Mit Kletterspaß und Gruselfaktor Kinderland Lotte feiert sein erstes Waldfest

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Lotte. Das Kinderland in Alt-Lotte hat sein erstes Waldfest als Abschluss nach zwei aufregenden Waldwochen gefeiert. Kinder, Eltern und Erzieher erlebten einen spannenden Nachmittag in einem kleinen Wald nahe dem Hischebach.

Viele kleine Schritte in festen Schuhen oder Gummistiefeln waren es von der Kinderlandkita, durch ein mit bunten Luftballons geschmücktes Tor, über einen Bauernhof bis zum Wald, der wie verzaubert aussah. Auf einem u-förmigen Waldsofa – von den kreativen Kindern selbst gebaut aus vielen Zweigen und Ästen – ließen sich die Großen und Kleinen nieder und wurden von Einrichtungsleiterin Sabrina Ostkamp begrüßt.

Die Kindergartenkinder sangen für ihre erwachsenen Gäste ihr eingeübtes Lied: „Wenn wir im Wald spazieren gehen,…“ Sie kennen und lieben dieses Fleckchen, denn jeden Donnerstag besucht eine Gruppe den abenteuerlichen Ort, an dem es viel zu entdecken gibt, an dem man aber auch achtsam sein muss, da sich ein Bachlauf und Eisenbahngleise in der Nähe befinden.

Verschiedene Stationen luden Kinder und Eltern zu Mitmachaktionen ein und zum Kennenlernen dieses schönen Stücks Natur. Auf einem weißen Laken konnten sie ein Waldmandala oder ein Mobile aus Naturmaterialien zum Aufhängen gestalten. Eine Sprossenleiter hatten die Kinderland-Mitarbeiter zwischen zwei Bäume gespannt. Für Hennes war es eine Leichtigkeit trotz Gummistiefeln von einem Ende zum anderen und zurück zu klettern.

Eine weitere Kletterstation zwischen zwei starken Bäumen sah ganz schön herausfordernd aus: Ein langes Seil oben, eins unten für die Füße und viele herab hängende zum Greifen. Während Titus sich traute, sang Schwesterchen Mila oben auf Papas Schultern sitzend ein kleines Liedchen. Dann probierte die Dreijährige es ebenfalls aus – kinderleicht.

An einem riesengroßen, roten Gespinst aus Wolle konnten die Kinder kleine Fundstücke aufhängen, doch Hayley und Sára hatte eine innovative Idee: „Wir bauen daraus ein Haus mit Dachboden!“ Hayley war es auch, die ihre Mama mit einem erleuchtenden Tipp in einen stockdusteren Bunker lockte: „Wir können doch mit Handylicht da rein!“ Sich in dieses, als Erdhügel getarntes, alte Gemäuer zu begeben, war schon alleine ein Abenteuer und Mutprobe für manche erwachsene Person. „Der Bunker hat wirklich Gruselfaktor“, lachte Sabrina Ostkamp. Doch alle kamen wieder heile raus, ein Gespenst hatte auch niemand entdeckt.

Von einem Hochsitz aus schauten die Kinder über Äcker und Wiesen, leider zeigte sich kein scheues Reh an diesem Nachmittag. Ein filigranes Farnwäldchen ließ den Wald noch märchenhafter erscheinen.

Nachdem Kinder und Eltern ausgiebig das Gelände erkundet hatten, hielt Oliver Steinmetz von der Musikschule „Forum Musaik“ eine Überraschung bereit, von der nicht einmal die Erzieherinnen etwas wussten. Alle, bis auf die eingeweihten Kinder, nahmen wieder auf dem hölzernen Waldsofa Platz oder rückten schnell noch den einen oder anderen Ast an die richtige Stelle, damit man sicher sitzen konnte. Acht Kinder in samtenen Umhängen erzählten singend und mit ihren kleinen Instrumenten die Geschichte über Tiere in Wald: Die Waldmusikanten. Eine Eule heulte, ein Rabe krächzte, der Buntspecht hämmerte, und eine ängstliche Mäusefamilie stimmte vorsichtig mit ein. Die jungen Waldmusikanten bekamen viel Applaus.

Wer sich bis jetzt noch nicht gestärkt hatte, besuchte das verlockende Kuchen- und Melonenbuffet , spendiert von den Eltern oder genoss Kaffee oder Kaltgetränk unter dem schattigen Blätterdach, das auch bei leichtem Regen die Waldbesucher trocken lässt und sie bei hohen Temperaturen vor der Hitze schützt.


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