Kein Zusammenhang zur Reaktivierung Nordbahn-Güterverkehr Thema im Ausschuss

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Schwere Güterzüge, wie hier in Westerkappeln, sollen bis April aufgrund einer Baustelle am Bahnhof Rheine mehrmals wöchentlich über die Nordbahntrasse fahren. Eine Raktivierung der Strecke für den Personenverkehr soll das künftik ausschließen. Archivfoto: WNSchwere Güterzüge, wie hier in Westerkappeln, sollen bis April aufgrund einer Baustelle am Bahnhof Rheine mehrmals wöchentlich über die Nordbahntrasse fahren. Eine Raktivierung der Strecke für den Personenverkehr soll das künftik ausschließen. Archivfoto: WN

Lotte. Auf der Trasse der Tecklenburger Nordbahn (TNB) rollen bald Güterzüge – mit der geplanten Reaktivierung des Personenverkehrs habe das jedoch nichts zu tun, betonte Bürgermeister Rainer Lammers in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Eigentlich war das Thema TNB auf der Tagesordnung gar nicht explizit vorgesehen. Beim Punkt „Mitteilungen der Verwaltung“ bezog der Bürgermeister jedoch Stellung zu Berichten, wonach auf der Nordbahnstrecke im März und April mehrmals wöchentlich Güterverkehr fahren wird. Der Grund dafür ist eine Baustelle am Bahnhof in Rheine.

Kein Zusammenhang mit Reaktivierungsplanungen

„Das hat mit der Reaktivierung rein gar nichts zu tun und geht am Rathaus vorbei. Die Strecke ist für Güterverkehr befahrbar, daran können wir nichts ändern“, erklärte Lammers. Er sei von Bürgern bereits darauf angesprochen worden, dass der Zugbetrieb besonders für Kinder gefährlich sei; die Strecke sei schließlich lange Zeit nicht befahren worden. „Hier ist jetzt besondere Vorsicht nötig“, betonte der Bürgermeister.

Zwar bezog sich Lammers Kommentar nur auf den aktuellen Güterverkehr, der Schritt zur Grundsatzdiskussion um die Reaktivierung der TNB war jedoch ein kleiner. Friedhelm Pösse, der sich mit der FDP-Fraktion deutlich gegen die Reaktivierungspläne ausspricht, mahnte an: „Es heißt zwar immer, wir könnten als Gemeinde nichts erreichen. Wer aber nichts tut, der kann auch nichts erreichen.“ Er forderte eine deutliche Positionierung der Gemeinde zum Thema. Für die Grünen vertrat Stefan Franke die Gegenposition pro Reaktivierung und stellte fest, dass es durchaus einen indirekten Zusammenhang zwischen TNB und Güterverkehr gebe: „Wir wissen, dass wenn die Reaktivierung erfolgt, keine Güterzüge mehr fahren dürfen. Das ist ein Grund für die Reaktivierung, um Güterverkehr wie diesen in Zukunft zu verhindern.“

Runden Tisch abwarten

Lammers erinnerte an bevorstehende Gespräche mit dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (ZVM) am Runden Tisch. Planer Johann Ubben habe zugesagt, dass entsprechende Gespräche im April geführt werden könnten – der ursprünglich vorgesehene Termin im Februar konnte nicht eingehalten werden, Vermessungen am Strotheweg stehen noch aus. Die Planungen zur Reaktivierung lägen überdies im vorgesehenen Zeitrahmen und seien voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen. Eine Positionierung der Gemeinde zu den Plänen sei nur dann möglich, wenn Details zur Verkehrssituation am Strotheweg  geklärt seien, sagte Lammers; schließlich gebe es derzeit wechselnde Mehrheiten. Die SPD hatte im vergangenen Jahr eine Resolution gegen die Reaktivierung zurückgezogen, um Ergebnisse des Runden Tisches abzuwarten.

Werner Schwentker (CDU) forderte, dass der Runde Tisch erst dann tagen solle, wenn alle nötigen Fakten auf ebenjenen gelegt werden könnten. Die übrigen Ausschussmitglieder schlossen sich dieser Forderung an: Ein Termin sei erst dann sinnvoll, wenn Ergebnisse zu erwarten seien. „Zeitdruck haben wir bei diesem Thema ausnahmsweise nicht“, so Lammers.


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