„Entdecke, was sich bewegt“ Spannender Forschertag an Alt-Lotter Grundschule

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Lotte. Wie beweglich der menschliche Körper ist und wie es ist, wenn man in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, konnten rund 70 Kinder beim diesjährigen Forschertag in der Grundschule Alt-Lotte entdecken.

„Entdecke, was sich bewegt“ lautete das Motto, zu dem der Offene Ganztag der Alt-Lotter Grundschule und jede der drei Kitas besondere Aktionen vorbereitet hatten. Im Schuleingangsbereich hieß es an der Station von Bettina Niederholtmeyer und Wiebke Schüring von der Noah-Kita „Mobilität mit Abstrichen“. Der springlebendige Nachwuchs stand erst einmal rätselnd vor einem Erwachsenenrollstuhl sowie vor einem Kinder-Rollator und vor einem kinderradgroßen Dreirad.

Eingeschränkte Mobilität

Luisa probierte den Rollstuhl im Slalomparcours aus und erkannte: „Es ist ganz schön schwierig, den zu lenken.“ Justus humpelte im Rollator, ein Bein in eine Papierrolle gesteckt, durch den Parcours. „Das ist schon komisch mit dem stillgelegten Bein“, sagte Justus beeindruckt.

Wer auf dem Dreirad Platz nahm, dem wurden die Füße angeschnallt. Das war auch für Dominik ein komisches Gefühl. Das Rad und den kleinen Rollator hatte die Firma Schuchmann-Reha der Kita ausgeliehen. Der Rollstuhl war eine Leihgabe des DRK Tecklenburger Land. „Kann ich mal den Rollstuhl ausprobieren?“, fragte Leon. Er kam ganz gut zurecht und kurvte los. Spielerisch lernten die Kinder so, wie es ist, wenn man in seiner Mobilität eingeschränkt ist. Alle lernten zudem, dass man auch für das Fortbewegen mit Gehhilfen eine besondere Technik braucht. Das zeigte Neve „ihrer“ Gruppe. Die Viertklässlerin besucht die OGS und war, wie andere ihrer Jahrgangsstufe, eine Lotsin.

Eingeschränktes Sehen hatten sich OGS-Leiterin Martina Blömker und ihre Kollegin Adelheid Schmalz als Thema gewählt. Mit Frischhaltefolie beklebte Taucherbrillen bekamen die Kinder aufgesetzt und konnten einen Parcours nur mithilfe einer sehenden Begleitung absolvieren. Zum Abschluss beschmierte jeder Teilnehmer eine Brothälfte mit Marmelade. „Das war einfach“, meinte ein i-Mädchen, als es die Brille abgesetzt hatte, räumte dann aber doch ein: „Mit freier Sicht geht alles besser.“

Geschenk für Koordination

Das merkten auch die Teilnehmer, die sich bei Carnita Kemish von der Awo-Kita einfanden. „Ihr kennt doch das Spiel Twister?“, fragte sie. Klar kannten viele Kinder das Spiel, bei dem man Hände und Füße auf vier Farben setzen muss. Im Wechsel drehte je ein Kind einen Zeiger auf einer Scheibe. „Rechte Hand auf Rot“, hieß es. Nun waren vier bewegliche Kandidaten gefragt. Zwischendurch mussten sie Sonderaufgaben lösen, wie mit dem Popo zu wackeln, ohne ihre Position zu verändern. „Toll macht ihr das. Ich hätte sicher einen Knoten in Armen und Beinen“, lobte die Erzieherin schmunzelnd die Akteure, die sich fast wie Schlangenmenschen verbiegen konnten. Das Spiel schenkte die Awo dem Offenen Ganztag.

Zehenspitzengefühl

Draußen bei der Station der Kinderland-Kita war Zehenspitzengefühl gefragt. „Wir benutzen heute unsere Füße. Jeder von euch hat wundervolle Zehen“, machte Saskia Krischke neugierig. Dana und die anderen hatten flugs Schuhe und Socken ausgezogen. Blitzeschnell hatte Dana kleine Murmeln zwischen ihre gekrümmten Zehen geklemmt und in einen Becher bugsiert. „Das waren sogar zwei auf einmal“, sagte sie erstaunt über ihre Fertigkeit.

Eine Stufe schwerer war es, mit einem Stift zwischen den Zehen zu malen. Angela Ruppert half Dana, dass das Blatt nicht vom böigen Wind weggepustet wurde. „Gut gemacht. Man kann erkennen, dass du eine Sonne gemalt hast“, lobte sie die junge Fußmalerin.


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