2000 Besucher am Frimo-Stadion 400 getunte Autos bei Saisoneröffnung in Lotte

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Lotte. Für manch einen ist das Auto ein Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu gelangen. Für die Tuningszene ist es Hobby und Beruf, in dem viel Herzblut steckt. Und das Ergebnis soll natürlich nicht verborgen bleiben.

Entsprechend hieß es am Sonntag beim großen „Season Opening“ am Frimo-Stadion der Sportfreunde Lotte: „Sehen und gesehen werden.“ Veranstalter war die siebenköpfige Gruppe „Neshforce Osnabrück“, um Organisator Tobias Bußmann.

400 PS-Monster

Rund 400 getunte Autos reihten sich auf den Parkplätzen nebeneinander. Modelle verschiedenster Marken, nach den eigenen Vorstellungen modifiziert. Die meisten tiefergelegt, mit breiten Felgen und ordentlich Pferdestärken unter der Haube. Ein Bild, das bei Szeneunkundigen oft auf Skepsis stößt.

Kampf gegen negatives Image

„Natürlich kämpfen wir gegen ein negatives Image“, erklärt er. Aber die Szene sei in weiten Teilen auch missverstanden. „Es gibt viele schwarze Schafe. Wir versuchen mit dieser Veranstaltung das Image aufzupolieren“, erklärt Mitorganisator Joshua Pehle. Im Gegensatz zum sogenannten „Carfreitag“ sei das Season Opening professionell organisiert. „Seit fünf Monaten planen wir alles durch. Wir haben die Details mit dem Ordnungsamt und dem Vorstand der Sportfreunde durchgesprochen und halten uns an alle Anordnungen“, ergänzt Bußmann. So durften alkoholische Getränke etwa nicht mit auf das Gelände gebracht werden. Außerdem wurden die Fahrer angehalten, den Lärmpegel gering zu halten. Allerdings seien einige Verstöße gegen die Zulassungsverordnung festgestellt worden, teilte die Polizei Steinfurt mit, sodass mehrere Fahrzeuge sichergestellt werden mussten. Der genaue Umfang konnte noch nicht mitgeteilt werden.

Großes Interesse

Schätzungsweise 1500 bis 2000 Besucher reisten zum „Season Opening“ auch aus den umliegenden Landkreisen an. Unter ihnen nicht nur Angehörige der Szene, sondern auch interessierte Menschen. Auf dem Gelände herrschte, auch dank des Frühlingswetters, eine ausgelassene Atmosphäre. „Alles ist friedlich, die Besucher haben Spaß und so soll es doch laufen“, ergänzt Tobias Bußmann. Die Besucher machten es sich oftmals auf ihren mitgebrachten Campingstühlen bequem oder begutachteten die anderen Autos.

Quietschorange leuchtete der alte VW Käfer von Jerome Ennen und Sandra Mörking aus dem Jahr 1984. Drei Jahre hat es gedauert, ihn zu restaurieren. „Wir hatten wirklich jede Schraube in der Hand“, berichtet Sandra Mörking. Ganz nach ihren Vorstellungen wollten sie den Auto-Klassiker gestalten. „Wir haben unter anderem den Innenraum komplett neu gemacht, belederte Rennsitze, Porsche-Amaturen und auch eine entsprechende Musikanlage eingebaut“, erläutert Jerome Ennen. „Außerdem haben wir den Wagen tiefergelegt, neue Felgen aufgezogen und auch den Motor ein wenig angepasst.“

400 PS

Sven aus Herford schraubt seit 2013 an seinem Toyota GT86. Der Wagen besitzt einen Karosseriebausatz. „Rocket Bunny“ nennt sich dieser. Charakteristischer Stil ist ein extremer Brautbau, bei dem die zusätzlichen Teile einfach mit Nieten an der Karosserie befestigt werden. 400 PS hat der rote Flitzer dank eines Turboladers unter der Haube. Er ist tiefer gelegt, hat neue Felgen bekommen und auch eine größere Bremsanlage.

Außer vielen Autos waren einige Aussteller vor Ort. Die Besucher konnten sich Tipps zu Motortuning und Felgen holen, Ratschläge aus Meisterhand geben lassen, Designmöglichkeiten und Lackierungen in Augenschein nehmen oder sich über die Innenraumgestaltung beraten lassen.


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