Neue aktive Mitglieder gesucht 524 helfende Hände waren für Lotter Seniorenhilfe rührig

Von Ursula Holtgrewe


Lotte. Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter dem Verein „Hand in Hand – Seniorenhilfe Lotte/Westerkappeln“. Bei 262 Einsätzen unterstützte der 119 Mitglieder starke Verein Senioren. Das Ziel bleibt die Mitgliederwerbung besonders einsatzbereiter Helfer.

Bei den Wahlen, die Leo Buschenhenke leitete, drehte sich das Personenkarussell ein wenig. Kassiererin Gisela Klekamp-Lange kandidierte nicht erneut, sodass Dorothea Mönninghoff von der Beisitzerin zur Vereinsfinanzchefin aufstieg. Es blieben nach den Voten der mehr als 30 Anwesenden Vorsitzender Achim Jacob, zweiter Vorsitzender Michael Beckmann und dritte Vorsitzende und Koordinatorin Doris Hohenberger. Bestätigt wurden zudem Schriftführerin Friedel Glüder und Beisitzer Manfred Illmann. Neuer Beisitzer ist nun Klaus Kluge.

Achim Jacob berichtete über die Teilnahme an zwei Wettbewerben im abgelaufenen Jahr: „Wir lagen gut im Rennen und wurden nur zweiter Sieger ohne Preise.“ Des Weiteren appellierte Jacob an die Mitglieder, im Familien- und Bekanntenkreis dafür zu werben, dass Einsatzfreudige hinzukämen.

35 neue Mitglieder

Die Versammlung erfuhr: Es gibt erfreulicherweise 35 Neubeitritte im abgelaufenen Geschäftsjahr, aber darunter sind 25 Hilfesuchende und nur zehn Helfer. Derzeit hat der Verein 119 Mitglieder, davon 41 in Alt-Lotte, 38 in Westerkappeln, 16 in Wersen, 12 in Büren, sieben in Halen und fünf in Osterberg.

Dorothea Mönninghoff, die kommissarisch die Kasse übernommen hatte, berichtete über schwarze Zahlen. Dazu trugen auch private Zuwendungen, die von Kredit- und Lotter Institutionen kamen, bei. Ein fester Ausgabeposten ist die Versicherung für die Helfer, die mit mehr als 1800 Euro jährlich zu Buche schlägt. Außerdem entstanden Kosten für Büroausstattung und Veranstaltungen.

262 Mal für „Hand in Hand“ im Einsatz

Dass eine Homepage im Aufbau ist, wissen die Mitglieder nun, ebenso von den Einsätzen zur Unterstützung im Alltag der Mitglieder. „524 Hände haben sich gekreuzt und gedrückt. Es ist ein schönes Hand-in-Hand gewesen“, fasste Doris Hohenberger das Jahr zusammen. Gab es im Gründungsjahr 2016 durchschnittlich fünf Einsätze monatlich, waren es 2017 bereits 21. Hauptsächliche Einsatzbereiche: Fahrdienste (80), Begleitungen zu Ärzten und Einkäufen (46) und Unterstützung bei Gartenarbeit (47). „Die Helfer sind insgesamt 3392 Kilometer gefahren und haben 421 Stunden aufgewendet. Dabei waren sie von 15 Minuten bis dreieinviertel Stunden im Einsatz“, berichtete die Koordinatorin aus der Statistik.

Dank an Helfer

„Wir als Vorstand sagen Danke“, betonte Doris Hohenberger. Und sie appellierte erneut daran, für Hilfseinsätze ausschließlich die Handynummer 0152 27593423 anzurufen und nicht ihre private. „Wenn ich das Handy an ein Vorstandsmitglied weitergebe, hilft es ihm wenig, wenn eine Nachricht auf meinem privaten Anrufbeantworter aufgelaufen ist“, hob sie hervor. Auch sei es sinnvoll, sich rechtzeitig zu melden, damit der Termin koordiniert werden könne.

„Ausnahmen bleiben Akutfälle“, räumte Doris Hohenberger ein. Bewährt habe es sich, wenn Senioren bereits den Begleitservice für den nächsten Arzttermin vormerken lassen. „Ich kann dann den Hilfesuchenden an den Termin erinnern“, berichtete die Koordinatorin.

Infos direkt vom Finanzamt – Dank an Vorstand

Achim Jacob ließ die Versammlung wissen, dass Vorstandsvertreter sich in Westerkappeln den Vortrag von Finanzamtsmitarbeiter Klaus Lüken zu „Vereine und Steuern“ angehört hatten. „Wir wissen, dass wir als gemeinnütziger Verein nicht übermäßig viel Vermögen anhäufen dürfen. Wir werden uns dazu Gedanken machen und beim Finanzamt informieren. Ihr erhaltet dann Informationen“, versicherte Achim Jacob.