst zum Halener Bahnhof und nach Wersen und der Schnatgang von Kommunalpolitikern beider Gemeinden tragen zur interkommunalen Verbindung bei.

Märchenhafter Verwöhnkontrast

Zur politischen Realität bot Hasselkuß ein märchenhaftes Menü, das sich den Speisekarten mit Scherenschnittmotiv vom „Tischlein-deck-dich“ entnehmen ließ: „Vom Fischer un sinner Fru“, „Aschenputtel“, „Witwe Bolte“ und „Schneewittchen“ hießen die vier Gänge.

„Rotkäppchen“ nach Joachim Ringelnatz

Märchenhaftes hatte auch Schauspieler und Rezitator Claus Weidner in sein Unterhaltungsprogramm aufgenommen. Nach Gedichten über den knurrigen „Kuttel Daddeldu“ von Joachim Ringelnatz, trug Weidner Märchen vor. Auch das „Rotkäppchen“, das Ringelnatz den Kuttel erzählen lässt, und in dem letztlich alle außer der Großmutter gefressen sind – ein unerwartetes Ringelnatz-Ende eben.

Trikot ersteigert für die Bürgerstiftung

Zum Budget der Bürgerstiftung Lotte trug auch Andre Tocke mit 1550 Euro bei. Der Glas- und Gebäudereiniger ersteigerte das Trikot, das Ex-SFL-Keeper Benedikt Fernandez bei seinem letzten Pflichtspiel trug. „Es hat noch Geruchs- und Gebrauchsspuren“, berichtete Sponsor Tocke schmunzelnd und betonte: „Dass die Bürgerstiftung den Erlös bekommt, finde ich richtig gut“.


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