Vorstand verspricht Verbesserungen Baustellen bei den Sportfreunden Lotte

Von Carsten Richter

„Heimfans auf die Ost!!!“: Die Lotter Fangruppen wollen auf die Osttribüne und verliehen ihrer Forderung auf Transparenten und spontanen Wanderungen über die Tribünen Nachdruck. Foto: Mrugalle„Heimfans auf die Ost!!!“: Die Lotter Fangruppen wollen auf die Osttribüne und verliehen ihrer Forderung auf Transparenten und spontanen Wanderungen über die Tribünen Nachdruck. Foto: Mrugalle

Lotte. Stadionsicherheit, eine neue Heimat für die eigenen Fans, Toiletten, Rollstuhlplätze – neben dem Klassenerhalt haben die Sportfreunde Lotte einige Themen anzugehen. Nach Saisonende soll mit Hochdruck im Frimo-Stadion gearbeitet werden, verspricht der neue Vorstand.

Der Klassenerhalt steht für die Sportfreunde Lotte in diesen Tagen im Fokus. Doch nach Saisonende gibt es wegen der Fußball-Weltmeisterschaft eine elfwöchige Spielpause. Zeit genug also, um im und rund um das Frimo-Stadion bauliche Veränderungen vorzunehmen. Am dringlichsten war freilich die Reparatur des Stadionzaunes direkt vor der Gästekurve nach den Ausschreitungen der Chemnitz-Anhänger, damit der Block wieder freigegeben werden konnte. Das ist schnell geschehen. Künftig soll der Zaun aber noch merklich verstärkt werden, um dem Druck von Randalierern standzuhalten. Gelingt das nicht, ist auch ein komplett neuer Zaun denkbar. Für die Vorkommnisse rund um das Spiel gegen Chemnitz mussten die Sportfreunde Lotte mittlerweile eine Stellungnahme beim DFB abgeben. Doch damit wird es nicht getan sein. Weil der Verein für die Sicherheit im Stadion zuständig ist, droht eine kleine vierstellige Geldstrafe.

Ende der Fanwanderungen

Desweiteren war der Aufstand der eigenen Fans in den vergangenen Wochen immer wieder ein Thema. Die SFL-Fans wollen ihren Stehbereich im Block J verlassen und künftig ihren Platz auf der neuen Osttribüne beziehen. Deswegen verließen sie bei den Spielen gegen den Karlsruher SC und Fortuna Köln ihren Block und zogen auf die Westtribüne sowie auf die Radio RST-Lounge um. Für Unmut sorgte bei ihnen vor allem die Tatsache, dass die jeweiligen Gästefans hinter dem Tor stehen durften, ihnen selbst das aber versagt bleibt. Dieses Verhalten sorgte für großen Unmut beim 1. Vorsitzenden Hans-Ulrich Saatkamp. „Diesen Druck seitens der Fans konnte ich nicht nachvollziehen. Seit einem halben Jahr ist das im Vorstand ein Thema, dass auf die Osttribüne gewechselt wird. Aber so einfach ist das während einer Saison eben nicht. Es gibt schließlich behördliche sowie polizeiliche Auflagen zu beachten. Wir können ja jetzt mitten in der Saison nicht einfach unser Sicherheitskonzept ändern. Zudem ist Fantrennung ein Thema und an das Catering und Ticketing muss auch gedacht werden. Ich habe den Fans persönlich zugesichert, dass ich mich darum kümmern werde und ihnen versprochen, dass sie zu Beginn der nächsten Saison auf die Osttribüne wechseln können“, sagt Saatkamp. Das alles sei auf einem Fantreffen besprochen worden. „Seitdem ist Ruhe, weil sie auch unsere Sicht diesbezüglich verstanden haben.“

Toiletten reichen nicht für große Spiele

Ändern soll sich zur neuen Saison auch die verbesserungswürdige Situation bei den Stadiontoiletten. Der Vorwurf der Zuschauer lautet, dass einfach zu wenig Toiletten im Stadion sind, zumal durch den Bau der VIP-Logen auch noch welche weggefallen sind. „Es wird auch in dem Bereich etwas passieren. Es gibt Überlegungen, in Höhe der Mittellinie in Richtung VIP-Bereich etwas zu verändern. Ich persönlich sehe die Situation sowieso nicht als so kritisch an. Denn bei den Toiletten gibt es nur dann Probleme, wenn wir größere Spiele mit vielen Fans haben, sodass Wartezeiten entstehen. Bei normalen Spielen sehe ich diese Problematik eher nicht“, sagt Saatkamp.

Rasen und Rollstühle

Den Zustand des gerade erst im vergangenen Sommer neu verlegten Rasens sieht Saatkamp ebenfalls nicht so eng. „Man muss sich mal die Plätze woanders ansehen, die sehen auch nicht besser aus. Ich bin davon überzeugt, dass sich das von alleine erledigen wird, wenn die Wachstumsperiode einsetzt und der Regen kommt. Dann wird es auf und neben dem Platz wieder besser“.

Weitere Themen sind zudem die unzufrieden gelegenen Plätze für Rollstuhlfahrer, die sich momentan vor dem Block J auf der Gegengeraden befinden. Außerdem wird der Trainingsplatz im Hambrinkstadion weiter hergerichtet, damit dieser sich zu Saisonbeginn wieder in besserem Zustand befindet.

Neuer Vorstand ist dran

Es gibt also wieder viel zu tun für die Sportfreunde Lotte in diesem Sommer. Details über diese und weitere Vorhaben wie auch die neuen Parkplätze an der Osnabrücker Straße müssten aber noch geklärt werden, unterstreicht Saatkamp. „Wenn der Klassenerhalt geschafft ist, werden wir mit dem gewohnten Elan diese Dinge angehen. Der Vorstand wurde aber gerade erst gewählt“, so Saatkamp. Einzelheiten über geplante bauliche Veränderungen müssten mit dem Gremium erst noch besprochen werden.