Die Kilometerfresserin Lotter Stadtradeln-Star hat die 1000er Marke geknackt

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Lotte. Seit dem 10. Juni läuft die Aktion Stadtradeln in der Gemeinde Lotte. Bis zum 30. Juni wollen die bisher 96 aktiven Teilnehmer, darunter 27 Parlamentarier und 13 Teams, so viele Kilometer wie möglich auf dem Fahrrad zurücklegen. Bisher sind schon 12683 Kilometer zusammengekommen. Einen erklecklichen Teil davon hat Stadtradeln-Star Marita Ritter beigesteuert.

Die Halenerin verzichtet im Gegensatz zu den „normalen“ Teilnehmern im Aktionszeitraum komplett aufs Auto und auf öffentliche Verkehrsmittel. Sie radelt für das Team Bürger-Radweg und dokumentiert ihre Erfahrungen in einem Blog – Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Zum Auftakt 213 Kilometer auf dem Rennrad

Gleich der erste Eintrag am 10. Juni zeugt von einer strammen Leistung: „Nach der Hochzeitsfeier meiner Tochter ging es am anderen Morgen auf dem Rennrad über Krefeld, Wesel, Borken, Ahaus und Rheine nach Hause. Ideales Radelwetter erleichterte das Unternehmen, sodass ich gegen 19 Uhr und nach 213 km die heimatlichen Gefilde erreichte, hungrig, müde, aber glücklich“, schreibt die Yoga-Lehrerin, die Kurse unter anderem in Wallenhorst und Westerkappeln gibt und zusammen mit ihrem Mann in Freizeit und Urlaub ohnehin viel mit dem Rad fährt.

„Ein normaler Montag“ betitelt sie den nächsten Eintrag, in dem sie schildert, wie sie ihren Mann morgens auf seinem Weg zur Arbeit per Rad bis Pente begleitet,über Hollage zurückfährt, dann mit Hündin Funny eine Jogging-Runde einschiebt, anschließend nach Westerkappeln zum Einkaufen und wieder zurück radelt und abends ihrem Mann nach Bramsche entgegenfährt, natürlich wieder auf dem Fahrrad.

Morgens Trike, mittags Lastenrad, nachmittags Rennrad

Am Dienstag wechselt sie zwischen Trike- und Rennradfahren, Yoga, Haus- und Gartenarbeit. Der „Busy Mittwoch“ sah so aus: „Früh am Morgen mit dem Rennrad zum Zahnarzt. Vormittags zum Shopping nach Wallenhorst. Mittags mit Lastenrad und Yoga-Utensilien nach Hollage. Nachmittags schnell aufs Rennrad, um die schon besichtigten Laufschuhe im Sportgeschäft zu kaufen, und abends wieder mit den Yoga-Sachen nach Westerkappeln. Zwischendurch war nur wenig Zeit, um die leckeren Beeren im Garten zu pflücken und genießen.“ Und so geht es munter weiter: Am Freitag legt Marita Ritter 122 Kilometer mit dem Rennrad zu Tochter und Enkel in Bünde mit einer Schleife über Bad Essen zurück.

Sportlicher Samstag

Der Samstag wird selbst für ihre Verhältnisse richtig sportlich: „Nach einer frühen, gemütlichen Einkaufstour kam der Gipfelsturm mit dem MTB [Mountainbike, Red.] zum Piesberg und zum Penter Knapp. Dann ging es mit dem Lastenrad und jeder Menge Sportutensilien zum Sportplatz. Dort war 60-Jahr-Feier des SC Halen. Ich beteiligte mich mit 10 km Laufen, um 60 km gesamt als Team zusammen zu bekommen. Dann gab es unter meiner Leitung eine kleine Yoga-Fitness-Vorführung. Schnell nach Hause und aufs Rennrad, um Richtung Dümmer See Thomas und seinen Grimme-Kollegen von der Dänemark-Tour entgegenzufahren. Von Damme dann wieder nach Hause. Alles zusammen waren es heute 154 km.“

Am Montag wieder mehr als 100 Kilometer

Nach einer Erholungsphase am Sonntag, als die Halenerin „nur“ auf Umwegen Brötchen holte, gemütlich durch die Natur radelte und mal eben nach Osnabrück fuhr, dort die neue Adresse einer Freundin suchte und wieder zurück radelte, startete der Stadradeln-Star die zweite Woche wieder mit einem Tagesergebnis von 108 Kilometern. 1000 Kilometer hatte alleine Marita Ritter bis Dienstag, 19. Juni, schon fürs Team und die Aktion erradelt.

Man darf also gespannt sein, wie es weitergeht und wie die Gemeinde Lotte im Vergleich zu anderen teilnehmenden Kommunen bei dieser bundesweit noch bis September laufenden Aktion des Klimabündnisses abschneidet. Zum Abschluss der Aktion in Lotte werden wir ein vorläufiges Resümee ziehen und natürlich auch über die lokale Siegerehrung berichten.

Ein Gewinner steht jetzt schon fest, nämlich das Klima: Am 18. Juni wurden durch bis dahin absolvierte Fahrrad- statt Autokilometer bereits zwei Tonnen CO2 eingespart.


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