zuletzt aktualisiert vor

Caterer Alexander Frontzek enttäuscht vom Saisonauftakt gegen Idar-Oberstein Sportfreunde liefern 0:0-Magerkost

Meine Nachrichten

Um das Thema Lotte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lotte. Immer auf Achse bei den Lotter Heimspielen ist Alexander Frontzek. Er ist der Caterer bei den Spielen in der ConnectM-Arena und dafür zuständig, dass die Fans nicht verdursten und verhungern müssen. „Da bleibt man ganz schön in Bewegung“, so sein Fazit beim 0:0 gegen Idar-Oberstein.

Dabei sind es gar nicht mal so viele Fans, die am Samstag den Weg ins Stadion gefunden hatten. Lag es am Gegner oder an der Ferienzeit? Ihm jedenfalls kann es natürlich nicht recht sein, wenn es weniger Zuschauer sind. Dieses Mal waren es offiziell 869 Zuschauer, aber es gab ja auch während seiner jahrelangen Amtszeit schon ganz andere Herausforderungen. So sind ihm die Spiele gegen RW Essen, Preußen Münster oder das Pokalspiel gegen den VfL Bochum noch gut im Gedächtnis. „Aber auch da haben wir die Leute gut versorgt“, meint Frontzek, der mit seiner Firma Mietwurst auch bei anderen Anlässen dabei ist. „Wir waren vor einer Woche beim Konzert der Söhne Mannheims in Osnabrück. Das war richtig gut und auch mal was anderes.“ Er selbst serviert seinen Kunden zwar keine Magerkost, aber über weite Strecken taten das zum Saisonauftakt die Sportfreunde Lotte. Denn außer einem Pfostentreffer und zwei Schüssen, die vor der Linie geklärt wurden, lief noch nicht viel zusammen. Da hapert es noch ziemlich. Das weiß auch der Caterer, wenn er mit den Leuten spricht. „Ich bin ja immer viel unterwegs von einem Stand zum nächsten, und da kann ich die Spiele ja kaum in Ruhe verfolgen. Aber die Reaktionen der Leute sprechen immer Bände.“ Das spürt man auch an der Bratwursttheke, denn die Leute werden dann schnell ungeduldig. „Ich denke, dass viele hier auch etwas verwöhnt sind. Bei Auswärtsfahrten sehe ich oft, dass es nur eine Bratwurstbude gibt, und für die muss man auch noch um den halben Platz laufen.“ Dabei sollte es eigentlich nichts zu meckern geben, denn auch mit den Preisen bewegt sich Frontzek nach seinen Angaben mittlerweile eher im Mittelmaß der Regionalliga.

Doch auch er ist großer SFL-Fan, und so war er enttäuscht über deren ersten Auftritt. „Die Standards sind noch genauso wie in der letzten Saison, und auch viele Flanken kommen noch nicht an. Die freien Mitspieler werden zu wenig gesehen, und die Mannschaft hat immer noch Probleme mit tief stehenden Gegnern.“ Da lässt er es auch nicht gelten, dass es das erste Saisonspiel war und man doch eigentlich noch etwas geduldig sein muss. „Ich glaube, dass wir insgesamt auch zu viele Fliegengewichte in der Mannschaft haben. Wie sollen die sich denn in den Zweikämpfen mit richtig robusten Gegenspielern behaupten?“

Vielleicht hilft da ja nur eins: Öfter mal eine Bratwurst vom Stadioncaterer zu essen – dann klappt’s vielleicht auch auf dem Platz mit der nötigen Durchschlagskraft.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN