Bauausschuss für Flächenumwidmung Mehr Parkplätze für die Sportfreunde Lotte

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Auf dieser Ackerfläche soll in zukünftig eine teilbefestigte Ersatzstellfläche für Stadionbesucher entstehen. Foto: Astrid SpringerAuf dieser Ackerfläche soll in zukünftig eine teilbefestigte Ersatzstellfläche für Stadionbesucher entstehen. Foto: Astrid Springer

Lotte. An den Spieltagen der Sportfreunde ist offensichtlich, dass es für die Großveranstaltungen im Frimo-Stadion weiteren Stellplatzbedarf gibt. Für die Einrichtung einer Behelfsparkfläche südlich der L 501 wurden im Lotter Bau- und Planungsausschuss die Weichen gestellt.

Für die Umwandlung der Ackerfläche unterhalb der Tennishalle müssen allerdings der Flächennutzungsplan geändert und ein neuer Bebauungsplan aufgelegt werden. „Es geht hier nicht um die Erweiterung der Sportflächen als solches“, betonte der Ausschussvorsitzende Georg Holtgrewe, „sondern um die Einrichtung temporärer Parkflächen.“

Grüne Grundsatzkritik

Anliegereinwände sprächen nicht gegen eine solche Planung, und man stimmte den Änderungen gemäß Bauleitplanung zu. Dieter Hörnschemeyer von den Grünen fragte nach der zukünftigen Unterhaltung der Fläche und kritisierte grundsätzlich die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an dem Projekt.

Begleitend wurde die Umwidmung der Ackerfläche samt Randstreifen in einen teilbefestigten Parkplatz mit großkronigen Laubbäumen, der auch als Gemeinfläche für Sport und Spiel dienen soll, ökologisch bewertet. Relevant sind dabei unter anderem die Vorgaben zum Schutz von Boden und Natur. Die Kosten für vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen belaufen sich auf rund 25000 Euro, die von Sportfreunden und Gemeinde je zur Hälfte getragen werden.

Ausgleichsfläche in Düsterdieker Niederung

Die Ausgleichsflächenplanung wird über die Naturschutzstiftung des Kreises abgewickelt und soll in der Düsterdieker Niederung zur ökologischen Optimierung eines Fließgewässers und für Grünflächenextensivierung verwendet werden.

Im Zuge der Sitzung kam das Gespräch dann noch einmal auf die Sportfreunde. SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Giebel merkte an, dass der Kunstrasen der Sportfreunde offenbar bisweilen als Parkfläche missbraucht werde. Die Reaktion in den Reihen ließ vermuten, dass das nicht aus der Luft gegriffen ist. Giebel richtete den Auftrag an die Gemeinde, das zu überprüfen.

Kritik an Vip-Lounge

Auch die Umwidmung der Cafeteria in eine Vip-Lounge war den Politikern ein Dorn im Auge. „Der Vip-Bereich mit seinen Trennwänden behindert die anderen Zuschauer beim Aufsuchen der allgemeinen Tribünen, kritisierte CDU-Fraktionsvorsitzender Werner Schwentker, der Weg auf die Toilette werde zum Nadelöhr. Die Einschätzung, dass es in der Folge zu Engpässen kommt, teilten weitere Ratsherren. Auch hier ist die Gemeinde gefordert. Fürs Bauamt erläuterte Margarete Lersch, dass es für die Umwidmung planungsrechtlich keine Einwände gegeben habe.


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