Zunächst provisorische Lösung Bürener Regenbogenkindergarten eingeweiht

Von Ulrich Eckseler


Lotte. Nach mehr als einem Jahr ist die Sanierung des Regenbogenkindergartens in Lotte abgeschlossen. Am Samstag lud das Team Vertreter aus Politik und Verwaltung zu einer Einweihungsfeier ein.

Sie sind ein Provisorium, die vier Gruppen, die nach dem Umbau im Regenborgenkindergarten entstanden sind. Denn geplant war ursprünglich eine Auslastung mit drei Gruppen. Geschuldet ist dies den steigenden Bedarfen, mit denen sich die Gemeinde Lotte konfrontiert sieht. Zum 1. August 2018 werden voraussichtlich 32 Kindergartengruppen benötigt, so die Berechnungen des Kreises Steinfurt.

Bis 2019 soll die Übergangslösung nun bestand haben. Gemeinsam mit dem ebenfalls provisorischen Neubau eines Drei-Gruppen-Kindergartens der an der Ecke Zum Attersee/Hoher Esch entsteht und den bestehenden Einrichtungen trage die Gemeinde so den Bedarfen für die kommenden zwei Jahre Rechnung.

„Meist dauern Provisorien ja etwas länger“

In dieser Zeit soll nun eine endgültige Lösung gefunden werden. „Meist dauern Provisorien ja etwas länger“, so Bürgermeister Rainer Lammers wörtlich. „Wir arbeiten aber kräftig daran, ein geeignetes Grundstück zu finden, um den endgültigen Kindergartenbau auf den Weg zu bringen“, fügte er hinzu. Dieses Konzept sieht den Neubau eines Fünf-Gruppen-Kindergartens vor. „Wir unterstützen den Kreis und den künftigen Träger, das „Christliche Jugenddorfwerk Deutschland“ (CJD) bei der Suche“, betonte auch die stellvertretende Verwaltungschefin Petra Tepe.

Die Aufteilung und Nutzung der Räume im Regenbogenkindergarten sei intensiv mit der Leitung und dem Kreisjugendamt abgestimmt worden, so Lammers weiter. „Es ist zum Wohle der Kinder und dass sie betreut werden, ist das Wichtigste“, betonte die stellvertretende Kindergartenleiterin Eva-Marie Mücker. Leiterin Swena Lingnau, war an diesem Tag verhindert.

450.000 Euro investiert

In den Umbau investierte die Gemeinde 540.000 Euro. Die Einrichtung liegt in kommunaler Trägerschaft. Mit der Sanierung sei „unser Kindergarten unter baulichen, energetischen und pädagogischen Grundsätzen zukunftsfähig gemacht“ worden, unterstrich der Bürgermeister.

16 Erzieherinnen betreuen künftig 74 Kinder in der Einrichtung. Die vierte Gruppe wird in einem umgebauten Raum untergebracht, der ursprüngliche als Mehrzweckzimmer mit angegliederter Küche vorgesehen war. Außerdem entstanden ein Personalraum, eine neue Küche sowie ein Essraum und ein zusätzliches WC. Die Bereiche für die unter Dreijährigen wurden zusammengeschlossen und sind nun offen gestaltet.

Im Rahmen des Umbaus fanden umfangreiche Baumaßnahmen statt. Elektroinstallationen, Heizungsanlagen, Decken und Fußböden wurden erneuert, Brand- und Blitzschutz modernisiert sowie neue Fenster und Türen eingebaut. Gleichzeitig wurde auch die Wärmeisolierung auf den neuesten Stand gebracht. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert.

Für Kinder spannend

Die Bauarbeiten erfolgten während des laufenden Betriebs. „Das war für die Kinder oft spannend. Wenn wir zum Beispiel wegen der Bauarbeiten einen anderen Weg in den Gruppenraum nehmen mussten oder die Wände abgedeckt waren und die Kinder sie selbst ausgestaltet haben“, erinnert sich Roswitha Homeyer, die seit mehr als 40 Jahren im Regenbogenkindergarten als Erzieherin arbeitet. Ihre Kolleginnen berichteten, dass auch die Handwerker oft hätten Geduld haben müssen. „Was machst Du da?“, „Wofür ist das?“, hätten sich die Kinder interessiert erkundigt.

Nach der Feier waren um 12 Uhr die Kinder mit ihren Eltern eingeladen. Das Team hatte ein kleines Rahmenprogramm organisiert. Wohl aufgrund des guten Wetters und der beginnenden Osterferien hielt sich die Nachfrage aber zunächst in Grenzen, mutmaßten die Mitarbeiterinnen.