Lotter Team sucht Verstärkung Ambulantes Pflegekonzept Buurtzorg noch im Aufbau

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Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, etwa beim Fensterputzen, Gardinenwaschen, Wäscheaufhängen, Einkaufen, oder bei der Gartenarbeit und kleinen Reparaturen benötigen Senioren meist viel eher als die eigentliche Pflege. Das durch Vernetzung von professioneller und ehrenamtlicher Unterstützung zusammen mit Familie und Nachbarn zu organisieren ist das Konzept der Buurtzorg-Modells. Foto: Silvia Marks/dpaHilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung, etwa beim Fensterputzen, Gardinenwaschen, Wäscheaufhängen, Einkaufen, oder bei der Gartenarbeit und kleinen Reparaturen benötigen Senioren meist viel eher als die eigentliche Pflege. Das durch Vernetzung von professioneller und ehrenamtlicher Unterstützung zusammen mit Familie und Nachbarn zu organisieren ist das Konzept der Buurtzorg-Modells. Foto: Silvia Marks/dpa

Lotte. „Weniger Bürokratie? Mehr Zeit am Patienten? Entscheiden im Team? Wir haben das Niederländische Pflegekonzept Buurtzorg nach Deutschland geholt. Werden Sie Teil davon!“ So wirbt das Lotter Buurtzorg-Team der Sander Pflege GmbH auf Facebook um Verstärkung. Denn der Bedarf ist da und die Resonanz auf das Modell bisher überaus positiv, wie Buurtzorg-Koordinator Udo Janning aus Emsdetten auf Nachfrage betont.

„Buurtzorg“ bedeutet Nachbarschaftshilfe, Betreuung. Ende 2017 wurden wie berichtet an den Standorten Hörstel, Emsdetten und Lotte die ersten Teams zusammengestellt, die in enger Abstimmung mit den Betroffenen, deren Angehörigen und Umfeld eine ganzheitliche ambulante Versorgung in der gewohnten häuslichen Umgebung so organisieren wollen, dass der Patient/Pflegebedürftige möglichst lange möglichst selbstständig bleibt. In Lotte bestehe das Team derzeit aus vier Pflegefach - und zwei Betreuungskräften. „Da fehlen noch ein paar Köpfe“, erklärt Janning, warum in der Anzeige auf der Facebook-Seite „Lotte und wir“ Pflegefachkräfte ebenso gesucht werden wir Krankenpfleger, Betreuungskräfte und hauswirtschaftliche Hilfskräfte. Bisher habe es nur eine Bewerbung darauf gegeben, aus der nichts geworden sei, so Janning. Eine Bewerbungsfrist gebe es nicht, auch keine zahlenmäßige Begrenzung: „Wenn ein Team voll ist, wird eben eine neues aufgemacht!“

Zurzeit laufe noch die Aufbau- und Schulungsphase, unter anderem für die Abrechnung per Tablet-PC. Und die Verhandlungen mit den Krankenkassen, was genau wie abgerechnet werden kann: „Wir sind da kurz vor dem Abschluss und hoffen, dass wir zum 1. 5. starten dürfen“, sagt Janning. Zurzeit stünden in Lotte vier, fünf Familien mit dem Buurtzorg-Team in Kontakt, für das vor Ort Lena Geppert (Telefon: 0151/54438553) Ansprechpartnerin ist. Gemeinsam organisiere man die ambulante Betreuung so, dass durch Vernetzung von Angehörigen, Nachbarschaftshilfe und Teammitarbeitern Behandlungspflege, hauswirtschaftliche Versorgung, Einkaufshilfe und sonstige Hilfen gewährleistet sind, dabei aber möglichst viel noch selbst erledigt wird.: „Das klappt sehr gut!“ Dadurch werde dann Zeit für andere Dinge frei: „Da kann man dann zum Beispiel am Sonntag auch mal mit jemandem in die Kirche gehen“, so Janning.

Die bisher beteiligten Patienten und Familien organisierten sich zum Teil am Wochenende schon selber, etwa bei der Medikamentengabe. „Wir schauen, was haben die Familien an Ressourcen, wie sind Zeit und Einsatz im Sinne von mehr Selbstbestimmung zu minimieren“, erklärt der Sander-Mitarbeiter. Seine Erfahrung: „Da steckt eine ganze Menge Potenzial drin. Es gibt vieles, was die noch selbst können!“

Für rund 50 Patienten in und um Lotte kommt nach seinen Worten das Buurtzorg-Konzept infrage. Deshalb werde nicht nur Verstärkung für das bestehende Team, sondern auch die Vernetzung mit den Ehrenamtlichen vom Seniorenhilfeverein „Hand in Hand“ gesucht. Denn die Menschen sollen bei diesem ambulanten Betreuungsmodell sowenig Eingriffe von außen wie möglich, aber so viel Hilfe wie nötig bekommen. Dieses Ziel, damit insbesondere älteren Leuten möglichst lange das Wohnen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen, haben Buurtzorg und Seniorenhilfe gemeinsam.


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