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Absagemuffel verärgern Jugendpfleger und Anwärter auf der Warteliste 1070 fröhliche Lotter Ferienspaß-Teilnehmer in 43 Tagen

Von Ursula Holtgrewe | 28.08.2019, 19:04 Uhr

Die letzte Lotter Ferienspaßaktion 2019 lockte am Dienstag noch einmal rund 20 Kinder zum Wersener Jugendtreff Sitin. Bereits am Montag besuchte der Alt-Lotter Jugendtreff Bansen den Moviepark bei Bottrop als Abschlussangebot. Die Jugendpfleger blickten zufrieden auf eigene 68 Ferienspaßaktionen in 43 Tagen mit rund 1070 Teilnehmern zurück.

Vier der 117 im Ferienspaß-Heft zusammengetragenen Angebote sind mangels Beteiligung nicht zustande gekommen, auch einige der Jugendtreffs. Am Dienstag, dem letzten Ferientag, trafen sich trotz einiger Absagen gut gelaunte Kinder und Familien vorm Sitin. Sie konnten sich in sommerlichem Ambiente an den Spielestationen mit Jugger, Slagline und unterm Rasensprenger vergnügen sowie Waffeln und Grillwürste verputzen.

Da war Clown Tonto (Thomas Wolf) genau richtig, um die Bühne für drei seiner sechs Workshop-Teilnehmer vorzubereiten. Aileen, Hanna und Christian hatten sich an zwei Tagen Grundlagen in Clownerie und Impro-Theater angeeignet, clowneske Sketche ausgedacht und einstudiert. Klar endeten sie mit lustigem Chaos beim Sport, beim Arzt und in der Schule.

„Die Generalprobe ging schon“, verriet Hanna anschließend. Sie war beim Floßbau des Sitins dabei, aber auch im Bansen bei der Porzellanmalerei und dem Uno-Nachmittag. Gern hätte sie auch den Inliner-Biathlon besucht, aber da war Hanna verreist. Ihre Wünsche fürs nächste Jahr: „Dann mache ich beim Biathlon mit – und auf alle Fälle wieder bei Clown Tonto.“

Justus zeigte sein Können beim Spiel Jugger. Mit einem gepolsterten Stab muss man den Gegner berühren – keinesfalls schlagen. „Ich finde es gut, dass in den Ferien etwas für Kinder angeboten wird“, sagte Justus. Er habe viel Spaß bei den Fahrten zu den Freizeitparks Thüle und Schloss Dankern gehabt. „Ich war beim Zeugnisgrillen dabei und bin heute beim Ferienabschlussgrillen“, beschrieb er seine kulinarische Aktionen-Klammer um die Ferien.

Kein bunter Lotter Ferienspaß ohne Ehrenamtliche und Kooperationen

Jugendpfleger Robert Budde blickte zufrieden auf die Ferienspaß-Zeit mit rund 400 Besuchern zurück. „Ich danke allen Kooperationspartnern, ohne die wir eine derartige Vielfalt nicht hätten auf die Beine stellen können“, betonte der Jugendpfleger, der in Niedersachsen wohnt. Dass er sich während seines Familienurlaubs einmal mehr auf die Betreuung von Hans-Jürgen Fiedler und Aileen Gewohn habe verlassen können, war Budde gleichfalls wichtig: „Ohne sie wären einige Aktionen ausgefallen.“

Übereinstimmend galt ein herzliches Dankeschön aller Jugendpfleger den fast 30 Ehrenamtlichen, die teils sehr spontan bereit gewesen sind, ihre Freizeit als Ferienspaßgaranten für die Jüngeren der Lotter Gesellschaft zu investieren.

Bedauerliche Gleichgültigkeit bei Abmeldungen

Kleine Wermutstropfen trübten indes auch in diesem Jahr den Spaß einiger. Ärgerlich sei es verschiedentlich gewesen, dass Angemeldete ohne Abmeldung ferngeblieben seien, kritisierte Bude: „Das ist für uns nicht schön und schon gar nicht für diejenigen, die auf der Warteliste gestanden haben.“

Solche Erfahrungen machten auch die Jugendpflegerinnen Bianca Feist und Ulla Tschauder nicht zum ersten Mal bei Bansen-Angeboten. Sie begrüßten im Ferienspaß-Programm 672 Teilnehmer.

„Wir hatten anfangs mehrere künstlerische Angebote und sehr gute Resonanz. Das lag auch an unserer pfiffigen Unterstützung Maren Maljoku. Wenn mehr Kinder als angemeldet kamen, haben wir, wenn es ging, weitere Arbeitsplätze eingerichtet“, erinnerte sich Bianca Feist schmunzelnd unter anderem an den Nachmittag mit dem Motto Tierische Filztaschen.

Mit Bus und Bahn zu Ferienspaß-Zielen

Wenn es möglich war, nutzten sie und Ulla Tschauder Bahn und Bus, der beispielsweise zur Trampolinhalle Upsprung fuhr. „Wir achten schon aufs Geld und geben es lieber vor Ort aus, als mit langer Anreise“, betonte Bianca Feist.

Mit der Eisenbahn fuhr eine Gruppe nach Bremerhaven. „Die Fahrt war für viele spannend, weil sie noch nie mit der Bahn gefahren sind“, beschrieb Ulla Tschauder Erlebnisse der Teilnehmer. Nach einer gemeinsamen Hafenrundfahrt konnten die Reisenden eine von drei Stationen wählen, beispielsweise das Auswandererhaus. Ein weiteres Resümee: „Der Begriff Familienfahrt war für manche missverständlich, denn sie meinten, nur Familien können mitfahren. Aber auch Einzelpersonen konnten sich anschließen.“

So oder so: Alsbald planen die Jugendpfleger die Herbst- und dann die Osterferien, bevor der Ferienspaß 2020 festgezurrt wird.